|
|
| Autor |
Nachricht |
| Kindergedichte und Kinderlieder - Ich suche ein altes Kindergedicht |
|
Verfasst am:
24.08.2009, 07:54

Kindergedichte und Kinderlieder
Ich suche ein altes Kindergedicht
|
|
|
|
|
Hallo allerseits
Das Gedicht handelt von einem Kobold der im Tintenfaß badet.
Eine mögliche Zeile an die ich mich erinnere ist:"Fußstapfen(oder - tapsen) wie ne Bohne so groß..."
Eine weitere Zeile hieß:" und wo er gesessen hat auf dem weissen Blatt....hat er ein Dreierbrötchen gedruckt"
Vielleicht kann sich ja jemand besser erinnern als ich!?
Ich bedanke mich für alle Bemühungen |
|
|
|
|
|
 |
Sponsor
|
|
 |
|
Verfasst am:
16.09.2009, 16:49

Kindergedichte und Kinderlieder
Ich suche ein altes Kindergedicht
|
|
|
|
|
Hallo Aerdna,
nach vielen Bemühungen ist es mir nicht gelungen, das gesuchte Gedicht zu finden, tut mir sehr leid.
Liebe Grüße
Ann |
|
|
|
|
|
 |
|
Verfasst am:
16.09.2009, 17:09

Kindergedichte und Kinderlieder
Ich suche ein altes Kindergedicht
|
|
|
|
|
Ich glaub, ich hab's!
Das alizarinblaue Zwergenkind von Börries Freiherr von Münchhausen (1874 - 1945)
Lg FeelLetter |
|
|
|
|
|
 |
|
Verfasst am:
16.09.2009, 18:01

Kindergedichte und Kinderlieder
Ich suche ein altes Kindergedicht
|
|
|
|
|
Hallo FeelLetter,
Du bist eine bewundernswerte Finderin. Ganz herzlichen Dank!
Liebe Grüße
Ann |
|
|
|
|
|
 |
|
Verfasst am:
08.09.2010, 13:09

Kindergedichte und Kinderlieder
Ich suche ein altes Kindergedicht
|
|
|
|
|
Das alizarinblaue Zwergenkind
Nein, was hab ich gelacht!
Da kommt doch diese Nacht
Ein kleinwinziges Zwergenkind
Aus dem Bücherspind
Hinter Kopischs Gedichten hervor
Und krebselt an meinem Schreibtisch empor.
Trippelt ans Tintenfaß:
"Was ist denn das?"
Stippt den schneckenhorndünnen Finger hinein,
Leckt,- "Ui, fein!"
Macht halslang, guckt dumm
Nochmal in der ganzen Stube rum,
Gottseidank, allein!
Zwergenvater begegnet sich selber im Mondenschein,
Mutti, um was Gescheiteres anzufangen,
Is e bissel spuken gegangen.
Da knöpft es sein Wämschen ab,
Hemd runter, - schwapp!
Spritzt's ins Tintenbad hinein,
Taucht, plantscht, wischt die Augen rein,
Pudelt
Und sprudelt,
Nimmt's Mäulchen voll,
Prustet ein Springbrunn hoch zwei Zoll,
Streckt's Füßchen raus, schnalzt mit den Zeh'n,
Taucht, um mal auf'n Kopf zu stehn, -
Endlich Schluß der Bade-Saison!
Klettert raus, trippelt über meinen Löschkarton,
Schuppert sich, über und über pitsche-patsche-naß,
"Brr, wie kalt war das!"
Ist selig, wie es sie zugesaut,
Und kriegt eine alizarinblaue Gänsehaut.
Nun trocknet sich's auf dem Löschpapier,
Probiert dort und hier,
Was da für'n feines Muster bleibt, -
Als ob einer, der schreiben kann, schreibt!
Ein Fußtapf, - wie 'ne Bohne beinah!
Ein Handklitsch, - alle fünf Finger da!
Nun die Nase aufgetunkt,
Lacht schrecklich: Ein richtiger Punkt,
Ein Punkt!
Wo's aber gesessen hat
Auf dem roten Blatt, -
Wie's da hinguckt,
Da hat's ein Dreierbrötchen gedruckt,
Ein kleinwinziges zweihälftiges Dreierbrot,
Blau auf rot!
Erst lacht's. Dann schämt sich's. Und dann
So schnell es kann
Am Tischbein runter,
Durch den Mondenschein
In Schrank hinein!
Ein Weilchen noch hinter den Büchern her
Hörte ich's piepsen und heulen sehr,
Hat so arg geschnieft und geschluckt,
Weil es das - Dreierbrötchen da hingedruckt!
Börries Freiherr von Münchhausen
ICH HOFFE, DU HAST AUCH NACH EINEM JAHR WARTEZEIT NOCH FREUDE AN DIESEM HÜBSCHEN GEDICHT. K.S. |
|
|
|
|
|
 |
|
|
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde |
|