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Nähe schenken
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Nähe schenken

Gedicht
Nähe schenken


von Annegret Kronenberg


Da draußen, wo die Ahnen ruhen,
am Grabplatz mit dem großen Stein,
wo Immergrün und Efeu häkeln
sich über Erde und Gebein,
da sucht ich ihn, den treuen Vater
vergeblich, er kam nicht mehr heim.

Gar viele lange Lebensjahre
hat Mutter ohne ihn verbracht.
Er wär' so gern bei ihr geblieben,
doch hat der Krieg ihn umgebracht.

Die liebe Mutter schafft' und sorgte,
musst' Vater nun und Mutter sein,
und Trauer trug sie stets im Herzen,
fühlte einsam sich und oft allein.

Selbst jetzt im Tod kann sie nicht ruhen
an des geliebten Gatten Seite.
Allein im Leben, wie im Tod,
schenke DU ihr Deine Nähe heute.


 


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