> PLAUDERGARTEN

 

 


Neue Antwort erstellen
Neues Thema eröffnen
Autor Nachricht
  Eigene Gedichte von Gästen  -  Wohin ist unsre Zeit?
lonley
BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 00:35  Neue Antwort erstellen
Eigene Gedichte von Gästen
Wohin ist unsre Zeit?
Antworten mit Zitat
Stammgast
Stammgast


Anmeldungsdatum: 12.07.2005
Beiträge: 71

Erinnerst du dich an die Zeit....

wir einst glücklich waren,
alles so unbeschwert,
das einzige was zählte,
dass wir uns haben.

Wo ist sie hin,
diese Zeit?

Wo ist die die Leidenschaft,
die einst in uns brannte?
Erlöscht von all den Schmerzen,
die wir uns immer wieder zufügen?

Wohin die Zärtlichkeiten,
die wir uns einst gaben?
Verschwunden, weit weg,
nun gewichen den Narben?

Wo ist dies stets begleitende Lächeln,
sobald die Gedanken schwanden?
Ertränkt in all den Tränen,
die nun nur noch fließen?

Wohin ist unsre Zeit?

Wohin schwand die Liebe,
die einst endlos erschien?
Immer mehr erdrückt
von der Einsamkeit?

Wo ist sie hin???

die Leidenschaft?
wo sind die Zärtlichkeiten geblieben?
wann schwand das Lächeln?
und was ist mit unsrer Liebe passiert?

Wohin ist unsre Zeit?
Nach oben
Sponsor
Ann
BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 08:46  Neue Antwort erstellen
Eigene Gedichte von Gästen
Wohin ist unsre Zeit?
Antworten mit Zitat
Administrator
Administrator


Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 34401
Wohnort: Gronau

Hallo lonley,

schön, wieder etwas von Dir zu lesen.
Ja, wo ist die Zeit der jungen Liebe? Das Alter und die Vernunft lassen manches abkühlen, zumindest, wenn es immer ein Kampf war. Die Helden werden auch mal müde. Zurück bleibt aber eine Erinnerung, von der man noch lange zehren kann.

Liebe Grüße
Ann
Nach oben
teelicht23
BeitragVerfasst am: 17.01.2010, 21:03  Neue Antwort erstellen
Eigene Gedichte von Gästen
Wohin ist unsre Zeit?
Antworten mit Zitat
Gartenmeister(in)
Gartenmeister(in)


Anmeldungsdatum: 22.01.2008
Beiträge: 799

Liebe Lonely,

es ist nicht immer gleich eine Katastrophe,
einmal zu sich selbst ganz ehrlich zu sein.
Vielleicht stellt man erschreckt fest, dass
der Mensch, mit dem man einst eins zu
sein schien, nunmehr abgekoppelt von einem
lebt. Es ist keine richtige Nähe mehr da und
egal, was man auch tut, es ist, als würde man
mit einem Gespenst kommunizieren.
Vielleicht spekuliert man auf Zeit und denkt,
es wird irgendwann einmal wieder besser.

Und irgendwann fängt man dann an, die
Sehnsucht nach erfüllter Liebe in eine
poetische Welt hinein gleichsam "abzukoppeln",
immer mit dieser Grenze dazwischen, die
verhindern soll, dass sich diese Wünsche
wirklich real verwirklichen. Man lebt sozusagen
in einer Alltags- und einer Traumwelt, etwas
zeitversetzt.

Soll man sich jedoch für eine dieser beiden
Welten verbindlich entscheiden, weicht man
vielleicht erschreckt zurück und verkriecht
sich wieder in sein Schneckenhaus.
Beide Welten zusammen zu leben, scheint
einem Akt der Unmöglichkeit zu gleichen.
Schmerzvolle Erfahrungen und tiefe Verletzungen,
spielen hierbei eine oft nicht unmaßgebliche Rolle.

Vielleicht hat man auch Angst, sich selbst zu
verlieren, in diese Traumwelt "aufgesogen" zu
werden und krallt sich zum Selbstschutz an
einer dieser Welt entgegengesetzten nüchternen
Alltagstrottwelt fest. Man lebt dann wie ein
Aschenputtel vor sich her und träumt doch von dem
Königssohn mit dem weißen Pferd, der einen
irgendwann aus dieser Not erlösen wird.

Aber dieser Königssohn wird nur dann akzeptiert,
wenn er sich von den vielen falschen Prinzen des
Alltages so zu unterscheiden vermag, daß er das
Aschenputtel auch verzaubert und Sie sich in der
Nähe des Königssohnes wie seine Prinzessin fühlt.

Nun kann es aber sein, dass es dem Königssohn in
seinem Alltag genauso geht und sich diese beiden
Welten so deshalb im Grunde nur ganz selten treffen
können, nämlich wenn zum Beispiel außergewöhnliche
Ereignisse mit außergewöhnlichen Stimmungen
stattfinden, bei denen beide irgendwie zusammenkommen.

Mindestens eine(r) von beiden, muss sich in diesem
Märchenspiel verwandeln können, damit es
funktioniert. Das beweist gleichzeitig, dass echte
Liebende sich auf einer Ebene bewegen, die höher ist,
als die, auf der eine(r) sich im Alltag alleine
bewegt. Jetzt habe ich Dir das alles schön logisch
erklärt, nicht wahr? Aber wirklich erklären kann ich es
Dir nicht..

LG teelicht23
Nach oben
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde

Seite 1 von 1
gedichte-garten.de Foren-Übersicht  -  Eigene Gedichte von Gästen

Neue Antwort erstellen

 

Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Die Zeit vergeht achatscheibe Eigene Gedichte von Gästen 2 24.01.2012, 18:40 Letzten Beitrag anzeigen
Nach langer Zeit mla wieder hier Sturm Plaudern auf der Gartenbank 1 28.12.2011, 23:59 Letzten Beitrag anzeigen
"Kleinste Zeit" Eugen Pawlowski Eigene Gedichte von Gästen 3 19.12.2011, 08:18 Letzten Beitrag anzeigen
zeit zu gehen cahenzli95 Eigene Gedichte von Gästen 2 10.12.2011, 22:38 Letzten Beitrag anzeigen
Unsre Wege wegen Black Skorpion Eigene Gedichte von Gästen 4 07.12.2011, 11:05 Letzten Beitrag anzeigen

Annegret Kronenberg © 2004-2006 | Alle Rechte vorbehalten | Inhalt | Lyrik | Liebesgedichte | Gedichte & Poesie | Adventskalender basteln | Internet Forensicherheit