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| Autor |
Nachricht |
| Kurzgeschichten - Der stolze Pfau |
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Verfasst am:
10.12.2009, 07:03

Kurzgeschichten
Der stolze Pfau
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Auf einer Wiese lagerten viele Schafe,
kleinere, größere, dickere, dünnere.
Da kam ein Pfau daherstolziert und
sah die Herde.
'Was für häßliche und unansehliche
Tiere', dachte er.
'Wie gut, daß ich so schön und perfekt
bin, anders als diese dummen, hilflosen,
Schafe'.
Dann lief auf einmal einer der Hirtenhunde
auf ihn zu und sprach:
"Du Pfau, es ist gefährlich, so außerhalb
zu stehen. Die Wölfe werden kommen
und alles reißen, was ungeschützt ist."
'Pah', antwortete der Pfau.
'Ich sehe nirgends Wölfe, der Himmel ist
klar, die Sonne scheint und ihr Hirtenhunde
wollt einem sowieso immer nur Märchen erzählen,
damit Ihr jemanden beschützen könnt
und selbst nicht arbeitslos werdet'.
Und noch stolzer geworden, stolzierte
der stolze Pfau auf der Straße auf und ab,
um alle vorbeiziehenden Tiere zu beeindrucken.
Nur die Schafe ließen sich nicht sonderlich beeindrucken.
Gelegentlich schauten sie Ihm zwar zu, während sie
Gras kauten, kümmerten sich jedoch bald wieder um
andere Dinge.
'Wie kann man nur ein Schaf sein', lästerte
der stolze Pfau, 'so dumm, so häßlich
und erfolglos. Keine Selbstverwirklichung
möglich und ihr einziger Reichtum, die Wolle,
lassen sie sich obendrein auch noch abnehmen.
Ich werde meine Federnpracht niemals jemandem abgeben'.
Da kam der Hirte auf den Pfau zu. Er hatte seine
Gedanken gelesen und sprach ihn direkt darauf an:
"Du Pfau, die Schafe geben Ihre Wolle ab, um damit
andere zu wärmen. Du wärmst mit Deinem Pfauenkleid
niemanden, außer Dich selbst."
'Na und?', fauchte Ihm der stolze Pfau entgegen.
'Ich brauche auch niemanden'.
'Ich bin nicht so hilflos, wie diese Schafe, die Dich
als Hirten und diese Hirtenhunde dazu benötigen'.
Dann kam der Abend und es wurde langsam dunkel.
Die Stimmung veränderte sich ebenso.
Der stolze Pfau hatte sich einen Schlafplatz am
Waldesrand zurecht gemacht. Von hier aus,
könnte er die Schafherde bei Tageslicht gut sehen
und weiterspotten, so dachte er.
Da tauchten auf einmal -wie aus dem Nichts-
mehrere dunkle Gestalten auf.
Sie kamen aus dem Wald und verständigten
sich lautlos, nur durch Zeichensprache. Der stolze
Pfau bekam Angst und wurde sehr unruhig als er dies
bemerkte, denn er hatte noch nicht geschlafen.
Schockiert und unter lautloser Panik stehend,
duckte er sich blitzartik und verbarg
seinen Kopf in den Federn, die er nun ganz dicht
an seinen zitternden Pfauenkörper drückte.
Die Gestalten rannten von allen Seiten auf den Ort zu,
wo die Schafherde lagerte. Da zeriss plötzlich ein lauter
Schrei die Stille der Dunkelheit.
"Hirtenhunde, Hirtenhunde, es ist Alarm, die Wölfe
kommen!"
Blitzschnell standen die Hirtenhunde auf den Beinen
und verteilten sich an allen äußeren Grenzen,
rund um die Schafherde.
Der erste Wolf versuchte einen Übefall, dann der zweite.
Alle Hirtenhunde kämpften mit vollem Einsatz, um das
Leben der Schafe zu schützen. Und der Hirte selber,
schlug viele Wölfe -die bereits die Umzäunung
durchbrochen hatten- mit seinem Stecken, so daß sie
den Schafen nicht mehr schaden konnten, sondern sich
winselnd davonmachen mussten.
Als die Morgendämmerung anbrach,
waren alle Schafe unversehrt. Einige Hirtenhunde
waren verwundet und ließen sich vom Hirten behandeln.
Schließlich beruhigte sich die Situation wieder und die
Herde machte sich auf, um weiterzuziehen.
Als sie an den Waldesrand kamen, sahen sie,
wie viele blutverschmierte Pfauenfedern
-überall im Gras verstreut- herumlagen.
Alle schwiegen schockiert.
von Teelicht23
(Das Kopieren dieser Geschichte ist für private Zwecke erlaubt) |
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Sponsor
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Verfasst am:
10.12.2009, 09:03

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Der stolze Pfau
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Hallo Teelicht,
eine wunderschöne Geschichte,
wenn Du es möchtest, setze ich sie auch auf die Kinderseite.
Liebe Grüße
Ann |
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Verfasst am:
10.12.2009, 12:53

Kurzgeschichten
Der stolze Pfau
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Hallo Anne,
freut mich, dass Dir diese
Geschichte gefallen hat..
Ja klar, kannst Du sie
auch auf die Kinderseite setzen.
Ich schreibe gerne auch Geschichten
für Kinder.
Gruß Teelicht23 |
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