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| Gedichte - August Heinrich Hoffmann von Fallersleben |
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Verfasst am:
17.01.2009, 19:36

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Wenn sieben Stern auch niedersinken ,
so bleibt der achte hell und klar .
Will heute mir kein Äuglein blinken ,
so find ich nächstens schon ein Paar .
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Die dunkle Nacht , sie ist verschwunden ,
verschwunden ist das bange Leid ;
es mahnen euch die heitern Stunden ,
dass ihr wie sie auch heiter seid .
Bei diesem schönen Sonnenschein ,
wer möchte da nicht fröhlich sein !
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Wie dir die Lilien blühten ,
so blüht mein Herz wie sie ;
wie ich deines Sangs nicht vergessen ,
vergess ich dein auch nie . |
Zuletzt bearbeitet von rita am 17.01.2009, 21:17, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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Verfasst am:
17.01.2009, 19:53

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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O glücklich , wer ein Herz gefunden ,
das nur in Liebe denkt und sinnt
und mit der Liebe treu verbunden
sein schönres Leben erst beginnt !
Wo liebend sich zwei Herzen einen ,
nur eins zu sein in Freud und Leid ,
da muss des Himmels Sonne scheinen
und heiter lächeln jede Zeit .
Die Liebe , nur die Lieb ist Leben :
Kannst du dein Herz der Liebe weihn ,
so hat dir Gott genug gegeben ,
freu dich , die ganze Welt ist dein . |
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Verfasst am:
17.01.2009, 20:00

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Nur liebend ist dein Herz ein Herz
Was ist die Welt , wenn sie mir dir
durch Liebe nicht verbunden ?
Was ist die Welt , wenn du in ihr
nicht Liebe hast gefunden ?
Verklage nicht in deinem Schmerz
des Herzens schönste Triebe !
Nur liebend ist dein Herz ein Herz ,
was ist es ohne Liebe ?
Wenn du die Liebe nicht gewannst ,
wie kannst du es ermessen ,
ob du ein Glück gewinnen kannst ,
ob du ein Glück besessen ? |
Zuletzt bearbeitet von rita am 24.01.2009, 14:51, insgesamt einmal bearbeitet |
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Verfasst am:
17.01.2009, 20:09

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Der Freundschaft Immergrün
Glücklich , was in Lieb und Treue
sich hienieden einst verband
und sich immerfort aufs neue
noch wie weiland wiederfand !
Schön wie eine liebe Sage
klinget die Erinnerung ,
und im Zauber schöner Tage
fühlt das Herz sich wieder jung .
So nur gibt's für uns kein Alten,
kein Verwelken , kein Verblühn ,
wenn wir treu verbunden halten
fest der Freundschaft Immergrün . |
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Verfasst am:
17.01.2009, 20:15

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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O wie ist es kalt geworden
und so traurig öd und leer !
Rauhe Winde wehn von Norden
und die Sonne scheint nicht mehr .
Schöner Frühling , komm doch bald !
Bring uns Blumen , Laub und Lieder ,
schmücke wieder Feld und Wald .
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Schneeglöckchen
Schneeglöckchen , ei , du bist schon da ?
Ist denn der Frühling schon so nah ?
Wer lockte dich hervor ans Licht ?
Trau doch dem Sonnenscheine nicht !
Wohl gut er's eben heute meint ,
wer weiss , ob er dir morgen scheint ?
>Ich warte nicht , bis alles grün ;
wenn meine Zeit ist , muss ich blühn .
Der mich erschuf für diese Welt ,
heisst blühn mich , wann es ihm gefällt ;
er denkt bei Schnee und Kälte mein ,
wird stets mein lieber Vater sein .<
Hyazinthen (Hyacinthus orientales )
So hör doch , was die Lerche singt !
Hör , wie sie frohe Botschaft bringt !
Es kommt auf goldnem Sonnenstrahl
der Frühling heim in unser Tal ,
er streute bunte Blumen aus
und bringt Freud' in jedes Haus .
Hoffmann von Fallersleben
1798 -1874 |
Zuletzt bearbeitet von rita am 23.02.2009, 21:22, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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Verfasst am:
17.01.2009, 20:31

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Man muss von Freuden scheiden
in schöner Sommerzeit
und , was uns lieb war , meiden ,
das ist ein herbes Leid .
Doch kann ein Trost hernieden
versüssen uns den Schmerz :
Was Schönes uns beschieden ,
behält ein dankbar Herz .
Willkommen , schöne Stunden !
Mögt ihr euch bald erneun ,
dass wir so treu verbunden
uns wiederum erfreun .
Wir wollen sein zufrieden
mit dem was Gott verlieh ;
ist auch die Zeit geschieden ,
das Schöne scheidet nie . |
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Verfasst am:
17.01.2009, 20:47

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Frühlingslied
Der Frühling hat sich eingestellt ;
wohlan , wer will ihn sehn ?
Der muss hinaus ins freie Feld ,
ins grüne Feld nun gehn .
Er hielt im Walde sich versteckt ,
dass niemand ihn mehr sah ;
ein Vögelein hat ihn aufgeweckt ,
jetzt ist er wieder da .
Jetzt ist der Frühling wieder da ;
ihm folgt wohin er zieht ,
nur lauter Freude fern und nah
und lauter Spiel und Lied ,
Und allen hat er , gross und klein ,
was Schönes mitgebracht ;
und sollt's auch nur ein Sträusschen sein ,
er hat an uns gedacht .
Drum frisch hinaus ins freie Feld ,
ins grüne Feld hinaus !
Der Frühling hat sich eingestellt ;
wer bliebe da zu Haus ? |
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Verfasst am:
17.01.2009, 20:54

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Der Toten Frühlingsruf
So wird noch mancher Lenz sich zeigen
und nehmen seinen Aufenthalt
auf Blumen hier und dort auf Zweigen
und überkleiden Flur und Wald .
Wir aber sind wie Träum und Schatten
getreten aus der Wirklichkeit ,
und was wir sonst im Leben hatten ,
erfüllt schon nicht mehr Raum und Zeit . |
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Verfasst am:
17.01.2009, 21:02

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Herz , werde froh !
Herz, werde froh ! Herz ,werde kühn !
Auch dir ein Frühlingsmorgen tagt .
Vergiss des Lebens Sorg und Mühn
und alles , was dich härmt und plagt !
Herz , werde froh ! Herz ,werde kühn !
Es laubt der Wald ,das Feld ist grün ,
am blauen Himmel Sonnenschein ,
auch dir des Frühlings Blumen blühn ,
was Gott gibt allen , ist auch dein .
Herz , werde froh ! Herz , werde kühn ! |
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Verfasst am:
17.01.2009, 21:06

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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....Doch mir gehört die hohe Himmelsfeste ,
der Frühling und der Sonnenschein ;
behaltet eure Schlösser und Paläste !
Ich singe - und die Welt ist mein . |
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Verfasst am:
24.01.2009, 14:35

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Gott und die Zeit
Nur ein Pfad ist unser Leben,
unsre Freud und unser Glück :
Was der Himmel hat gegeben ,
nimmt er wiederum zurück .
Was wir waren , was wir hatten
was wir haben , was wir sind ,
alles ist wie Traum und Schatten ,
alles mit der Zeit verrinnt .
Lass das Weinen ! Lass das Klagen !
Fasse Mut in deinem Leid !
In des Lebens trübsten Tagen
gibt Gott Trost nur und die Zeit . |
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Verfasst am:
25.01.2009, 15:22

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Stimme aus der Wüste
Stark sei dein Mut und rein dein Herz !
Und tönt's auf allen Seiten :
Die schlimme Zeit ! Die böse Welt !
Du wagst dich frisch hinaus ins Feld ,
das Schlechte zu bestreiten .
Rein sei dein Herz und stark dein Mut !
Dann bist du wohl gebettet .
Und setzt dich der Menschen Neid
hinaus in Wind und Wellenstreit ,
auch Moses ward errettet .
Nicht unsre Zeit sei deine Zeit !
Die deine stets die beste !
Rein sei dein Herz und stark dein Mut ,
dass Gottes Lieb auch Wunder tut
an deinem Osterfeste ! |
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Verfasst am:
06.03.2009, 12:57

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Die Liebe
Der Winter bringt mich nicht zum Schweigen
mit seiner Kält ' und seinem Schnee .
Die Liebe sitzt auf Blütenzweigen
und singt ihr ewig Wohl und Weh .
Sie weiss nicht , ob es stürmt und regnet ,
sie weiss nicht , ob es friert und schneit :
Der Herr der Welt hat sie gesegnet ,
vom Fluch der Kreatur befreit . |
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Verfasst am:
06.03.2009, 13:04

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Pfingsten
Wieder naht der Liebe Geistb,
Der dem Ärmsten , dem Geringsten ,
Allen tröstend sich erweist .
Blumen blühen aller Orten ,
Und den holden Blumen gleich
kündet mit der Liebe Worten
Er das neue Himmelreich .
Lasst uns Mai'n und Sträusse pflücken
Nach der Väter schönem Brauch !
Lass uns Haus und Türen schmücken ,
Aber unsre Herzen auch !
Denn der Geist der Liebe kehret
Nur in reine Herzen ein ,
Da nur weilet er und lehret ,
Gottes Kinder hier zu sein . |
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Verfasst am:
31.10.2011, 19:34

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Unheilbare Krankheit
Helgoland August 1842
Freunde, geht ins Seebad!
Jedes Leid und Weh
Lindert und beschwichtigt,
Scheucht und heilt die See!
Jedem wird Genesung
In der See zuteil,
Jedem Rang und Stande
Bringt das Seebad Heil.
Wer auf festem Lande
Nirgend Heilung fand,
Wird sie wahrlich finden
Dort in Helgoland. -
Vetter Michel höret
Dieses frohe Wort,
Macht sich auf und eilet
Nach der See sofort
Und er badet täglich
In des Weltmeers Flut,
Denn er weiß, das Seebad
Machet alles gut.
Und er nimmt der Bäder
Fünfzig an der Zahl,
Und er badet täglich,
Wie's der Arzt befahl.
Wie er ist, so bleibt er -
Von Philisterei
Wird man auch im Weltmeer
Nun und nimmer frei. |
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