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  Plaudern auf der Gartenbank  -  Hallo , was mich völlig fertig macht ....
rita
BeitragVerfasst am: 16.01.2010, 07:15  Neue Antwort erstellen
Plaudern auf der Gartenbank
Hallo , was mich völlig fertig macht ....
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Gartenmeister(in)
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Anmeldungsdatum: 14.10.2007
Beiträge: 3158

Was mich völlig fertig macht
ist Haiti - , der neue Fall - ,
der entstanden ist aus dem Knall ,
welcher kurz der Erde sich entrang ,
alle sind noch immer bang .

Trauer , Verstörtheit , sind zu sehen ,
verletzt liegen , sitzen die Menschen da,
Tote sind abgedeckt zu sehen ,
wie wütend doch die Erde war.

Bebend riss sie laut sich auf ,
drang heraus ,
schleuderte ihr Innerstes
ganz hinaus .

Durch das Beben rissen Wände ,
fielen Steinblöcke herab ,
manche retteten sich behende ,
anderen wurd es zum Grab.

Trostlos , schmerzend , grosse Not ,
nicht ein Tröpfchen Wasser
ist mehr zu geniessen,
und es gibt keinen Bissen Brot .

Helfer kommen mit viel Ausrüstung ,
Flug verzögerte sich aber doch -
dann endlich sind sie im Einsatz ,
Menschen prügeln sich jetzt noch .

Sind halb verdurstet , fast verhungert ,
tagelang gab es nichts mehr ,
o , wie - , was -, zerstörte Ordnung ?
Hier geht wirklich gar nichts mehr .

Krankenhäuser eingestürzt -
Helfer liegen selbst am Boden .
Nonnen auch ihr Grab gefunden ,
Trauer zieht nun seinen Bogen.

Sogar das Gefängnis brach auf ,
liess hinaus die bösen Buben ,
die sich nun tummeln unters Volk
stürmten jetzt die Nahrungsstuben .

Weh , o weh - , nur sich selber
sieht jeder der Verängstigten,
keine Spur von Mitleid
gegenüber der Verletzten .


Nur der Überlebensinstinkt zählt jetzt noch ,
haben sie denn schon vergessen
alle Not herum um sich ?
Drängen mit Gewalt , sie lässt alles kalt .


Endlich treffen Helfer ein - total verwüstet ist die Insel ,
um die Not zu beseitigen , fliegen , fahren , laufen sie .
Die ist so schnell nicht in den Griff zu kriegen ,
denn zu lang schon dauert sie .

Unter Trümmern liegen Menschen ,
Rettung naht - ,sie leben noch - !
Schlimm denn seit Menschengedenken ,
kommen solche Beben doch .

Aber wenn zu arm ein Land -
Katastrophen vorgebahnt -
Hilfsfonds werden gern genommen
doch die Selbstständigkeit erlahmt .

Und nun mischt sich erneut das Volk -
alle arm , weil alles verloren ,
nur in Zelten sich anbahnt -
Zukunft - wieder ungeboren .

Diebstahl und Plünderung geht um im Land -
Gewalt dabei , die Gefahr noch unerkannt .
Sogar die Helfer stehen unter Schutz -
hoffentlich hat's was genutzt .
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Ann
BeitragVerfasst am: 16.01.2010, 10:16  Neue Antwort erstellen
Plaudern auf der Gartenbank
Hallo , was mich völlig fertig macht ....
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Administrator
Administrator


Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 34402
Wohnort: Gronau

Hallo Rita,

es zerreißt mich auch. Man steht mit gebundenen Händen davor.
Was können wir außer beten und spenden denn machen? Da wird einem erst richtig klar, wie klein der Mensch ist.
Lasst uns alle darum beten, dass diesen Menschen schnell und gut geholfen wird.

Liebe Grüße
Ann
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Juska
BeitragVerfasst am: 17.01.2010, 12:31  Neue Antwort erstellen
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Hallo , was mich völlig fertig macht ....
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Gartenmeister(in)
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Anmeldungsdatum: 07.10.2006
Beiträge: 3257

hallo rita und Ann,
ich habe da ein Gedicht gefunden. Es heißt Karfreitag und passt zu diesem Thema:
Schauwecker, Heinz
* Regensburg 1894
Dr. med. –Schriftsteller

Karfreitag

Ein jäher Schein flammt zuckend
Ums hohe Kreuz auf Golgotha.
Brennt um die Dornenkrone,
um die von Qual zerfurchte Stirn,
das schmerzzerrissene Antlitz.
Wundmale glühen tiefer noch,
die Augen brechen, die mit letztem Blick
der durstverstummten Lippen Bitte wiederholen,
das Wort voll göttlichen Erbarmens:
„Verzeihe Vater, denn sie wissen nicht, Verzeihe!“
Die Erde bebt, von Leid und Furcht geschüttelt.
Verhüllen lass uns schweigend unser Angesicht,
da alles frohe Leuchten sterben geht
und eisig Dunkel auf die Erde niederstürzt!
„Verzeihe, Vater denn sie wissen nicht, verzeihe!“
Wie oft muss er noch dies: Verzeihe! Sprechen,
da sie ihn immer wieder töten, schlagen
ans Kreuz von Golgotha, die blinden Toren,
mit ihrem angemaßten Recht, in augenlosem Hass,
der ihn in seinen Brüdern, Schwestern peinigt,
in kleinen Kindern selbst verfolgt!
Sie alle müssen leiden, dürfen sterben, immer wieder,
und er in ihnen: Ewige Karfreitagsstunde,
da Gottes Sohn um uns ans Kreuz geschlagen wird!
Die Erde bebt von Leid und Furcht geschüttelt.
Verhüllen lass uns schweigend unser Angesicht,
da alles frohe Leuchten sterben geht
und eisig Dunkel auf die Erde niederstürzt!

liebe Grüße Juska
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