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  Plaudern auf der Gartenbank  -  Schreibe etwas aus der Weihnachtsgeschichte ....nacheinander
rita
BeitragVerfasst am: 12.11.2009, 12:54  Neue Antwort erstellen
Plaudern auf der Gartenbank
Schreibe etwas aus der Weihnachtsgeschichte ....nacheinander
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Anmeldungsdatum: 14.10.2007
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Weihnachtserzählungen , nach Charles Dickens . 4 / 2000
Nur nacherzählt , nicht vollständig , da zu lang.
Enige Strophen Orginal wegen des besseren Verständnisses.
Aber keine Vorbehalte Bzugw.der Rechte .
aus dem Englischen von Margit Meyer .

(Fertig geschrieben )


Scrooges Name war an der Börse für jede Sache gut ,
unter die er seine Unterschrift setzte .
Marley war tot .
Sein einziger Freund ,
wieviele Jahre waren sie Partner gewesen ,
sein einziger :
Testamentsvollstrecker ,
Nachlassverwalter
Rechtsnachfolger
Nachvermächtnisnehmer ,
der einzige um ihn Trauernde .

Doch selbst Scrooge war nicht so betrübt , dass er nicht
an solchem Tage ein gutes Geschäft abschliessen wollte .
Scrooge liess niemals den Namen seines Partners übermalen ,
noch Jahre später gab es den Namen : Scrooge & Marley .

Manchmal nannten die Leute beide Namen ......
O , was war er doch für ein Geizkragen , der das Geld aus anderen herauspresste und an sich riss , der es zusammenkratzte und
krampfhaft festhielt .Er war hart und scharf wie Feuerstein , aus dem
kein Stahl jemals auch nur einen Funken Grosszügigkeit herausgeschlagen hatte.
Er trug seine niedrige Temperatur ständig mit sich herum .
Er kühlte während der Hundstage sein Büro und erwärmte es auch nicht
um ein Grad während der Weinachtstage .
Die Temperaturen hatten wenig Einfluss auf Scrooge .

Niemand hielt auf der Strasse an und fragte ihn:
> Lieber Herr Scrooge , wie geht es ihnen ?
Wann kommen sie uns zu besuchen ? <
Kein Bettler flehte ihn an ,
kein Kind fragte ihn : Wie spät ist es ? <
Niemand fragte ihn je was .
Selbst die Blindenhunde schienen ihn zu kennen .
Bloss kein menschliches Mitgefühl zeigen müssen .

Das Wetter war rauh am Tage des ' Heiligabends '
bitter kalt und obendrein neblig.
Die Leute gingen draussen keuchend auf und ab ,mit den Händen schlugen sie sich gegen die Brust und stampften mit den Füssen
auf um sich etwas zu erwärmen .
Die Uhr hatte erst drei geschlagen , doch war es schon ziemlich
dunkel .
Den ganzen Tag war es nicht hell geworden - , die Kerzen flackerten
in den umliegenden Büros .

Die Tür des Büros stand offen , damit er seine Angestellten beobachten konnte , die in kleinen Zellen , Art Kasten , sassen und Briefe
abschrieben .
Bei Scrooge brannte ein kleines Feuer , bei seinen Angestellten
nur etwas , dass aussah , als wäre es nur eine einzige Kohle im Ofen .
Nachlegen konnten sie nicht , denn Scrooge bewahrte die Kohle in
seinem Büro auf .
Wenn es doch jemand versuchte sagte er nur
> Unsere Wege müssen sich trennen <
Schnell legte jeder die Schaufel aus der Hand und versuchte sich mit
Schal und an der Kerze zu erwärmen .

> Frohe Weihnachten , Onkel < Sagte der Neffe .
>Pah !< sagte Scrooge < Unsinn ! <
> Weihnachten ein Unsinn , Onkel ?Das meinst du sicher nicht so .<
> Doch < sagt Scrooge .
>Frohe Weihnachten ! Welches Recht hast du , froh zu sein ?
Welchen Grund hast du , froh zu sein ? Du bist arm genug .<
Scrooge wurde von seinem Neffen nach dem Gegenteil gefragt .
Nur der Satz ging zu Ende mit >Du bist reich genug < .
....< Sei nicht ärgerlich < meinte der Neffe .
> Was soll ich sonst sein , wo doch die Welt voller Narren ist <

Was bedeutet Weihnachten schon anderes als Zeit in der man
Rechnungen ohne Geld bezahlt , in der man ein Jahr älter wird ,
aber keinen Deut reicher wird , mancher Posten sich als gewinnlos erweist ....Wenn es nach mir ginge , müsste jeder Idiot der mit
' Frohe Weihnachten ' herumläuft in seinem eigenen Plumpudding
gekocht und mit einem Stechpalmenzweig durchs Herz , sich begraben lassen .

> Lass mich Weihnachten auf meine Weise feiern < sagte der Neffe .
Ganz bestimmt kann man Weihnachten Gutes abgewinnen .
Ehrfurcht , heiliger Name Jesu Geburt , Ursprung überhaupt , Güte ,
Zeit der Vergebung , Barmherzigkeit und Freude .
Die einzige Zeit in der Männer und Frauen einmütig ihre Herzen zu
öffnen scheinen , und an die Menschen unter sich zu denken .
> Lassen Sie mich noch einen Ton hören und Sie werden Weihnachten feiern , indem Sie ihre Stellung loswerden .<
>Komm zu uns Onkel <
Der antwortete , dass er ihn erst an der Schwelle seines Todes wiedersehen wolle .


> Frohe Weihnachten Onkel und ein glückliches ' Neues Jahr ' < .
Der Neffe verliess ohne böses Wort das Zimmer .

> Das ist auch so ein Bursche , mein Angestellter , mit fünfzehn Schilling
pro Woche , Frau und Kindern ... und redet von frohe Weihnachten .<
Es traten zwei Herren ein , legten eine Karte vor , auf der Jeder eingetragen wurde , der spendete .
Sie sammelten für soziale Zwecke , um Bedürftigen Essen , Kleinigkeiten zur Verfügung stellen zu können .
> Was dürfen wir für Sie einsetzen ? <
> Nichts < erwiderte Scrooge .
> Sie möchten ungenannt bleiben ? <
> Ich möchte allein gelassen werden < sagte Scrooge .Da sie mich fragten , was ich wünsche ist das meine Antwort .<
Ich kann es mir nicht leisten Faulenzer zu unterstützen .Sie können zu den 'Einrichtungen ' gehen , die kosten schon genug . <
>Viele können nicht dorthin gehen ,und viele würden lieber sterben .<
> Wenn sie lieber sterben möchten sollen sie es tun und dadurch den
Bevölkerungsüberschuss vermindern .'Übrigens , entschuldigen Sie ,
weiss ich das nicht , <
> Sie sollten es aber wissen < meinten die Herren .
> Es ist nicht meine Angelegenheit .< (Höre auch jetzige Stimmen)
In dieser Festzeit ist es wünschenswert , dass man Armen und
Bedürftigen eine Kleinigkeit zur Verügung stellt .
Vielen Tausenden fehlt es am Allernötigsten,
Hunderttausende entbehren die bescheidensten Ahnnehmlichkeiten
des Lebens .
Scrooge : > Gibt es keine Gefängnisse ? Und die Armenhäuser ? <
> Ja < erwiderte der Herr .
>Die Tretmühlen und das Armengesetz sind auch noch voll wirksam ? <
fragte Scrooge .
>Beide nur zu sehr , Sir <
> Ich freue mich das zu hören .<

In der Hauptstrasse , an der Ecke des Hofes , besserten einige
Arbeiter die Gasleitung aus .
Sie hatten sich in einer Kohlenpfanne ein grosses Feuer angezündet
um das sich eine Gruppe zerlumpter Männer und Jungen scharte ,
sich die Hände wärmte und verzückt in die Glut blinzelten .

Es wurde noch nebliger , noch kälter .
Eine durchdringende , schneidende , beissende Kälte .
Wenn der gute heilige Dunstan dem bösen Geist mit einem Hauch
dieses Wetters um die Nase gefahren wäre , statt die ihm sonst
vertrauten ' Waffen ' zu gebrauchen , hätte er wahrhaftig ein
kräftiges Gebrüll erhoben .
Der Besitzer einer kleinen , jungen Nase , die von der hungrigen Kälte angenagt und angeknabbert war wie Knochen von Hunden , bückte sich
zu Scrooges Schlüsselloch herab , um ihn mit einem Weihnachtslied zu erfreuen , doch beim ersten Ton von
>Gott segne dich, lieber Herr ,
Nichts möge dich erschrecken ! <
langte Scrooge mit solchem Schwung nach dem Lineal ,
dass der Sänger entsetzt die Flucht ergriff und das Schlüsselloch
dem Nebel und dem noch verwandteren Frost überliess .
Endlich war die Stunde gekommen , das Büro zu schliessen,
Unwillig kletterte Scrooge von seinem Stuhl herab und bedeutete
diese Tatsache stillschweigend dem wartenden Angestellten .
> Sie möchte morgen freihaben , nehme ich an < sagte Scrooge .
> Wenn es Ihnen passt , Sir <
> Es passt mir nicht und es ist nicht gerecht - .Wenn ich Ihnen dafür
eine halbe Krone abzöge , kämen Sie sich schlecht behandelt vor ,
möchte ich wetten . <
Der Angestellte lächelte vage .
> Doch Sie finden nicht , dass ich schlecht behandelt bin , wenn ich
Ihnen für einen Tag , an dem Sie nicht arbeiten , Lohn zahle .
Eine armselige Entschuldigung einem Mann an jedem 25. Dez .
das Geld aus der Tasche zu locken .< sagte Scrooge .
Der Angestellte wandte ein , dass es nur einmal im Jahr wäre .
> Aber vermutlich brauchen Sie den ganzen Tag ,
seien Sie darum am nächsten Tag um so zeitiger hier <
Scrooge knöpfte sich den Mantel bis oben ans Kinn zu .
Das Büro war im Nu geschlossen .
Der Angestellte ging mit wehendem langem Schal fort ,
denn er besass keinen Mantel .
Scrooge ging zu seinem Haus , das einmal einem Pastor gehört hatte .

Rest nächste abwärts


Zuletzt bearbeitet von rita am 17.11.2009, 17:46, insgesamt 5-mal bearbeitet
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rita
BeitragVerfasst am: 12.11.2009, 16:20  Neue Antwort erstellen
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Anmeldungsdatum: 14.10.2007
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2 . Scrooge zu Hause angekommen .

Der Hof war dunkel .Nebel und Frost hingen so schwarz in der Luft
als wenn der Wettergott auf der Schwelle ins Grübeln vertieft ,
dort sässe .
Marley war nun schon sieben Jahre tot .
An Marley hatte er an diesem Nachmittag nicht
eineinziges Mal gedacht .
Er sah auf seinen Türklopfer und sah auf einmal Marleys
Gesicht darauf .Von ihm ging ein unheilvolles Leuchten aus .
Doch als er ein zweites Mal hinsah , war das
Bild , das er sich eingebildet geglaubt hatte , wieder weg.
Er steckte den Schlüssel in das Schlüsselloch und drehte ihn um .
Betrat seine Wohnung , dachte : ach was ! Liess die Tür hinter sich krachend ins Schloss fallen und sah sich vorsichtig um ,
blieb einen Augenblick unschlüssig stehen , er war etwas erregt ,
und setzte sich dann an den Kamin .
Ein Schall dröhnte durchs Haus , wie Donner .
Ein halbes Dutzend Gaslampen hätten seinen Flur nicht erleuchten
können .So gross war seine Wohnung .
Unsinn, dachte Scrooge ,und ass seine Haferschleimsuppe .In seinem Kamin brannte ein kleines Feuerchen.Es war so klein , dass er sich ganz nahe an den Kamin setzen mussten , um seine Wärme nur etwas zu spüren .
Zu seiner grossen Verwunderung
und mit einer seltsamen, unerklärlichen Furcht sah er ,
eine alte vergessene Glocke , die ' oben ' und ' unten ' verband ,
fing an zu schwingen .
erst sacht dann bald laut und schliesslich stimmten alle Glocken ein .
Das mochte eine halbe Minute/ Stunde , oder mehr gedauert haben ,
wie sie begonnen hatten , hörten sie wieder auf .
Es folgte darauf ein rasselndes Kettengeräusch von tief unten ,
als ob jemand eine schwere Kette über Fässer eines Weinhändlers
ziehen würde .
Scrooge erinnerte sich , gehört zu haben , dass Geister in Spukhäusern immer Ketten hinter sich herzögen .

Die Kellertür flog auf dröhnend auf und dann hörte er das Geräusch viel lauter , auf den Fluren unten , über die Treppe herauf und schliesslich
direkt auf seine Tür . > Ist doch Unsinn < sagte Scrooge .
> Ich glaube nicht daran .<

Trotzdem verfärbte er sich , als ohne innezuhalten vor seinen Augen
eine schwach loderne Flamme eintrat und als wollte sie rufen :
> Ich kenne Marleys Geist < in sich zusammenfiel .Da , er sah
Marley , wie gewohnt - .
Nun mit einer langen schweren Kette , samt allen Dingen ,
seines zeitlichen Lebens ,mit benutzten und gebrauchten Gegenständen ,
Urkunden - , behangenen .
Sein Körper war durchsichtig .
Scrooge konnte hindurchschauen .
Scrooge hatte oft die Bemerkung gehört :
- Marley habe kein Herz - ,
aber er hatte es nie geglaubt .
> Was soll das heissen ?Was willst du bei mir ?<
> Viel < Marleys Stimme kein Zweifel .
> Frage mich wer ich w a r .<
> Wer warst du also ? <
> Zu Lebzeiten war ich dein Partner - Jacob Marley .<
> Kannst du - kannst du dich setzen ? fragte
Scrooge zweifelnd und sah ihn an .
> Dann setz dich .<
> Warum zweifelst du an deinen Sinnen ?
> Weil eine Kleinigkeit sie schon beeinträchtig . < sagte Srooge .
Das Gespenst ging ihm durch Mark und Bein .
Dazusitzen und in die glasigen Augen zu starren , spürte Scrooge ,
würde ihm den Rest geben .
Er versuchte den starren Blick des Geistes von sich abzuwenden .
> Siehst du den Zahnstocher ?
Ich brauche ihn bloss hinunterschlucken und für den Rest meiner
Tage würde ich von kleinen Kobolden verfolgt werden , die ich mir
selbst geschaffen habe .
> Du siehst ja nicht hin <
> Ich sehe sie trotzdem .<
Dabei erhob der Geist ein schreckeneinflössendes Geschrei und
schüttelte seine Ketten mit solchem Getöse , dass sich Scrooge
an seinem Stuhl festklammerte , um nicht in Ohnmacht zu fallen .
Doch wieviel grösser war sein Entsetzen , als das Gespenst die um
den Kopf gewickelte Binde abnahm , als ob es zu warm wäre , sie im Zimmer zu tragen , und ihm der Unterkiefer auf die Brust
herunterklappte .
Scrooge fiel auf die Knie und schlug die Hände vors Gesicht .

> Von jedem Menschen wird verlangt , dass seine Seele unter seinen
Mitmenschen wandelt und herumreist .Und wenn sie nicht im Leben
umhergeht ist sie dazu verdammt , es nach dem Tode zu tun .<
Dabei rasselte er wieder mit seiner Kette.
> Du bist gefesselt , warum ? >
> Ich trage die Kette , die ich im Leben geschmiedet habe .
Ich stellte sie Glied für Glied und Elle für Elle her .
Ich legte sie freiwillig an und aus freien Stücken trug ich sie .
Ist das 'Muster ' dir so fremd ?
Sie war ebenso schwer wie vor sieben Jahren , doch deine
ist sieben Jahre länger geworden in der Zeit .<
>Hilf mir , sprich mir Trost zu <
> Ich habe keinen zu spenden < sagte der Geist .
< Ich weiss nur , ich darf nicht alles sagen , ich darf nicht ruhen ,
darf nicht stehenbleiben , nirgends verweilen .
Mein Geist ist niemals über unser Büro hinausgekommen .
Beschwerliche Wanderungen liegen jetzt vor mir .<

> O , gefangen , gefesselt und in doppelten Ketten <
rief das Gespenst .> Wusste nicht, dass Jahrhunderte vergehn
müssen in denen sich unsterbliche Wesen unaufhörlich für diese Erde mühen , ehe sich das Gute , für das sie empfänglich ist entwickelt .
Ich wusste nicht , dass jeglichem christlich Gesinnten , der in seinem
kleinen Kreis gütig wirkt , was es auch immer sein mag ,sein Leben
zu kurz ist für seine grossartigen Möglichkeiten , nützlich zu sein .
Ich wusste nicht , dass keine noch so grosse Reue die im Leben
verpassten Gelegenheiten wiedergutmachen kann !
Doch so war ich , o so war ich ! <
>Du warst doch immer ein guter Geschäftsmann .<
> Geschäft < schrie der Geist und rang erneut die Hände .
> Um diese Zeit des Jahres leide ich am meisten .
Hör zu ! < Rief der Geist .
< Meine Zeit ist bald abgelaufen <
> Es ist kein leichter Teil meiner Busse .Ich bin hier um dich zu
warnen .Es werden dich drei Geister heimsuchen <
Es ist Gelegenheit und Hoffnung für dich .
Ohne ihren Rat würdest du nicht dem Weg ausweichen können ,
den ich zu gehen habe <
Nach diesen Worten nahm der Geist sein Tuch vom Tisch und band
sich es erneut um .
Die Erscheinung entfernte sich rückwärts gehend .
Mit einem Klagelied ging sie hinaus in die Nacht .
Scrooge schaute ihm nach .
Ob sich Geschöpfe im Nebel auflösten oder der Nebel sie einhüllte
konnte er nicht sagen .
Scrooge schloss das Fenster und untersuchte die Tür , durch die
der Geist gekommen war .
Sie war zweimal verschlossen .
Aber bei dem Un ... blieb ihm die Silbe im Halse stecken er hielt inne - ,
da er dringend der Ruhe bedurfte , wegen der Aufregung oder der vorgerückten Stunde wegen , ging er , ohne sich auszuziehen ins Bett
und schlief sofort ein .


Zuletzt bearbeitet von rita am 13.11.2009, 16:00, insgesamt 8-mal bearbeitet
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rita
BeitragVerfasst am: 12.11.2009, 18:36  Neue Antwort erstellen
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Anmeldungsdatum: 14.10.2007
Beiträge: 3158

Der Erste der drei Geister :

Als Scrooge erwachte war es so dunkel , dass er vom Bett aus kaum
das lichtdurchlässige Fenster von den undurchsichtigen Wänden
seines Zimmers unterscheiden konnte .
Er versuchte die Dunkelheit zu durchdringen , als die Glocke einer Kirche
in der Nachbarschaft 3/4 schlug .
Lauschend erwartete er den Stundenschlag .

Doch zu seinem Erstaunen ging die schwere Glocke immer weiter .
von sechs , sieben ,acht , so weiter bis Zwölf .
Nach zwei Uhr hatte er sich zu Bett gelegt , die Uhr ging falsch .
Ein Eiszapfen musste ins Werk geraten sein. Zwölf .
Er berührte die Feder der Repetieruhr , um diese völlig falsch gehende
Uhr zu berichtigen .Sie hatte zwölf geschlagen und nun stand sie .
Aber das ist doch nicht möglich , dass ich den ganzen Tag hindurch geschlafen habe , bis in die nächste Nacht .
Das mit der Sonne etwas nicht in Ordnung ist und es schon zwölf Uhr mittags ist ?

Bei diesem unruhigen Gedanken kletterte er aus dem Bett .
Er musste Eisblumen vom Fenster wegwischen , ehe
er etwas sehen konnte .
Draussen war es noch neblig und eisig .
Kein Lärm von vorbeirennnenden Leuten .
Er ging wieder ins Bett .
Marleys Erscheinung hatte ihm mächtig zugesetzt .
Erst dachte er nur an einen Traum .
Da fiel ihm ein , dass Marley ihm den Besuch eines Geistes
angekündigt hatte, sobald es ein Uhr geschlagen hätte .
So dachte und wartete er die Stundenschläge ab .
Nichts geschah .
...... > Voll < sagte sich Scrooge triumphierend bevor die Stunde geschlagen hatte und nichts war passiert , jedoch genau mit dem
Stundenschlag , dem tiefen hohlen dumpfen Ton ,
flammte Licht im Zimmer auf und die Vorhänge an seinem Bett wurden beiseite gezogen .Die , die seinem Gesicht zugewandt waren .
Scrooge , der sich halb zum Sitzen aufgerichtet hatte , sah sich dem unirdischen Besucher gegnüber .
Eine seltsame Gestalt - wie ein Kind und doch nicht - ,
ein übernatürliches Medium , auch einem alten Mann ähnlich ,
dem Blick entzogen wirkte er grössenmässig wie ein Kind .
Sein Haar war weiss , wie bei einem Greiss , aber keine Falte im Gesicht oder am Hals . Einen Kopfschmusk wie eine Krone - ein greller Lichtstrahl .
Lange muskulöse Arme und feingeformte Beine und Füsse .
Er war mir einer schneeweissen Tunika bekleidet , die mit einem
leuchtendem , funkelden Gürtel zusammengerafft war .
Er trug einen grünen Stechpalmenzweig .
Zum Gegensatz dazu waren auf seinem Gewand Sonnenblumen .
Der Geist konnte seinen Gürtel an verschiedenen Stellen funkeln
lassen .
> Sind Sie der Geist , Sir , dessen Kommen mir vorhergesagt war ?<
> Der bin ich < Eine sanfte , freundliche Stimme .
> Wer und was sind Sie ? < Scrooge
> Ich bin der Geist der vergangenen Weihnachten. < > Aller ? <
> Nein , d e i n e r vergangenen .>

Scroge hatte den Wunsch den Geist mit einer Mütze zu sehen .
> Was ? < rief der Geist aus .> Möchtest du das Licht , das ich spende , so rasch mit deinen irdischen Händen auslöschen ?
Ist es nicht genug , dass du zu denen gehörst , deren Leidenschaften
diese Mütze schufen und mich viele , viele Jahre zwangen , sie tief ins Gesicht gezogen zu tragen ?<
Scrooge wies ehrfurchtsvoll jegliche Absicht von sich .

> Welches Geschäft führt dich zu mir ? fragte Scrooge .
> Dein Wohlergehen < sagte der Geist.

Scrooge dachte daran ,eine Nachtruhe hätte sich doch besser dazu geeignet , aber der Geist konnte seine Gedanken lesen .
> Dann eben zu deiner Besserung .<
> Steh auf und komm mit ! <
Es hätte Scrooge nichts genützt sich zu wehren .

Obwohl der Griff sanft war wie eine Frauenhand war ,
konnte er sich der nicht entziehen .
Als er merkte dass der Geist sich dem Fenster näherte ,
meinte er > Ich bin ein Mensch und kann fallen .<
> Dulde hier nur eine Berührung durch meine Hand ,
und du wirst mehr als nur in dieser Hinsicht gestützt werden .<
Und legte sie ihm aufs Herz .

Sie durchschritten die Wand und standen auf offener Landstrasse
mit Feldern zu beiden Seiten .
Ein klarer und kalter Wintertag war vor ihnen , Schnee bedeckte den Boden .
Scrooge > Grosser Gott , an diesem Ort bin ich aufgewachsen .
Hier war ich als Junge .
> Deine Lippen beben und was ist mit deiner Wange ? < Sagte der Geist .
> Erinnerst du dich an den Weg ? <
>Ich könnte ihn mit geschlossenen Augen gehen .<
>Seltsam ,dass du ihn so viele Jahre vergessen hattest ! Bemerkte
der Geist . > Gehen wir weiter .<
Sie liefen die Strassen entlang , er kannte jedes Tor , jeden Baum ,
jeden Pfahl .Marktflecken , Kirche ......
Ein Pony kam auf ihn zugetrabt .Auf dem Rücken sassen Jungen .
..................................................................V
Es folgt die Schule war noch nicht ganz leer .....V
V


Zuletzt bearbeitet von rita am 17.11.2009, 13:08, insgesamt 7-mal bearbeitet
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Ann
BeitragVerfasst am: 12.11.2009, 21:22  Neue Antwort erstellen
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Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 34401
Wohnort: Gronau

Hallo Rita,

was ist denn gelöscht worden, da bin ich aber überrascht? Von mir wurde hier nichts gelöscht.

Herzlichst
Ann
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Ann
BeitragVerfasst am: 13.11.2009, 12:43  Neue Antwort erstellen
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Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 34401
Wohnort: Gronau

Hallo Rita,

Du hattest geschrieben, dass jemand, wer auch immer, es gelöscht haben musste. Soweit ich weiß, kann niemand fremde Texte löschen, also käme nur ich infrage. Aus Zeitmangel habe ich Deinen Text noch gar nicht gelesen, weil ich so etwas auch genießen und nicht überfliegen möchte. Wenn ich fremde Texte lösche, dann hat es immer einen Grund, den ich auch meistens erkläre. Eigentlich müsstest Du das auch wissen. Es kann ja auch bei Dir etwas nicht funktioniert haben.
Ich hoffe, die Sache ist geklärt.

Liebe Grüße
Ann
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rita
BeitragVerfasst am: 13.11.2009, 20:18  Neue Antwort erstellen
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Anmeldungsdatum: 14.10.2007
Beiträge: 3158

Bitte wieder löschen ,danke Ann.


Zuletzt bearbeitet von rita am 15.11.2009, 10:57, insgesamt einmal bearbeitet
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rita
BeitragVerfasst am: 15.11.2009, 10:25  Neue Antwort erstellen
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Anmeldungsdatum: 14.10.2007
Beiträge: 3158

Fortsetzung : Die Schule war noch nicht ganz leer .Scrooge erkannte
Tor ,Marktflecken , Kirche und schlängelnden Fluss daneben .

Eine lustige Gesellschaft kam näher , Scrooge erkannte jeden einzelnen .
> Sie sind nur Schatten einstiger Dinge , sie sind sich unserer Anwesenheit nicht bewusst . < Sagte der Geist .

Wie unbändig freute er sich sie zu sehen .
Wie leuchteten seine Augen und wie hüpfte sein Herz , als sie vorüberzogen .Wie wurde er mit Glück erfüllt , als er hörte ,dass sie sich frohe Weihnachten wünschten .
Was hatte es ihm gebracht ?
Er sagte mitleidig von seinem früherem 'Ich ' , >Armer Junge ,
aber nun ist es zu spät <

> Was ist denn ? < Fragte der Geist .
> Ach nichts < meinte Scrooge .
> Gestern abend hatte ein Junge an meiner Tür ein Weihnachtslied gesungen , ich hätte ihm etwas geben sollen .< sagte Scrooge .

Wir wollen uns ein anderes Weihnachtsfest ansehen .
Ein kleines Mädchen öffnete die Tür , viel jünger als der Junge .
> Ich bin gekommen um dich nach Hause zu holen, lieber Bruder .<
sagte das Mädchen .
> Nach Hause ? < > Ja < sagte das Mädchen .
>Für immer und ewig nach Hause <
Vater ist viel freundlicher , als er sonst schon war , da fragte ich ihn ,
ob du nach Hause kommen könntest .Er schickte mich mit einer Kutsche her , dich zu holen . <
> Du bist ja eine Frau geworden , Fan ! < rief er aus .
Eine schreckliche Stimme im Flur > Bringt den Reisekoffer von Master
Scrooge her ! < Es erschien der Schuldirektor höchst persönlich .
Er starrte Master Scrooge mit grimmiger Herablassung an und brachte ihn in furchtbare Verlegenheit indem er ihm die Hand schüttelte .
Dann brachte er ihn und seine Schwester in das älteste Loch von einem Empfangszimmer , das man je gesehen hatte .

Nachdem nun Master Scroogs Koffer auf dem Dach der Kutsche untergebracht war , verabschiedeten sich die Kinder von dem Schuldirektor nur allzugern , stiegen ein und fuhren fröhlich durch den Garten davon , wobei Rauhreif und Schnee hochgeschleudert wurden .
> Sie war immer ein zartes Geschöpf , das ein Hauch hätte zugrunde richten können .< sagte der Geist . > Aber sie hatte ein grosses Herz .<
> Das hatte sie < rief Scrooge aus .
< Sie starb als verheiratete Frau und hatte Kinder ? < Sagte der Geist .
< Ein Kind < erwiderte Scrooge .
< Richtig , dein Neffe < so der Geist . > Ja < . So Scrooge .

Sie fuhren eine Hauptverkehrsstrasse entlang , wo schattenhaft Fussgänger
und Wagen an ihnen vorüberzogen .
Sie kamen an ein kleines Geschäft .
An den Auslagen konnte man erkennen , dass es sich auch hier um die Weihnachtszeit handelte .
Der Geist blieb an der Tür des Geschäftes stehen und fragte ihn ob er sie kenne .
> Ob ich sie kenne ? Natürlich , hier habe ich einmal gelernt . Hier war ich Lehrling . < Sie gingen hinein .
Ein älterer Herr mit einer gestrickten Wollmütze auf dem
Kopf sass hinter einem Schreibtisch oder Pult .
> Das ist ja der alte Fezziwig ! <
> He Jungs , sagte der alte Herr . > Heute abend wird nicht mehr gearbeitet .Macht den Laden in Windeseile dicht .<
Die beiden Burschen stürmten mit den Fensterläden auf die Strasse und
brachte sie eilig an und schoben die Bolzen davor , kamen keuchend zurück ,wie Rennpferde .
Dann wurde die Mitte des Geschäftes freigeräumt und gefegt und gesprengt , der Kamin nachgelegt , es entstand ein heller Ballsaal .

Herein kam ein Geiger mit seinem Notenheft .
Danach kam das Personal des Geschäftes und seine Frau - , das Dienstmädchen mit ihrem Cousin ,dem Bäcker .Die Köchin mit dem
Freund ihres Bruders , dem Milchmann .
Ein Junge mit einem Mädchen aus der Nachbarschaft , hinter dem er sich zu verstecken suchte.
Herein kamen sie alle so gut es ging .

Dann fingen sie an zu tanzen .
zwanzig Paar Hände gereicht , halbe Drehung , entgegengesetzt zurück ...
Es wurden weitere Tänze getanzt und es folgten Pfänderspiele .
Danach gab es ein reichliches Essen :
Kalten Braten ,gefüllte Pasteten , Bier und Glühwein ...

Um elf ging der Hausball zu Ende .
Die Fezziwigs nahmen zu beiden Seiten der Tür Platz und verabschiedeten ihre Gäste mit einem persönlichen Händedruck und wünschten einem jeden > 'Fröhliche Weihnachten ' < .

> Es ist ein leichtes die Dankbarkeit dieser einfachen Leute zu
entfachen .< sagte Scrooge .

> Ein leichtes < echote der Geist .
> Nun ist es nicht so ? Er hat nicht mehr als ein paar Pfund eures irdischen Geldes ausgegeben , drei oder vier vielleicht .Ist das so viel , dass es Lob verdient ? <

> Das ist es nicht Geist . Er hat Macht , glücklich oder unglücklich zu machen .
Arbeit zum Vergügen oder zur Last zu machen .
Das Glück das er hervorruft , ist ebensogross , als wenn es ihn ein Vermögen gekostet hätte .<

> Meine Zeit ist gleich um , schnell . < Antwortete der Geist .

Seine Bemerkung tat seine Wirkung .
Scrooge sah sich nun als etwas älter - , ein Mann in der Blüte seines Lebens .Sein Gesicht hatte noch nicht die harten , strengen Züge der späteren Jahre angenommen ,aber es zeigten sich schon Spuren von Sorge und beginnender Habsucht zu tragen . In seinem Blick lag Ungeduld , Gier und Ruhelosigkeit .Was verriet , welche Leidenschaft in ihm Wurzel geschlagen hatte , wohin der Schatten des Baumes fallen würde .

Er war nicht allein , neben ihm sass ein junges Mädchen in Trauerkleidung .
In ihren Augen standen Tränen , das vom Geist der vergangenen Weihnachten ausging .

> Es macht dir wenig aus ., Sagte sie sanft .Ein anderes Götzenbild hat mich verdrängt .<
> Welches ? < entgegneter er , Scrooge .
< Ein goldenes >
> So ist es nun einmal im Leben < Meinte Scrooge .
> Gegen nichts ist die Welt so hart wie gegen Armut , und nichts
s c h e i n t sie so scharf zu verurteilen wie die Jagd nach Reichtum ! <
> Du fürchtest die Welt sehr ? < antwortete sie sanft .
> All deine anderen Hoffnungen sind in der Bestrebung aufgegeangen .
Ich sehe sie schwinden , bis du von der Hauptleidenschaft - Gewinnsucht -
ganz erfasst bist .Ist es nicht so ? <

> Unser Bund ist alt .Er wurde geschlossen ,als wir beide arm und genügsam waren , bis wir durch geduldigen Fleiss unser irdisches Glück
verbessern konnten <
.> Ich war ein Junge .<sagte er ungeduldig .
> Dein eigenes Gefühl sagt dir , du bist nicht mehr derselbe , als der ,
der du früher warst .>
> Ich bin noch derselbe .Das was Glück verhiess , als wir noch eines Sinnes waren , bringt jetzt , da wir nicht mehr eins sind ,seelischen Schmerz mit sich . Es genügt , dass ich nachgedacht habe und dich freigeben kann .
> Habe ich je darum gebeten ? < > Mit Worten nie . Nein nie .<
> Womit sonst ? < > Durch dein verändertes Wesen , deine innere Einstellung , durch deine andere Lebensführung , durch ein anderes grosses Ziel . <

Erinnerung an Vergangenes lässt mich beihnahe hoffen .
Nach kurzer Zeit wirst du es wie einen Traum wegschieben aus dem du rechtzeitig erwachst .
Noch ein Schatten ...
Der erbarmungslose Geist hielt ihn mit beiden Armen fest und zwang ihn , zu beobachten , was nun folgte.
Andere Szene . Anderer Ort .
In einem Zimmmer sass ein Mädchen , dem letzteren sehr ähnlich .
Scrooge glaubte erst es wäre das gleiche, bis er erkannte es war ihre Tochter , der Mutter gegenüber sitzend .
Ein Klopfen an der Tür , und sofort ein Ansturm erhitzter tobender Kindergesichter , die gerade ihren Vater , der mit Weihnachtsgeschenken hereinkam , rechtzeitig zu begrüssen .
Die Freude und Verwunderung beim Auspacken der Geschenke .
Diese Freude und Dankbarkeit und Aufregung , unbeschreiblich .
Genug - , nach und nach verschwanden die Kinder ins obere Stockwerk
wo sie sich beruhigten , sie legten sich ins Bett .

> Belle < sagte der Mann <Rate wen ich heute gesehen habe ?
Einen alten Freund von dir < .
>Wen denn ? wie kann ich es erraten ? <
> Mister Scrooge , ich ging an seinem Bürofenster vorbei .Er sass dort
am Schreibtisch .Ich glaube er ist mutterseelenallein auf der Welt . >

> Geist führe mich weg von diesem Ort . >
> Ich habe dir gesagt , dass es sich um Schatten der Vergangenheit handelt . Die sind wie sie sind , Dafür gib nicht mir die Schuld .<
> Führe mich weg , ich kann sie nicht ertragen .< Rief Scrooge .
>Lass mich , bring mich zurück . < Er beobachtete , dass das Licht des
Lichthutes irgendwie mit ihm in Verbindung stand und versuchte nun
mit rascher Bewegung mit aller Kraft den Hut hinunterzudrücken .
Der Geist sank unter dem Hut zusammen , so dass er seine ganze
Gestalt bedeckte , doch obwohl Scrooge es mit aller Kaft versuchte ,
konnte er das Licht nicht verbergen das darunter in ungehindertem
Strom den Boden überflutete .

Scrooge spürte , das er erschöpft war und von einer unwiderstehlichen Müdigkeit übermannt wurde , und ausserdem das er sich in seinem Schlafzimmer befand .Er drückte noch einmal den Lichthut , wobei seine Hand schlaff wurde und er kaum noch Zeit hatte ins Bett zu taumeln ,
ehe er in tiefen Schlaf versank.

' Der zweit der drei Geister ' besucht ihn ...Fortsetzung


Zuletzt bearbeitet von rita am 17.11.2009, 13:20, insgesamt 6-mal bearbeitet
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rita
BeitragVerfasst am: 15.11.2009, 17:03  Neue Antwort erstellen
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Der drei zweite der Geister besucht Scrooge ....

Scrooge war aus seinem erstaunlich zähem Schlaf erwacht und musste
sich im Bett aufsetzen um seine Gedanken zu ordnen .Er spürte , dass er gerade im rechten Augenbick aufgewacht war und gleich der zweite Geist ihn besuchen würde .
Bei dem Gedanken überrieselte es ihn kühl .
Er wollte ihn anrufen und nicht von ihm überrascht werden .

Männer unbeschwerter Natur , die sich rühmen alle Schliche zu kennen
und gewöhnlich jeder Lebenslage gewachsen zu sein,drücken den Umfang
ihrer Abenteuerlust dahingehend aus , dass sie vom Glücksspiel bis zum Totschlag zu allem fähig sind ; zwischen diesen Gegensätzen liegt zweifellos ein ziemlich weiter umfassender Spielraum .
Ohne bei Scrooge so weit gehen zu wollen - , habe ich keine Hemmungen , Sie glauben zu lassen , dass er auf eine breite Skala seltamer Erscheinung
gefasst war und ihn nichts vom Baby bis Rhinozeros sonderlich in Erstaunen
versetzt hätte .
Da er gefasst auf alles war und es nicht eintrat , fiel ihm sein heftiges Zittern auf .Es vergingen Minuten .... , Viertelstunde ....
Die ganze Zeit hatte er auf seinem Bett gelegen , Kern , Mittelpunkt
eines rötlichen Lichtstrahls , der sich ausbreitete , als die Glocke anschlug .
Ihn mehr beunruhigte , als ein Dutzend Geister , weil es nur Licht war .
Er dachte über die Quelle nach und sie schien vom Nebenzimmer zu kommen .Er schlurfte in seinen Pantoffeln zur Tür , drückte die Klinke ,
Die Stimme bat ihn einzutreten .
Er sah sein früheres Zimmer , es bestand kein Zweifel darüber .
Es wirkte wie ein grüner Hain .Überall glänzende Beeren ,frische Blätter
von Stechpalmen , Mistelzweigen und Efeu , die im Licht reflektierten ,
als wenn es lauter kleine Spiegel gewesen wären .Die Flamme stieg lodernd in den Schornstein hinauf ,wie ihn dieser Herd aus grauer Vorzeit
zu Scrooges oder Marleys Zeiten seit unzähligen Wintern nicht mehr erlebt hatte .Auf dem Fussboden waren Truthähne , Gänse ,Wild ,Geflügel ,
Eberfleisch , riesige Keulen ,Spanferkel lange Ketten von Würsten ,
Pasteten , Plumpuddings ,Fässer mit Austern , rotglühende Kastanien ,
rotbäckige Äpfel ,saftige Orangen süsse Birnen und ungeheure Dreikönigskuchen zu einer Art Thron aufgebaut und brodelnde Punschgefässe vernebelten das Zimmer mit ihren Dunstschwaden .

Auf einem Ruhelager sass ein wunderbar anzusehender Riese ,
der eine brennende Fackel in der Form eines Füllhorns trug und sie ganz hoch hielt um ihren Schein auf Scrooge zu werfen , als er um die Tür äugte .
> Komm herein < sagte der Geist .

> Ich bin der Geist der diesjährigen Weihnacht < sagte der Geist .
Der Geist war mit einem schlichten grünen Gewand , einer Art Umhang ,
bekleidet , der mit weissem Pelz abgesetzt war .Es hing lose um seinen Körper .
Die Brust bloss, als ob sie verschmähte durch irgendetwas eingezwängt
zu sein .Auch die Füsse waren bloss , die unter seinem Gewand hervorschauten , und auf seinem Kopf trug er nichts als einen Stechpalmenzweig an dem hie und da ein Eiszapfen glitzerte .
Seine dunkelbrauenen Locken hingen lang und frei herab .Scrooge sah
sein freundliches Gesicht , seine sprühenden Augen , seine offene Hand ,
seine fröhliche Stimme , seine ungezwungene frohe Miene .
Um die Taille trug er eine altertümliche Schwertscheide , sie war
vom Rost zerfressen .
> So etwas wie mich hast du noch nie gesehen ! < Rief der Geist .
> Nie < . Gab Scrooge zur Antwort .
> Bist nie mit jüngeren Mitgliedern meiner Familie mitgegangen ,
ich meine mit den älteren Brüdern , die in den letzten Jahren geboren wurden ? Denn ich bin sehr jung .<
> Ich glaube nicht < sagte Scrooge .
> Fass meinen Umhang an .<
> Geist führe mich wohin du willst < sagte Scrooge unterwürfig .
> Wenn du mich heute etwas lehren sollst , lass mich heute Nutzen
daraus ziehen .<

Scrooge erfaste den Umhang und sie begaben sich , befanden am
Weihnachtsmorgen auf der Strasse , wo Menschen in der Kälte eine unangenehme Art von Musik machten , indem sie Schnee von Dächern
und der Strasse kratzten .
Die Häuserfronten sahen ziemlich schwarz aus und die Fenster noch viel schwärzer , sie stachen von den Schneeflächen ab .
Tiefe Furchen von den Karren und Wagen hatten sich eingegraben .
Von den hunderten von Malen überschreiten .
Die Geschäfte der Geflügelhändler waren mit besten Waren gefüllt .
Prall , wie die besten Westen fröhlicher Herren .
Die Waren baten geradezu mit nach Hause genommen zu werden .
Die Kunden waren so aktiv , dass sie sich an den Türen fast umrannten .
Manchmal etwas ihrer Ware vergassen , zurückrannten um sie zu holen .
In denkbar bester Stimmung , während der Lebensmittelhändler (+)
und seine Angestellten so lustig und munter waren , dass die blankpolierten Herzen, mit denen sie ihre Schürzen hinten zubanden ,
ihre eigenen gewesen sein hätten können , die sie zur allgemeinen Besichtigung und extra für die Wehnachtsdohlen trugen , damit diese daran picken könnten .

Bald riefen die Kirchenglocken in die Kirchen .
Scharenweise zogen die Menschen in bester Kleidung durch die Strassen der Kirche zu .
Der Anblick der ' Nachtschwärmer ' ( Christmette ) interessierte den Geist sehr .denn er stand mit Scrooge in einer Toreinfahrt eines Bäckers ,
hob die Deckel , wenn ihre Träger vorbei gingen und bespritzte das Essen
mit Weihrauch aus seiner Fackel .Es handelte sich um eine besondere Fackel .Denn wenn sich einige Essensträger mal angerempelt hatten ,
und deswegen böse Worte gefallen waren , tropfte er einige Tropfen Wasser auf sie und schon waren sie wieder in bester Laune .
Denn sie sagten es wäre eine Schande sich am Weihnachtstag zu
streiten .Bäckereien wurden geschlossen Glocken verstummten .
> Ist eine bestimmte Würze in dem , was du aus deiner Fackel verspritzt ?
Fragte Scrooge .
> Ja meine eigene <
> Passt sie denn heute zu irgendeiner Mahlzeit ?< Fragte Scrooge .
> Zu jeder freundlich gereichten . Am besten zu einer ärmlichen .<
> Warum zu einer ärmlichen ?<
> Weil sie sie am dringensten braucht .<
> Geist , ich wundere mich , dass gerade du von allen Wesen auf den vielen Welten um uns , diesen Leuten die Gelegenheit zu einer unschuldigen Freude einschränken möchtest <
> Ich ? < schrie der Geist ? <
> Du möchtest doch diese Orte am siebten Tag schliessen .< Sagte Scrooge .
> Möchte ich das ? < Rief der Geist .
> Verzeih wenn ich unrecht habe . Es ist in deinem Namen geschehen ,
oder zumindst in dem deiner Familie geschehen .< Sagte Scrooge .

Geist > Es gibt Menschen auf eurer Erde , die uns zu kennen vorgeben
und die ihre Taten , die der Leidenschaft , dem Stolz , der Bosheit , dem Hasss , dem Neid der Frömmelei und der Selbstsucht entspringen , in unserem Namen begehen , und die uns und allen Freunden und Verwandten so fremd sind , als ob sie nie gelebt hätten .
Denke daran und laste ihr Tun ihnen selbst , nicht uns an .<
Scrooge versprach es und sie gingen in dei Vororte der Stadt .
Scrooge bemerkte , dass sich der Geist jeder Grösse und Gestalt
anpassen konnte . Es machte ihm Vergnügen ,
sein freundliches Wesen , sein Mitgefühl für arme Menschen , und
seine Macht zu beweisen .
So gingen sie dorthin .
Auf der Türschwelle blieb der Geist lächelnd stehen ,um Cratchits
Wohnung mit den Tropfen der Fackeln zu segnen .
Der Geist segnete sein Vierzimmerhaus .
> Wo bleibt nur euer Vater ? < meinte Mrs Cratchit .
> Und euer Bruder , Klein Tim ! Und kam Martha letztes Jahr nicht auch
zu spät ? <
> Hier ist Martha < riefen die Kinder .
< Hurra wir haben s o o eine Gans, Martha .>
> Versteck dich , Martha , Vater kommt .>
< Wo ist denn Martha ? < fragte der Vater .
Martha versteckte sich und herein kam Bob , der Vater , dem mindestens drei Fuss seines Wollschals ohne Fransen gerechnet , herunterhing .
> Kommt nicht ! < Sagte Mrs Cratchit .
> Kommt nicht ? < sagte Bob seine Stimme sank .
Martha konnte die Enttäuschung nicht aushalten und kam aus ihrem Versteck hervor , rannte in seine Arme , während die beiden jüngeren
Geschwister den Tim ins Waschhaus trugen , damit er den Pudding im Waschhaus im Kessel singen hören könnte .
> Wie hat sich Tim benommen ? < Fragte Mrs Cratchit .
Sehr brav , irgendwie wird er nachdenklich , weil er so allein sitzt ,
dann denkt er sich die seltsamsten Sachen aus, die man je gehört hat .
Auf dem Heimweg sagte er zu mir , er hoffe dass ihn die Leute in der Kirche gesehen haben , weil er ein Krüppel ist und es für sie gut sei , sich am Weihnachtstag an den zu erinnern , der Lahme und Blinde sehend gemacht hat .< Bobs Stimme zitterte , als er ihnen das erzählte.

Tims Krücke war auf dem Flur zu hören .Er kam zurück .
Man begann die Gans zu essen , nachdem man das Tischgebet gesprochen hatte .

> Geist , sage mir ob der kleine Tim am Leben bleibt .> So Scrooge .
Der Geist > Ich sehe eine freie Ecke in der Kaminecke und eine Krücke ohne Besitzer , die man sorgfältig aufhebt . <
> Nein , nein , sage dass er verschont bleibt .< So Scrooge .
>Wenn die Zukunft diese Schatten nicht verändert , wird keiner meines Geschlechts es hier finden .Was macht das schon ? Wenn es eben sterben muss , sollte es das auch tun und damit den Bevölkerungsüberschuss vermindern . > - so der Geist .
Scrooge liess den Kopf hängen als er seine eigenen Worte vom Geist
zitiert hörte .
> Mensch < sagte der Geist > wenn du ein menschliches Herz hast und keins aus Stein , lass von der niederträchtigen Heuchelei ab , bist du herausgefunden hast , was Überschuss bedeutet und wo er ist .
Willst du entscheiden welcher Mensch leben darf und welcher nicht ?
Es kann sein , dass du in Gottes Augen wertloser und lebensuntüchtiger bist als Millionen , die dem Kind dieses armen Mannes gleichen . <
Scrooge krümmte sich unter dem Vorwurf richtete seine Blicke zu Boden .
Als er seinen Namen hörte hob er ihn wieder .

> Mr . Scrooge ! < sagte Bob > Ich trinke auf das Wohl von Mr. Scrooge ,
dem Spender dieses Festes . <
> Wahrhaftig , ich wünschte er wäre hier.Ich würde ihm schon meine Meinung sagen .> sagte Mrs Cratchit .
> Meine Liebe - , denk an die Kinder , es ist Weihnachten .< sagte Bob .
> Wirklich es muss schon Weihnachten sein , wenn man auf die Gesundheit eines so abscheulichen, geizigen , harten + herzlosen
Mannes wie Mr. Scrooge trinken soll . Um deinetwegen und um des
Festes willen , will ich auf das Wohl Mr. Scrooge anstossen. <
> Frohe Weihnachten und ein fröhliches neues Jahr .<
Die Kinder tranken nach ihr , aber es hatte nichts Herzliches .
Scrooges Namen zu erwähnen warf einen Schatten auf die Gesellschaft .
Scrooge war ein Scheusal für die Familie .
Die ganze Zeit ging der Krug und die Kastanien herum .
Es war keine besonders ansehnliche Familie .Nichts Aussergewöhnliches .
Aber sie waren einander zugetan .
Die Vorhänge warteten darauf zugezogen zu werden , damit die Kälte draussen bleiben konnte.
Der Schnee fiel vom Himmel .Draussen wurde es langsam weiss .
Weiter mit :
Nach der Zahl der Leute zu urteilen , die sich auf dem Weg befanden ....
Fortsetzung folgt .V
V


Zuletzt bearbeitet von rita am 17.11.2009, 14:02, insgesamt 5-mal bearbeitet
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rita
BeitragVerfasst am: 15.11.2009, 23:12  Neue Antwort erstellen
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Anmeldungsdatum: 14.10.2007
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Nach der Zahl der Leute zu urteilen , die sich auf dem Weg
zu freundschaftlichen Zusammenkünften befanden , hätte
man annehmen können, dass niemand zu Hause war und sie
begrüssen konnte .Statt dessen erwartete man in jedem Haus
Gäste und füllte den halben Kamin mit Feuerung .
Welch ein Segen triumphierte der Geist und entblösste seine Brust ,
und öffnete seine riesige Hand und übertrug seine unschuldige
Heiterkeit auf alles in seiner Reichweite .
Und jetzt ohne ein warnendes Wort vom Geist , standen sie auf
einem kahlen ,öden Moor , wo überall ungeheure Massen grober
Steine lagen als ob es eine Begräbnisstätte wäre .
> Was für ein Ort ist das ? < Fragte Scrooge .
Ein Ort an dem Bergleute wohnen , sie kennen mich, schau ...<
Aus dem Fenster einer Hütte schien Licht und schnell bewegten sie sich darauf zu .Als sie durch die Wand aus Schlamm und Stein glitten ,
fanden sie eine fröhliche Gesellschaft um ein leuchtendes Feuer
versammelt vor .Ein uralter Mann und eine uralte Frau mit ihren Kindern
und Enkelkindern und noch einer weiteren Generation , alle festlich herausgeputzt .
Der alte Mann sang ihnen mit einer Stimme , die selten das Heulen des Windes in der Einöde übertönte , ein Weihnachtslied vor , es war schon in seiner Kindheit ein sehr altes Lied gewesen - , und von Zeit zu Zeit
stimmten alle in den Kehrreim mit ein .
Der Geist hielt sich nicht lange auf .Er forderte Scrooge auf sich an
seinem Umhang festzuhalten .Doch nicht aufs Meer .Doch aufs Meer .
Er sah als er sich umblickte den Rest des Festlandes .
Es war eine grosse Überraschung für Scrooge ,währenddessen dem Ächzen des Windes zu lauschen und durch die einsame Finsternis sich wegzubewegen über einen unbekannten Abgrund , dessen Tiefe so geheimnisvoll und unergründlich wie der Tod waren .Ein herzliches
Lachen zu hören und es war eine noch grössere Überraschung für
ihn , es als das Lachen seines Neffen zu erkennen und sich in einem
hellen , trockenen , strahlenden Raum wiederzufinden ,
den Geist lächelnd neben sich stehen und diesen Neffen wohlwollend und freundlich betrachten zu sehen !
> Haha < lachte Scrooges Neffe , > Hahaha !<
Eine schöne Einrichtung , dass Lachen so stark ansteckend ist .

> Er ist ein komischer Kautz < sagte der Neffe < und nicht so angenehm , wie er sein könnte <
> Sicherlich ist er sehr reich , < wandte die Nichte ein .
> Was hat er davon ? Sagte Scrooges Neffe . > Gutes hat er nicht davon .<
> Ich kann ihn nicht ausstehen < meinte die Nichte .Die Schwestern und alle anderen Verwandten waren der gleichen Meinung .
> Mir tut er nur leid > so der Neffe.
Die Nichte spielte Harfe und bei dem Gesang kamen bei Scrooge alte Erinnerungen hoch .Es war dem Kind vertraut gewesen , die Weise ,ein kleines Liedchen , kam ihm bekannt und vertraut vor , die ihm der Geist gezeigt hatte .
Er dachte an die Annehmlichkeiten des Lebens früherer Jahre ,
dass , wenn er sie öfter gehört hätte , sie zu seinem eigenen Glück
mit seinen eigenen Händen mehr gehegt hätte ,ohne erst zum
Totengräberspaten greifen zu müssen , der Jacob Marley begrub.
Es wurden verschiedene Spiele gespielt .
Es hat uns viel Spass gemacht , trinken wir auf das Wohl von
Onkel Scrooge ,
> Also auf das Wohl von Onkel Scrooge .<
Onkel Scrooge war froh und
es war ihm leichter ums Herz geworden , als er die fröhliche Gesellschaft sah .
Er hätte der Gesellschaft auch gerne zugetrunken , wenn ihm der Geist
Zeit dazu gelassen hätte .
Die Szene verschand mit den letzten Worten seines Neffen .
Sie befanden sich schon wieder auf Reisen , sahen viel und besuchten
viele Häuser , aber alle mit glücklichen Ausklang .Der Geist stand neben Krankenbetten , und die Leute waren fröhlich , die in fremden Ländern lebten und sie waren der Heimat nahe .
Im Armenhaus ,Krankenhaus und Gefängnis , an jeder Stätte des Elends , wo der eitle Mensch mit seinem bisschen Macht die Tür nicht fest verschlossen und den Geist ausgesperrt hatte , hinterliess er seinen
Segen und unterwies Scrooge in seiner Lehre .

Seltsam , dass der Geist sichtlich älter geworden war , während Scrooge
unverändert blieb .
> Ist das Leben eines Geistes so kurz ? Fragte Scrooge .
> Mein Leben auf dieser Erde ist sehr kurz , es geht heute Nacht zu Ende.<
Sagte der Geist .
> Heute nacht ? schrie Scrooge .
> Heute um Mitternacht , Horch ! Die Zeit rückt näher ,<
In diesem Augenblick schlugen die Glocken 3/4 zwölf .(Viertel vor Zwölf )?
> Verzeih mir , wenn ich nicht das Recht habe , folgendes zu fragen ,
aber ich sehe etwas Seltsames , das nicht zu dir gehört , unter deinem
Saum hervorlugen .<
> Ist es ein Fuss oder eine Klaue ?<
> Es könnte eine Klaue sein , nachdem Fleisch darauf zu urteilen .<
War des Geistes bekümmerte Antwort .
> Sie her .>
Aus den Falten seines Umhangs holte er zwei Kinder hervor , erbärmliche ,
niedergeschlagene , entsetzliche , hässliche , elende Wesen .Sie knieten zu seinen Füssen und klammerten sich an sein Gewand .
> O Mensch , sieh her ! Sieh hier herab ! < Rief der Geist .
Es waren Jungen und Mädchen .Gelb , mager ,zerlumpt , finster und wild , doch auch unterwürfig in ihrer Demut .Wo die Anmut der Jugend ihre
Gestalten hätte formen und ihnen einen Anflug von Frische verleihen sollen,
da hatte eine verarbeitete , runzlige Hand , wie die des Alters , sie gezwickt , gezerrt und in Stücke gerissen .Wo Engel hätten thronen können , lagen Teufel auf der Lauer und warfen drohende Blicke um sich .
Keine Verwandlung , keine Entartung , keine noch so grosse Umkehrung der menschlichen Natur unter allen Geheimnissen der wunderbaren Schöpfung hat halb so furchtbare und schreckliche Ungeheuer hervorgebracht .
Scrooge fuhr entsetzt zurück .
> Geist sind das deine (Kinder) ?
> Es sind Kinder der Menschen < sagte der Geist auf sie herabblickend .
> Sie klammern sich an mich und flehen ihre Väter um Hilfe an .
Dieser Junge heisst ' Unwissenheit ', dass Mädchen heisst ' Not ' .
Hüte dich vor beiden aber am meisten vor dem Jungen , auf seiner Stirn steht jüngstes Gericht , wenn die Schrift nicht gestrichen wird .
Leugne es ! < rief der Geist und streckte die Hand zur Stadt hin aus .
> Schmäh nur die , welche es dir sagen ! Verwende es für deine Parteizwecke und mach es noch schlimmer . Und warte das Ende ab .!<
> Haben sie keine Zuflucht und Hilfe ? Rief Scrooge .
> Gibt es keine Gefängnisse ? < sagte der Geist und wandte sich mit Scrooge eigenen Worten das letzte Mal an ihn .
>Gibt es keine Armenhäuser ? <
Die Uhr schlug zwölf .
Scrooge sah sich nach dem Geist um und konnte ihn nicht mehr entdecken .
Als der letzte Schlag verklungen war erinnerte er sich an die Vorhersage Jacob Marleys und als er die Augen aufschlug sah er eine feierliche
Gestalt , in Falten gehüllt und mit einer Kapuze auf , wie Nebel über den Boden auf sich zukommen .

Fortsetzung : Der letzte der vier Geister.


Zuletzt bearbeitet von rita am 17.11.2009, 14:12, insgesamt einmal bearbeitet
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rita
BeitragVerfasst am: 16.11.2009, 13:01  Neue Antwort erstellen
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Anmeldungsdatum: 14.10.2007
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Der letzte der Geister

Die Erscheinung näherte sich langsam , würdevoll , schweigend .
Als sie fast bei ihm war , fiel Scrooge auf die Knie , denn in der Luft , durch die sich dieser Geist bewegte , schien er ein geheimnisvolles Dunkel zu verbreiten .
Er war in tiefschwarzes Gewand gehüllt , dass seinen Kopf , sein Gesicht ,
und seine Umrisse verbarg und nichts sichtbar liess als eine ausgestreckte Hand .Ohne sie wäre es schwer gewesen ihn von der nächtlichen Dunkelheit abzuheben und ihn von der Finsternis zu trennen.
Scrooge fühlte , das der Geist gross und stattlich war.
> Stehe ich vor dem Geist der zukünftigen Weihnachten ?<

Der Geist bewegte sich nicht und zeigte nur nach vorn .

> Du willst mir Schatten zeigen die noch nciht geschehen sind ,
ist das so Geist ? <
Es sah so aus , da der obere Teil seines Gewandes einen Augenblick
in Falten fiel .Es war die einzige Antwort die er erhielt.

Scrooge hatte sich inzwischen an die Anwesenheit der Geister gewöhnt ,
aber vor dieser fürchtete er sich dermassen , das ihm die Beine schlotterten .
Ein bestimmtes Grausen packte ihn bei dem Bewusstsein , dass hinter
der dunklen Hülle ein gespenstisches Augenpaar gespannt auf ihn gerichtet war.
> Geist der Zukunft ! < Rief er aus > Ich fürchte dich mehr als jedes
Gespenst , das ich bisher gesehen habe .
> Geh weiter < sagte Scrooge . Er folgte dem Schatten der Erscheinung .
Es schien sich eine Stadt um sie zu erheben und zu umfassen .

Aber sie befanden sich sich in deren Herzen , auf der Börse , unter Kaufleuten , die auf und ab eilten und mit dem Geld in der Tasche
klimperten und nachdenklich mit ihren grossen golden Amtssiegeln
spielten, wie Scrooge es oft gesehen hatte .
Der Geist blieb bei einer Gruppe Geschäftsleuten stehen ,
Da Scrooge bemerkte , dass die Hand auf diese deutete ,
näherte er sich ihnen .
> Nein < sagte ein grosser dicker Mann , ich weiss nicht viel darüber ,
nur das er tot ist . <
> Wann ist er gestorben ? Ich glaube gestern abend .< Ein anderer .
Ein dritter > Ich dachte er würde nie sterben < .
> Was hat er mit seinem Geld angestellt ? < Fragte ein Herr mit rotem Gesicht und herabhängendem Kinn .
> Mir hat er nichts hinterlassen < sagte einer .
> Es wird wahrscheinlich ein billges Begräbnis werden < meinte ein anderer .
< Wer wohl mit hinter seinem Sarg geht .<
> Für mich muss ein ordentliches Frühstück dabei herauskommen < meinte jemand aus der Gruppe .
> Na , da bin ich wohl der Uneigennützlichste , von ihnen hier . <
Sagte der der erste Sprecher .> Ich erbiete mich zu gehen .
Wenn ich es recht bedenke , trafen wir uns und wünschten uns
gegenseitig einen guten Tag .Wiedersehen >
Sprecher und Zuhörer schlenderten weg .
Die Erscheinung schwebte auf die Strasse hinaus .
Ihr Finger zeigte nur auf zwei sich begegnenden Personen .
Die Männer kannten er genau .
Sie waren sehr reich und hatten grossen Einfluss .
Er war immer bemüht gewesen hoch in ihrem Ansehen zu stehen ,
das heisst vom geschäftlichen Standpunkt aus .
> Wie geht es ihnen ? <
> Wie geht es ihnen ? <
so tauschten sie sich aus .
> Na , endlich hats den alten Geizhals auch erwischt , was ? <
> Ich habe es gehört < erwiderte der Zeite .
> Kalt was ? <
> Ist eben Weihnachten .Sie sind wohl kein Schlittschuhläufer ? <
> Nein < erwiderte der andere . > Guten Morgen .< Das war ihre
ganze Unterhaltung .Srooge war verwundert , weil der Geist solch nebensächlichen Gespräch soviel Bedeutung zumass .
Aber er wusste , dass es zu seiner Belehrung dienen sollte und beschloss es tief im Herzen zu bewahren .Denn er erwartete , dass sich die Bedeutung noch in seinem späteren Leben offenbaren würde .

Still und düster mit ausgestreckter Hand stand die Erscheinung
neben ihm .Sie verliessen die Szene und begaben sich in einen
anderen Stadtteil , den Scrooge früher nie betreten hatte .Doch er
kannte den schlechten Ruf .
Wege schmutzig , eng ,Geschäfte und Häuser ärmlich ,
Menschen halbnackt , betrunken , schlampig und hässlich .
Gässchen , Torwege , ähnlich den vielen Sickergruben, spien ihre widerlichen Gerüche , Schmutz und Menschen in die verzweigten
Strassen aus und das ganze Viertel roch nach Verbrechen , Unrat
und Elend .
Weit drin in der Lasterhöhle gab es einen düsteren vorspringenden
Laden unter einem Schutzdach wo Eisen , Lumpen , Flaschen ,
Knochen und schmierige Fleischabfälle angekauft wurden .
Drinnen auf dem Fussboden lagen haufenweise rostige Nägel , Ketten ,
Scharniere , Feilen , Waagen , Gewichte und Eisenabfälle aller Art .Geheimnisse , die nur wenig lüften möchten wurden unter Bergen
von hässlich Lumpen , Mengen von verdorbenem Fett und in wahren Grabstätten von Knochen ausgebrütet und versteckt .
An einem alten , aus Ziegeln erstellten Ofen sass ein alter grauhaariger Schurke , in stiller Abgeschiedenheit seine Pfeife rauchend .
Aus Fetzen hing ein Vorhang über eine Leine und teilte gegen die Kälte
die Ecke ab .
Scrooge und der Geist kamen gerade zu diesem Mann ,
als eine Frau mit einem schweren Bündel in den Laden schlicht .
Doch kaum hatte sie ihn betreten kam eine andere ähnlich beladen
dazu , ihr folgte ein Mann mit einem verblichenem schwarzen Anzug .
Nach einer Weile sprachlosen Erstaunens brachen alle in Lachen aus .
> Verlass dich drauf die Putzfrau war zu erst da , < rief die erste Frau .
> Und die Waschfrau die zweite , und der Gehilfe der dritte .
Treffen wir uns hier ohne es zu ahnen .<
> Kommt herein in die gute Stube .<
Die Stube war der Raum hinter dem Fetzenvorhang.
> Jeder Mensch hat das Recht an sich zu denken ? < Mister Dilber .
> E r hat das immer getan . <
> Warhaftig < sagte die Waschfrau .
> Ich habe keinen Angst - , jeder hat sich was genommen <
damit machte sie ihr Bündel auf , > was ist das wert ? <
Er schrieb die Beträge an die Wand und sagte > wenn es mehr wäre möchte ich dafür gargekocht werden .
Den Damen gebe ich immer etwa mehr das ist eine Schwäche von mir , < meinte der alte Joe .
> Ha , hast du dir das Hemd angesehen , eine Verschwendung es einem Toten anzuziehen .Kein Loch ist zu finden nicht mal an der dünnsten Stelle .Kattun tut es für die Leiche genausogut .<sagte die andere Frau .

Scrooge hörte es mit mit Entsetzen , Abscheu und und Verachtung ,.
die kaum grösser sein können , wenn sie hässliche Dämonen gewesen
wäre .
> Haha < lachte dieselbe Frau , als Joe einen Flanellbeutel mit Geld
hervor holte und einem jeden die Münzen auf den Boden zählte .
> Das ist das Ende vom Lied . Seht ihr ! Er hat jeden von sich gestossen , als er noch lebte , um uns nach seinem Tod zu nutzen ! Haha ! <

> Geist ! < Sagte Scrooge und erschauerte am ganzen Körper .
> Ich verstehe .Der Fall des unglücklichen Menschen könnte mein
eigener sein .Barmherziger Himmel , was ist das ? <
Er prallte entsetzt zurück , denn der Schauplatz hatte sich verändert .
Fast hätte er ein kahles Bett ohne Vorhänge berührt , auf dem ,
unter einem zerfetztes Laken ein dreckiges Etwas lag , das sich ,
obwohl es stumm war , in einer furchtbaren Sprache äusserte .

Scrooge warf dem Geist einen Blick zu ,
seine unbewegliche Hand wies auf den Kopf .
Er hätte mit einer leichten Hand die Decke anheben können .
Der Leichnam eines Mannes lag darauf , bestohlen , ausgeraubt , unbewacht , unbeweint und unbeachtete .
Doch er hatte keine Kraft .
> O kalter unerbittlicher , furchtbarer Tod .Errichte hier deinen Altar ,
umgib ihn mit allen Schrecken , die dir zu Gebote stehen .denn das
ist dein Reich .
Aber ein geliebtes und geschätztes Haupt kannst du zu deinem furchtbaren Zwecken kein Haar krümmen , oder dessen Züge entstellen .
Es kommt nicht darauf an , das die Hand schwer ist und herabfällt , wenn man sie loslässt , nicht darauf , dass das Herz und der Puls stillstehen , sondern das die Hand offen , freigibig und zuverlässig , das Herz tapfer , warm und zärtlich und der Puls der eines Menschen war .
> Schlag zu Schatten , schlag zu .Sieh zu wie seine guten Taten aus der Wunde quellen , um unsterbliches Leben in die Welt zu säen .>

Niemand flüsterte Scrooge diese Worte in die Ohren , dennoch konnte er sie hören .
> Geist , das ist ein unheilvoller Ort ,wenn ich ihn verlasse , werde ich die Lehre die er mir erteilt , nicht mehr vergessen , glaube mir .Lass uns gehen ! < Noch immer wies der Geist auf mit unbeweglichen Fingern auf den Kopf.
> Ich verstehe dich .< Ich würde es auch tun , wenn ich es könnte ,
aber ich habe nicht die Kraft dazu , Geist

> Wenn es irgendeinen Menschen in der Stadt gibt , der wegen dieses Mannes Tod ein Gefühl aufbringt , so zeige ihn mir .< sagte Srooge gequält an .
Fortsetzung V
V


Zuletzt bearbeitet von rita am 17.11.2009, 17:19, insgesamt einmal bearbeitet
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Anmeldungsdatum: 14.10.2007
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Die Erscheinung breitete für einen Augenblick ihren dunklen Umhang
wie einen Flügel vor ihm aus und liess , als sie ihn wegzog , ein Zimmer
bei Tageslicht sichtbar werden , in dem eine Mutter mit einem Kind sass .
Sie erwartete irgendwen mit ängstlicher Spannung , denn sie lief im
Zimmer auf und ab , fuhr bei jedem Geräusch zusammen , schaute aus dem Fenster , sah auf die Uhr , versuchte , allerdings vergeblich , eine Handarbeit zu machen , und konnte kaum den Lärm der spielenden
Kinder ertragen .
Endlich war das lang erwartete Klopfen zu hören . Sie eilte an die Tür , ihrem Mann entgegen , dessen Gesicht abgehärmt und niedergeschlagen
aussah , obwohl er noch jung war.
> Steht es gut oder schlecht < fragte sie .
> Schlecht <
> Sind wir völlig ruiniert ? <
> Nein es besteht noch Hoffnung Caroline <
> Wenn er sich erweichen lässt besteht noch Hoffnung < sagte sie erstaunt
> E r lässt sich nicht mehr erweichen . Er ist tot .<
> Was die halbbetrunkene Frau ,von der ich dir gestern abend erzählt habe , mir sagte , als ich versuchte ihn zu sehen und eine Woche Aufschub zu erwirken , und was ich für eine glatte Ausrede hielt , um mich abzuweisen , stellt sich nun als volle Wahrheit heraus .
Er lag bereits im Sterben .
An wen werden die Schulden übertragen ? <
> Weiss ich nicht .
Aber bis dahin können wir das Geld zusammen haben .<
Ihre Herzen waren erleichtert .
Durch den Tod dieses Mannes war das Haus glücklicher geworden .
Das einzige Gefühl , das ihm der Geist als durch dieses Ereignis verursacht zeigen konnte , war das der Freude .

> Lass mich etwas Mitgefühl sehen , das mit einem Tod verknüpft ist .<
sagte Scrooge .

Der Geist führte ihn durch etliche Strassen .
Sie betraten das Haus des armen Bob Cratchit ,
fanden Mutter mit Kindern um das Feuer geschart .
Mutter und Tochter waren mit Nähen beschäftigt .
Der Junge , Peter , musste zu Ende gelesen haben .
Warum las er nicht weiter ?
Die Mutter legte ihre Arbeit auf den Tisch .
> Die Farbe , greift meine Augen so an < sagte sie .
> Das Kerzenlicht ist nicht gut .
Ich möchte auf keinen Fall müde Augen haben , wenn euer Vater nach Hause kommt .Es muss bald soweit sein .Peter klappte das Buch zu .
Da ist euer Vater an der Tür .<

Bob war fröhlich und sprach mit ihnen freundlich .
> Du warst dort ? < Meinten sie .
> Die Stelle ist ganz grün . Armes kleines Kind .< Sagte er .
Ging nach oben ...
Er betrat den Raum , der schon weihnachtlich geschmückt war .
Dicht neben dem Kind stand ein Stuhl ,
man merkte , das erst vor kurzem jemand dagewesen war .
Als er ein wenig nachgedacht hatte , küsste er das kleine Gescht .
Er hatte sich abgefunden mit dem was geschehen war und
ging recht glücklich wieder hinunter .
> Wir werden den kleinen Tim niemals vergessen .<
> Nein , niemals < sagten alle .

> Geist , etwas teilt mir mit , das ein Abschied bevorsteht <

Der Geist der zukünftigen Weihnachten brachte ihn ,
in die Gegend der Geschäftsleute , zeigte aber nie Scrooge .
Auch der Geist hielt sich nirgends auf , ging ununterbrochen weiter
zu dem gewünschten Ziel , bis Scrooge ihn anflehte einen Augenblck zu verweilen.
> In diesem Hof den wir jetzt durcheilen ist meine Arbeitsstätte .
Lass mich erblicken , was künftig aus mir wird .
Der Geist blieb stehen.Die Hand zeigte woanders hin .
> Das Haus da drüben - , warum zeigst du weg ? < Rief Scrooge aus .
Der unerbittliche Finger zeigte weg.Es war noch ein Büro , aber nicht seins .
Die Möbel waren anders und die Gestalt im Sessel war nicht er .
Die Erscheinung wies immer noch in dieselbe Richtung .
Er schloss sich ihr an und sie blieben vor einem Eisentor stehen .
Ein Friedhof .Hier lag also der unglückliche Mann dessen Namen er jetzt erfahren sollte .
Der Geist stand zwischen den Gräbern und wies auf eines hin .
Zitternd ging Scrooge darauf zu . > Sind das Schatten von Dingen
die sein werden , oder von denen die sein können ? <
> Die Wege der Menschen deuten ein bestimmtes Ende voraus , auf das
sie hinführen , wenn man auf ihnen beharrt , aber wenn man von den Wegen abweicht , ändert sich auch das Ende . < Sagte Scrooge .
Der Geist stand regungslos wie immer .
Er folgte zitternd dem Finger zum Stein eines vernachlässigten Grabes
auf dem sein Name stand : - Ebenezer Scrooge - .
> Nein , o nein <
Der Finger war noch immer dort .
> Geist , hör mich an , ich bin nicht mehr der Mann , der ich einmal war .
Ich will nicht mehr der sein . der ich ohne dieses Dazwischentreten sein muss .Warum zeigst du mir alles , wenn ich ohne Hoffnung bin ? <

Zum ersten mal schien die Hand zu schwanken .

> Guter Geist , < dabei fiel er zu Füssen , > deine Natur verwendet sich für mich und hat Mitleid mit mir .Gib mir Gewissheit , dass ich diese Schatten , die du mir gezeigt hast , noch durch einen anderen Lebenswandel ändern kann ! Ich will Weihnachten in Ehren halten und versuchen , es das
ganze Jahr hindurch zu tun .<
Die gütige Hand zitterte.
In seiner Todesangst ergriff er die Geisterhand , sie aber war stärker und stiess ihn zurück .
Während er die Hände zu einem letzten Gebet erhob , sah er eine Veränderung an der Kopfbedeckung und Bekleidung der Erscheinung vor sich gehen.Sie schrumpfte ein und fiel zusammen und verschwand in einem Bettpfosten .

Das Ende vom Lied .......

Es war sein eigener Bettpfosten .Das Bett war sein eigenes . Das beste
und beglückendste war jedoch , dass die vor ihm liegende Zeit sein war ,
um Geschehenes gutzumachen .
O , Jacob Marley , der Himmel und Weihnachten und die Weihnachtszeit seien dafür gepriesen !
Er sah , seine Bettvorhänge waren nicht heruntergerissen , er nahm einen in seine Armen .
Die Schatten der Vergangenheit können verbannt werden , ich weiss es .
Seine Erregung wurde durch die Kirchenglocken eingedämmt , die das
fröhliche Geläute erschallen liessen , dass er je vernommen hatte .
O herrlich , herrlich ....
Er öffnte das Fenster > Was für ein Tag ist heute , Junge ?<
> Na , Weihnachten <
>Kennst du das Geflügelgeschäft an der übernächsten Ecke ?<
> Und ob ich das kenne <
> Weisst du ob der preisgekrönte grosse Truthahn noch da ist ?<
> Er hängt noch da <
> Dann geh und kauf ihn <
> Unsinn <
> Nein , nein , ich meine es ernst , lass ihn herbringen . Damit ich Anweisung geben kann wo er hingebracht werden soll .Komm mit dem Mann zurück , ich schenke dir drei Schilling .Kommst du in weniger als
fünf Minuten zurück schenke ich dir eine halbe Krone . <
Der Junge schoss davon .
Ich werde ihn Cratchits Familie schicken .
Sie sollen nicht wissen von wem er ist .
Er war zweimal so gross wie Tim .
Er ging zur Tür um für den Geflügelhändler bereit zu stehen .
Sein Blick fiel auf den Türklopfer - ich werde ihn lieben so lange ich lebe-.
Früher habe ich ihn kaum beachtet . Dabei ist er wunderschön .
Da kommt der Truthahn .
> Hallo , wie geht es ? Frohe Weihnachten .<
> Aber es ist unmöglich ihn bis nach Camden Town zu tragen .
Sie brauchen eine Droschke .<
Das Kichern mit dem er den Truthahn , den Jungen und die Droschke bezahlte wurde nur von Kichern übertroffen , mit dem er sich atemlos
in einen Sessel fallen liess .
Seine Hand zitterte und es fiel ihm nicht leicht sich zu rasieren .
Er zog seinen allerbesten Anzug an und ging auf die Strasse.
Wünschte jedem ' Frohe Weihnachten ' , und ging ein dutzendmal an der Tür hin und her , bevor er fragte > Ist der Herr zu Hause ? <
< Ja ,Sir < sagte das freundliche Mädchen .
Scrooge schien alles viel freundlicher seit der ' Erscheinungen ' .
< Wenn es Ihnen recht ist führe ich sie hinein .<
> Danke , er kennt mich < sagte Scrooge .
Er schob seinen Kopf vorsichtig durch die Tür , alles war festlich gedeckt .
> Fred < Du lieber Himmel , wie seine angeheiratete Nichte da hochfuhr .
> Du meine Güte wer ist denn das ? <
> Ich bins . Dein Onkel Scrooge , lässt du mich herein ? Ich bin zum Essen gekommen .<
In fünf Minuten fühlte er sich zu Haus .

Am nächsten Morgen war er zeitig im Büro .
Wenn er nur als erster da wäre und Bob beim Zuspätkommen erwischen könnte .Es gelang ihm wirklich .Die Uhr schlug neun .
Kein Bob , 1 / 4 10 ,..
Er kam volle achzehneinhalb Minuten zu spät .
Scrooge sass bei halbgeöffneter Tür , damit er ihn erwischen konnte .
> Hallo ! < sagte er mit verstellter Stimme so gut er konnte .
> Was denken Sie sich eigentlich erst um diese Zeit zu kommen ?<
> Tut mir leid , ich habe mich verspätet .<
> Wirklich ? Ich glaube auch ! Kommen Sie mal hierher , wenn ich bitten darf. <
> Es ist nur einmal im Jahr < wandte Bob ein .
> Ich bin nicht gewillt das noch länger mit anzusehen , -<
dabei stiess er Bob vor die Brust ,
> und deshalb , möchte Ihr Gehalt erhöhen .<
Bob taumelte in seinen Kasten zurück .Er hatte Angst bekommen .
> Frohe Weihnachten , Bob , < sagte Scrooge mit einer Ernsthaftigkeit ,
die nicht missverstanden werden konnte , > Ein fröhlicheres ,als das,was
Sie bisher hatten.
> Heizen sie tüchtig ein und kaufen Sie einen Kohlenkasten , bevor Sie auch nur ein Tüpfelchen auf ein i setzen , Bob Cratchit ! <
Scrooge zeigte sich noch besser als seine Worte waren .
Er tat noch mehr und wollte der Familie helfen , die so schwer betroffen war und der kleine Tim musste nicht sterben .Dem kleinen Tim war er ein zweiter Vater .
Er wurde ein guter Vorgesetzter , ein guter Freund ,und ein guter Mensch .
Einige lachten , als sie die Veränderung sahen , aber er kümmerte sich nicht darum .
Er wusste , das nichts Gutes geschah , ehe es nicht von einigen Leuten belacht wurde .
Er wusste , dass manche Menschen eben blind waren .Er hielt es für
ebenso gut , dass sich Lachfältchen an den Augen bildeten , als wenn
ihre Krankheit weniger anziehende Formen annähme .
Sein Herz lachte und das genügte ihm voll und ganz .
Mit Geistern hatte er keinen weiteren Umgang mehr ,
lebte auch später nach dem Prinzip völliger Enthaltsamkeit .
Ihm wurde nachgesagt , er könne Weihnachten so feiern wie kein anderer
Lebender dies könnte .

Möge dies auch von uns ehrlich gesagt werden , von uns allen !
Und , wie der kleine Tim bemerkte
> Gott segne einen jeden von uns ! <

'Herr erhalte mein Gedächtnis frisch '
Charles Dickens
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