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Freude

Gedicht
Freude


von Annegret Kronenberg


Freude, die ich glaubt verloren,
ist mir neu ins Herz gelegt;
Freude in mir neu geboren,
die mein ganzes Sein bewegt.

Wie konnt'ich ohne Freude leben ?
Hab ich sie nicht in mir vermißt?
Wie wollt ich Liebe weitergeben,
wenn alles ohne Freude ist ?

Müh'und Sorgen schnitten Wunden
schmerzhaft mir ins Herz hinein.
Innerlich total zerschunden,
wünscht' ich mir oft nur den Schrein.

Plötzlich kam die Freude wieder.
Sonne scheint, wo Nebel war.
Leicht die müden Augenlider
und der Blick ist frisch und klar.

Jetzt lern' ich nochmal neu zu leben,
begegne dir mit frischer Kraft.
Laß meine Traurigkeit hinschweben,
erlebe, was die Freude schafft.

Nun schließ mich in die Arme fest
und sag kein Wort, schau mich nur an.
Ich spüre, wie der Schmerz nachläßt
und ich alleine laufen kann.

Meine Tränen sind geflossen,
ich hab sie nicht umsonst geweint.
Reife ist in mir gesprossen
und hat mich mit der Freud vereint.

Ich werd' die Liebe weitergeben,
die neugeschenkte Freud’ und Kraft.
Und mit des Höchsten Gnad’ und Segen,
ist alles Leid dahingerafft.


 


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