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Der Derfflinger war ein Schneidergesell ,
doch nimmer liess es ihn ruhn ;
er dachte an andres als Nadel und Ell -
,, Was aber , was aber soll ich tun ?"
Da kam er beim Wandern die Kreuz und die Quer
zum Fährmann bei Tangermünd ;
hinüber wollt er , sein Beutel war leer .
,, Lump , zahle , sonst pack ich dich geschwind !" -
,, Ihr nehmt doch dort die Kerle mit ,
es bezahlt euch ja keiner nicht ."
,, das sind auch keine Schneiderböck nit ,
sind Kriegsleut , Respeckt du Wicht !"
Die Lippen biss er , verhöhnt blieb er stehn
und fluchte grimmig für sich :
,, Ihr Schufte , das soll mir nicht zweimal geschehn !
Ich zeig's was sich schick für mich ."-
Da ward er ein rascher Reitersmann ,
zum Teufel schmiss er die Ell ,
dafür packte er 'en Degen an ,
den schwang er gewichtig und schnell .
Bald hat er den Regiment kommandiert ,
zuletzt ward er Feldmarschall ;
da hat ihn kein Fährmann mehr abgeführt ,
sie respektierten ihn all .
Ein Gott den Soldaten ,ein Teufel im Streit ,
wie mass er der Schwedischen Heer
bei Fehrbellin die Läng und die Breit !
Die eiserne Elle war schwer .
Drum sag ich : Keiner steh still in der Welt !
Wen's antreibt , nur vorwärts schnell !
Wer ein Held kann werden , der werd ein Held ,
und wär's auch ein Schneidergesell!
(frei) Als Held kann man auch schneller tot sein . |
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