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| Kurzgeschichten - Vampire in der Vergangenheit und Gegenwart - Teil I |
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Verfasst am:
04.11.2009, 21:59

Kurzgeschichten
Vampire in der Vergangenheit und Gegenwart - Teil I
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Ich hatte hier am Forum einer ganz lieben Person versprochen, einen weiteren Artikel von mir (einen Dreiteiler) zu übersetzen, so wie die bereits vorhanden über die Meditation und Nyx. In allen Fällen bin ich der Autor, und die Artikel existierten bis jetzt nur in englischer Sprache auf der Mainpage eines US-amerikanischen paranormalen Forums.
Wem das Thema nicht zusagt, der möge die Beiträge einfach ignorieren.
Teil I: Etymologie, Mythos, Legende und Geschichte
Vampire hatten weltweit verschiedene Namen und Bezeichnungen. Das Wort "vampir" war slawischen Ursprungs und wurde in Rußland, Serbien, Ungarn, Polen und Rumänien verwendet. Tatsächlich stammte es von der ungarischen Sprache ab und bedeutet "trinken". Am Anfang des 18. Jahrhunderts erschien das englische Wort "vampire" oder "vampyre" zum ersten Mal. Sein Ursprung könnte von dem türkischen Wort "uber" herrühren, das "Hexe" bedeutet.
Gemäß der slawischen Aussprache klang es mehr nach "upyr" und damit entstand letztendlich der Klang/Wort "vampir". Es gab Vampire in den afrikanischen und französischen Kulturen, die Loogaroos genannt wurden, abstammend von dem französischen Wort "Loup-Garou", das ursprünglich die Bedeutung von "Werwolf" hatte (loup = Wolf). "Vrykolaskas" war ein griechischer Vampir und "Ekimmu" ein Geist aus dem antiken Babylonien. So wurde es weltweit fortgeführt, denn die Vampire ließen ihre Spuren überall in Mythen und Legenden zurück.
Der erste bekannte Vampir war Lilith, Adams erste Ehefrau bevor es Eva war. Es wurde gesagt, daß sie Adam wegen Luzifer, dem "Lichtbringer", verließ. Sie wurde als übel betrachtet und als Vampir verdammt. Aus Eifersucht begann sie die Kinder von Adam und Eva zu töten, indem sie ihr Blut trank. Der Begriff "Kinder von Adam und Eva" bezieht sich auf die Abkömmlinge der Menschheit. Lilith ist ebenso die Königin des Todes und der Dämonen. Sie wurde und wird immer noch verehrt in einer Anzahl verschiedener Religionen von Magiern, Zauberern und Hexen.
Bezüge auf Vampire können auch in antiken Zivilisationen wie Ägypten, Griechenland und Rom gefunden werden. Der Mythos von der Zerstörung der Menschheit handelt von der Göttin Sekhmet und kann an den Wänden des Grabmals von Seti gefunden werden. In diesem Mythos wird der Blutdurst von Sekhmet erwähnt. Dies ist der einzige Mythos, der sich darauf bezieht und mögliche andere Informationen gingen verloren. Einige ihrer Namen deuten auf eine engere Verbindung zu Vampiren an: Herrin der Transformationen (Umwandlungen/Verwandlungen), Entzückende, Freudenspenderin, Mutter des Todes, Herrin des Blutbades. Die Griechen glaubten an die "Strigoe" oder "Lamiaw", Kreaturen, die Kinder aßen und deren Blut tranken. Lamia war die Geliebte von Zeus, und Hera, die Gattin von Zeus, bekämpfte sie. Auf diese Weise wurde sie in den Wahnsinn getrieben und tötete und jagte ihre eigenen und andere menschliche Kinder.
Im sumerischen Mythos gibt es drei verschiedene Grundarten von Vampiren: die Ekimmu, die Uruku und die Sieben Dämonen. Von den Ekimmu sagte man, daß sie erschaffen wurden, wenn ein gewaltsamer Tod geschah oder eine Beerdigung nicht korrekt durchgeführt wurde. Diese Kreatur war von astraler Natur und man glaubte, daß sie ein absichtlicher Seelenvampir war. Die Uruku wurden als Vampire beschrieben, die die Menschen angriffen. In vielen Schriften der mesopotamischen Kulturen bezog man sich auf die Sieben Dämonen als unsterbliche Bluttrinker.
Es gab ebenso Vampire in China, antiken Indien, Nepal und Tibet. In China wurden sie die "kiang shi" genannt und werden als bluttrinkende Kreaturen erwähnt. Auf antiken Höhlenmalereien ist der nepalesische "Herr des Todes" zu sehen, wie er in einer Blutlache steht. In den heiligen indischen Veden werden die Rakshasas (Zerstörer) als Vampire beschrieben. Ein anderes indisches Ungeheuer ist der fledermausähnliche Baital, der nicht sein eigenes Blut hatte. In Malaysien ernährten sich die Penanggalen von dem Blut der Kinder.
In Afrika besitzt allein schon das Wort "Blut" selbst eine reiche Mythologie. Dort gibt es z.B. Kannibalen, wenn denen gesagt wird, daß sie menschliches Fleisch verschlangen. Mukasa, der oberste Gott in Uganda, trank das Blut und aß Herz und Leber von Tieren. Dogirs waren eine Art Gestaltwandler, werwolfähnlich, die sich von Menschen ernährten. In Uganda und Zimbabwe glaubten die Menschen, daß Fledermäuse die Geister der Toten sind, die umgehen, um die Lebenden während des Schlafes heimzusuchen. Die Biloko waren zwergenähnliche Geister der Toten, die Zorn gegen die Lebenden hegten. In Afrika ist der Glaube an Geister sehr stark. Von Geistern sagt man, daß sie menschliches Fleisch essen, so viel, bis sie wieder ihren menschlichen Körper zurückgewinnen können. Ghoule und Ghoula (weibliche Form von Ghoul) aßen ebenso gern menschliches Fleisch.
Aber die beiden wichtigsten Personen in der Geschichte der Vampire sind Vlad der Pfähler und Elisabeth Bathory.
Vlad Tepesz (der Pfähler) wurde 1430 in Schaassburg, Transylvanien geboren. Sein Vater, Vlad Dracul (Drachen), war der Fürst der Wallachei, einem Teil von Rumänien. Tepesz' Vater wurde von den Türken eingekerkert. Als dieser dann 1447 starb, war sein Sohn nicht in der Lage, den Thron zu übernehmen. Er kämpfte gegen die Türken und baute Schloß Dracula (Sohn des Drachens). Es waren seine brutalen Methoden der Rache gegen seine Feinde, die ihm den Titel des Pfählers einbrachten. Schlachtfelder waren übersät mit den Körpern der toten und sterbenden Türken, gepfählt mit einer langen Stange, die in den Boden getrieben wurde. Nach seinem Tod (sein Bruder Radu tötete ihn) faszinierte Vlad weiterhin. Es wurde gesagt, daß er auferstanden war, denn sein Grab wurde leer vorgefunden.
Elisabeth (Erszebét) Bathory wurde 1560 als Adlige geboren. Im Gegensatz zur allgemeinen Ansicht war sie ungarisch und nicht rumänisch. Bathory ist ein Name ungarischen Ursprungs. Sie war mit Graf Franz Nadasdy verheiratet. Während ihrer Ehe hatte sie viele Liebhaber. Sie hatte Angst, alt zu werden und ihre Schönheit zu verlieren. Nach dem Tod ihres Gatten im Jahre 1604 zog sie nach Wien und begann sich mit schwarzer Magie zu beschäftigen. Als sie eine Dienstmagd schlug und dabei etwas Blut auf Erszebéts Hand spritzte, fühlte sie, daß ihre Haut weicher und jünger aussah. Davon überzeugt, daß das Blut junger Mädchen das Geheimnis der ewigen Jugend und Schönheit war, begann die Gräfin ihre Terrorherrschaft. Sie tötete über 600 Dienstmägde und junge Mädchen. Als alles herauskam, wurde sie zu lebenslänglicher Haft aufgrund ihrer adligen Herkunft verurteilt. Sie starb im August 1614 im Schloß Cachtice. Ihr Ruf als Vampir wuchs nicht nur aus ihrer Gier nach Blut und darin zu baden, um ihre Jugend zu behalten, heraus, sondern auch aus Gerüchten, die während der Verhandlung auftraten. Es wurde gesagt, daß sie junge Mädchen biß und ihr gesamtes Blut trank.
(Fortsetzung mit Teil II - Forschung und Theorien) |
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Verfasst am:
05.11.2009, 12:38

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Vampire in der Vergangenheit und Gegenwart - Teil I
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Hallo Wabun Wind,
eine hochinteressante Geschichte.Bislang hatte ich kaum etwas über Vampire gelesen.
Ich denke, das wird viele interessieren. Vielen Dank!
Liebe Grüße
Ann |
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