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  Gedichte  -  Klaus Groth , 1819 - 1899
Ann
BeitragVerfasst am: 09.04.2009, 12:15  Neue Antwort erstellen
Gedichte
Klaus Groth , 1819 - 1899
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Anmeldungsdatum: 13.09.2004
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Regenleed.
Regen, Regen, drus', 1)
wi sitt hier warm in Hus'!
De Vageln sitt in Bom to kurn, 2)
de Köh, de stat an Wall to schurn: 3)
Regen, Regen, drus',
wi sitt hier warm in Hus'!

Regen, Regen, rusch, 4)
wa rükt dat ut den Busch!
De Blö*, de hangt so slapri 5) dal,
de Bö*, de röhrt de Blaed ni mal:
Regen, Regen, rusch,
wa rükt dat ut den Busch!

Regen, Regen, sus' 6)
vun baben 7) op uns Hus,
vunt Dack hendal in striken Strom Cool
un lisen ut den Eschenbom:
Regen, Regen, sus'
vun baben op uns Hus.

Regen, Regen, rull,
bet alle Gröben vull!
Denn lat de Wulken aewergan,
lat de Sünn wedderkam';
Regen, Regen, rull,
bet alle Gröben vull!


Zuletzt bearbeitet von Ann am 09.04.2009, 12:16, insgesamt einmal bearbeitet
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Ann
BeitragVerfasst am: 09.04.2009, 12:16  Neue Antwort erstellen
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Klaus Groth , 1819 - 1899
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Regentropfen aus den Bäumen


Regentropfen aus den Bäumen
Fallen in das grüne Gras,
Tränen meiner trüben Augen
Machen mir die Wange naß.

Wenn die Sonne wieder scheinet,
Wird der Rasen doppelt grün:
Doppelt wird auf meinen Wangen
Mir die heiße Träne glühn.
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Ann
BeitragVerfasst am: 09.04.2009, 12:17  Neue Antwort erstellen
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Klaus Groth , 1819 - 1899
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Spatz.
»Lütt Ebbe, 1) kumm ropper, hier babn na de Föst,
Krup 2) ünner, ja kik mal, hier bu't wi en Nest.
Du sittst as Gardrutjen 3) er Hahn ünnert Bett,
as en Mus in en Heeddis', 4) wa nett, o wa nett!«

»Du Spitzbov, du Gaudeef, 5) man weg, ga man weg!
Weest noch vergangn Jahr? O wa slech, o wa slech! 6)
Wa seet ik un brö, 7) harr ni Korn oder Krö*,
un Spatz flog to Dörp, räsonneer inne Bö*.

Du Spitzbov! du Gaudeef!« - »Lütt Ebbe, swig still,
vuntjahr Cool ward't ganz anners: will mi betern - ik will!
Mi steken de Fettdun 9) - kumm, kik mal wa schön!
Vuntjahr ward dat anners, schast 10) sehn, schast man sehn!

De Hadbar 11) kumt bald, wahnt uns dicht aewern Kopp,
bu't en Hus as en Korf, stellt sik baben derop,
op een Been, opt anner, de Naes 12) inne Flünk!
Wa klappert he fründli: Gudn Morn, Nawer 13) Lünk!

Un denn schint de Sünn hier lankt 14) Dack rein so blank,
un denn treckt 15) de Rok hier vunn Schösteen hentlank,
un denn kumt Annstina 16) mit Weten un Kaff:
Tuck, tuck! - Kikriki! un wi beidn krigt wat af.

Ok heff ik man sehn, hier de Koppel int Gras:
Nawer Anton will Rogg sei'n, 17) dat kumt uns to pass,
un denn hier de Bom vaer uns Kinner to fleegn,
un wi merrn dermank, 1Cool watn Vergnögn, watn Vergnögn!«

»Du Spitzbov, lat sehn: dats dat Nest? dats dat Nest?
Mak to, 19) un hal Feddern un Dun, dats dat Best!
Ol Anton sin Pudelmütz liggt günd 20) achtern Tun:
Plük af, mak man to, lat's man bu'n, lat's man bu'n!
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Ann
BeitragVerfasst am: 09.04.2009, 12:17  Neue Antwort erstellen
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Klaus Groth , 1819 - 1899
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Utsichten.
Un wenn min Hanne lopen kann,
so gat wi beidn spazeern,
denn seggt de Kinner alltohop: 1)
»Wat dat vaern lüttje 2) Deern?«

Un wenn min Hanne gröter ward,
so kriggt se'n smucken Hot,
denn seggt de Kinner alltohop:
»Wa ward min Hanne grot!«

Un wenn se noch vel gröter ward,
so kennt se er ni mehr,
denn seggt de Kinner alltohop:
»Prinzessin keem derher!«
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Ann
BeitragVerfasst am: 09.04.2009, 12:18  Neue Antwort erstellen
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Klaus Groth , 1819 - 1899
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Wie Melodien zieht es mir


Wie Melodien zieht es
Mir leise durch den Sinn,
Wie Frühlingsblumen blüht es,
Und schwebt wie Duft dahin.

Doch kommt das Wort und faßt es
Und führt es vor das Aug',
Wie Nebelgrau erblaßt es
Und schwindet wie ein Hauch.

Und dennoch ruht im Reime
Verborgen wohl ein Duft,
Den mild aus stillem Keime
Ein feuchtes Auge ruft.
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Ann
BeitragVerfasst am: 09.04.2009, 12:19  Neue Antwort erstellen
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Klaus Groth , 1819 - 1899
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Dat Moor.
De Borrn bewegt sik op un dal,
as gungst du langs en böken 1) Bahl,
Dat Water schülpert 2) inne Graff,
de Grasnarv bewert 3) op un af;
dat geit hendal, dat geit tohöch
so lisen as en Kinnerweeg. 4)

Dat Moor is brun, de Heid is brun,
dat Wullgras schint so wit as Dun, 5)
so week as Sid, so rein as Snee:
Den Hadbar 6) reckt dat bet ant Knee.

Hier hüppt de Pock 7) int Reth hentlank
un singt uns abends sin Gesank;
de Voss Cool de bru't, de Wachtel röppt,
de ganze Welt is still un slöppt. 9)

Du hörst din Schritt ni, wenn du geist,
du hörst de Rüschen, 10) wenn du steist,
dat levt un wevt int ganze Feld,
as weert bi Nacht en anner Welt.

Denn ward dat Moor so wit un grot,
denn ward de Minsch so lütt to Moth:
Wull 11) weet, wa lang he doer de Heid
noch frisch un kräfti geit!
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rita
BeitragVerfasst am: 26.10.2009, 23:08  Neue Antwort erstellen
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Klaus Groth , 1819 - 1899
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Gartenmeister(in)
Gartenmeister(in)


Anmeldungsdatum: 14.10.2007
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Die Welt is rein so sachen *
as leeg se dep in Drom ;
man hört ni rein ween 'n noch lachen ,
sr's lisen as en Bom .

Se snackt man mank de Blaeder ,
as snack en Kind in Slap ,
dat sünd de Wegenleder
vaer Köh un stille Schap.

Nu liggt dat Dörp in Dunkeln ,
un Nevel hangt dervaer ,
man hört man eben munkeln ,
als keem't vun Minschen her.

Man hört dat Veh int Grasen ,
un allens is in Fred ,
sogar en schüchtern Hasen
sleep mi vaer de Föt .

Das wul de de Himmelfreden
ahn Larm un Strit un Spott ,
dat is en Tid tum Beden -
hör mi , frame Gott !

*sacht , still
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