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Nachricht |
| Gedichte - August Heinrich Hoffmann von Fallersleben |
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Verfasst am:
23.09.2004, 21:27

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Wer hat die schönsten Schäfchen?
Wer hat die schönsten Schäfchen?
Die hat der gold'ne Mond,
Der hinter jenen Bäumen
Am Himmel droben wohnt.
Er kommt am späten Abend,
Wenn alles schlafen will,
Hervor aus seinem Hause
Zum Himmel leis' und still.
Dann weidet er die Schäfchen
Auf seiner blauen Flur,
Denn all' die weißen Sterne
Sind seine Schäfchen nur.
Sie tun uns nichts zu Leide
Hat eins das and're gern,
Und Schwestern sind und Brüder
Da droben Stern an Stern.
Und soll ich dir ein's bringen,
So darfst du niemals schrei'n,
Mußt freundlich wie die Schäfchen
Und wie ihr Schäfer sein. |
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Verfasst am:
23.09.2004, 21:27

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Das Lied der Deutschen
Deutschland, Deutschland über alles,
Über alles in der Welt,
Wenn es stets zu Schutz und Trutze
Brüderlich zusammenhält.
Von der Maas bis an die Memel,
Von der Etsch bis an den Belt -
Deutschland, Deutschland über alles,
Über alles in der Welt!
Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang
Sollen in der Welt behalten
Ihren alten schönen Klang,
Uns zu edler Tat begeistern
Unser ganzes Leben lang -
Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang!
Einigkeit und Recht und Freiheit
Für das deutsche Vaterland!
Danach laßt uns alle streben
Brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
Sind des Glückes Unterpfand -
Blüh' im Glanze dieses Glückes,
Blühe, deutsches Vaterland! |
Zuletzt bearbeitet von Ann am 10.01.2006, 19:50, insgesamt einmal bearbeitet |
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Verfasst am:
23.09.2004, 21:28

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Mauskätzchen
"Mauskätzchen; wo bleibst du?
Mauskätzchen, was treibst du?
In unserem Häuschen
Sind schrecklich viel Mäuschen:
Sie pfeifen und rappeln,
Sie trippeln und trappeln
In Kisten und Schränken,
Auf Tischen und Bänken;
Sie stehlen und naschen
Und will man sie haschen:
Wupp! sind sie fort!"
"Du rufst mich, da bin ich!
Sei still, nun beginn ich
Ein Tänzchen mit allen,
Das soll dir gefallen.
Erst sitz' ich,
Dann schleich' ich,
Dann nah' ich,
Dann weich' ich,
Dann leg' ich mich nieder,
Dann heb' ich mich wieder,
Dann schwing' ich mein Schwänzchen
Und schnurre zum Tänzchen,
Wupp! sind sie da!
Sie tanzen im Kreise
Auf närrische Weise,
Hopp heißa! so munter
Hinauf und herunter.
Dann fass' ich beim Ohr sie,
Dann werf' ich empor sie;
Und fallen sie nieder,
Dann fang' ich sie wieder.
Und will dann die Maus doch
Nun endlich ins Mausloch -
Wupp! beiß' ich sie tot!" |
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Verfasst am:
23.09.2004, 21:29

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Sehnsucht nach dem Frühling
O wie ist es kalt geworden
Und so traurig, öd' und leer!
Rauhe Winde weh'n von Norden
Und die Sonne scheint nicht mehr.
Auf die Berge möcht' ich fliegen,
Möchte seh'n ein grünes Thal,
Möcht' in Gras und Blumen liegen
Und mich freu'n am Sonnenstrahl;
Möchte hören die Schalmeien
Und der Heerden Glockenklang,
Möchte freuen mich im Freien
An der Vögel süßem Sang.
Schöner Frühling, komm doch wieder,
Lieber Frühling, komm doch bald,
Bring' uns Blumen, Laub und Lieder,
Schmücke wieder Feld und Wald!
Ja, du bist uns treu geblieben,
Kommst nun bald in Pracht und Glanz,
Bringst nun bald all deinen Lieben
Sang und Freude, Spiel und Tanz. |
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Verfasst am:
10.01.2006, 19:51

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Nicht mit Rosen und Violen
Will ich schmücken dir das Haar -
Güldne Sterne will ich holen
Von des Himmels Hochaltar.
Nennt es immer ein Verbrechen
Und ein gottvergessen Lied!
Ja, ich wag es auszusprechen,
Was mir Gott im Traume riet.
Und die güldnen Sterne pflück ich
Wie die Blumen auf der Flur,
Und mit solchen Blumen schmück ich
Deine dunkeln Locken nur. |
Zuletzt bearbeitet von Ann am 24.07.2006, 18:12, insgesamt einmal bearbeitet |
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Verfasst am:
27.04.2006, 18:55

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Liebe und Frühling
Ich muss hinaus, ich muss zu dir,
Ich muss es selbst dir sagen:
Du bist mein Frühling, du nur mir
In diesen lichten Tagen.
Ich will die Blumen nicht mehr sehn,
Nicht mehr die grünen Matten,
Ich will nicht mehr zu Walde gehn
Nach Duft und Klang und Schatten.
Ich will nicht mehr der Lüfte Zug,
Nicht mehr der Wellen Rauschen,
Ich will nicht mehr der Vögel Flug
Und ihrem Liede lauschen.
Ich will hinaus, ich will zu dir
Ich will es selbst dir sagen:
Du bist mein Frühling, du nur mir,
In diesen lichten Tagen. |
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Verfasst am:
24.07.2006, 18:12

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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1. Abend wird es wieder,
Über Wald und Feld
Säuselt Frieden nieder
Und es ruht die Welt.
2. Nur der Bach ergießet
Sich am Felsen dort,
Und er braust und fließet
Immer, immer fort.
3. Und kein Abend bringet
Frieden ihm und Ruh,
Keine Glocke klinget
Ihm ein Rastlied zu.
4. So in deinem Streben
Bist, mein Herz, auch du:
Gott nur kann dir geben
Wahre Abendruh. |
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Verfasst am:
03.11.2006, 18:50

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Die Waise
Der Frühling kehret wieder,
Und alles freuet sich,
Ich blicke traurig nieder,
Er kam ja nicht für mich.
Was soll mir armen Kinde
Des Frühlings Pracht und Glanz?
Denn wenn ich Blumen winde,
Ist es zum Totenkranz.
Ach! keine Hand geleitet
Mich heim ins Vaterhaus,
Und keine Mutter breitet
Die Arme nach mir aus.
O Himmel, gib mir wieder,
Was deine Liebe gab
Blick ich zur Erde nieder,
So seh ich nur ihr Grab. |
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Verfasst am:
21.03.2007, 12:35

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Die Bäume blühen überall,
die Blumen blühen wieder,
und wieder singt die Nachtigall
nun ihre alten Lieder.
O glücklich, wer noch singt und lacht,
dass auch der Frühling sein gedacht. |
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Verfasst am:
08.07.2007, 20:55

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Sommermorgen
O Sommermorgen, wie bist du so schön,
So schön im Thal und auf den Höhn!
Wenn's Morgenrot aus Osten strahlt
Und golden den Saum der Wolken malt,
Und mit immer glänzend röterer Glut
Auf den Wipfeln der dunkelen Wälder ruht;
Wenn Halm' und Blumen in Flur und Au
Frisch duften im kühlen Morgentau;
Wenn durch des Waldes Stille der Quell
Vorüber rieselt silberhell;
Wenn durch die Blätter säuselt der Wind
Und im Felde die Lerch' ihr Lied beginnt:
Dann muss das Herz in Andacht beben
Und auch gen Himmel sein Lied erheben |
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Verfasst am:
18.01.2008, 17:42

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Mein Vaterland
Treue Liebe bis zum Grabe
schwör ich dir mit Herz und Hand ;
was ich bin und was ich habe ,
dank ich dir , mein Vaterland .
Nicht in Worten nur und Liedern
ist mein Herz zum Dank bereit ;
Mit der Tat will ich's erwidern
dir in Not , in Kampf und Streit .
In der Freude , wie im Leide
ruf ich 's Freund und Feinden zu :
ewig sind vereint wir beide ,
und mein Trost , mein Glück bist du .
Treue Liebe bis zum Grabe
schwör ich dir mit Herz und Hand :
was ich bin und was ich habe ,
dank ich dir , mein Vaterland . |
Zuletzt bearbeitet von rita am 18.01.2008, 17:59, insgesamt einmal bearbeitet |
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Verfasst am:
18.01.2008, 17:56

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Mein Lieben
Wie könnt ich dein vergessen !
Ich weiß ,was du mir bist ,
wenn auch die Welt ihr Liebstes
und Bestes bald vergißt .
Ich sing es hell und ruf es laut :
Mein Vaterland ist meine Braut !
Wie könnt ich dein vergessen !
Ich weiß was du mir bist .
Wie könnt ich dein vergessen :
dein denk ich allezeit ;
mit dir in Freud und Leid .
ich bin mit dir verbunden ,
ich will für dich im Kampfe stehn
und , soll es sein , mit dir vergehn .
Wie könnt ich dein vergessen !
Dein denk ich allezeit .
Wie könnt ich dein vergessen !
Ich weiß , was du mir bist ,
solang ein Hauch von Liebe
und Leben in mir ist .
Ich suche nichts als dich allein ,
als deiner Liebe wert zu sein .
Wie könnt ich dein vergessen !
Ich weiß , was du mir bist . |
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Verfasst am:
18.01.2008, 18:16

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Auf der Wanderung
Zwischen Frankreich und dem Böhmerwald ,
da wachsen unsre Reben .
Grüß mein Lieb am grünen Rhein ,
grüß mir meinen kühlen Wein !
Nur in Deutschland ,
da will ich ewig leben .
Fern in fremden Ländern war ich auch ,
bald bin ich heimgegangen ,
heiße Luft und Duft dabei ,
Qual und Sorgen mancherlei -
nur nach Deutschland
tät heiß mein Herz verlangen .
Ist ein Land , es heißt Italia ,
blühn Orangen und Zitronen .
Singe ! Sprach die Römerin ,
und ich sang zum Norden hin :
nur in Deutschland ,
da muß mein Schätzlein wohnen .
Als ich sah die Alpen wieder glühn
hell in der Morgensonne :
grüß mein Liebchen , goldner Schein ,
grüß mir meinen grünen Rhein !
Nur in Deutschland ,
da wohnet Freud und Wonne . |
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Verfasst am:
27.01.2008, 18:02

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Winters Abschied
Winter , ade !
Scheiden tut weh .
Aber dein Scheiden macht ,
daß mir mein Herze lacht .
Winter , ade
Scheiden tut weh!
Winter, ade !
Scheiden tut weh .
Gerne vergeß ich dein ,
kannst immer ferne sein .
Winter, ade !
Scheiden tut weh !
Winter , ade !
Scheiden tut weh .
Gehst du nicht bald nach Haus ,
Lacht dich der Kuckuck aus .
Winter , ade !
Scheiden tut weh . |
Zuletzt bearbeitet von rita am 24.01.2009, 14:44, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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Verfasst am:
27.01.2008, 18:11

Gedichte
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Frühlings Ankunft
Alle Vögel sind schon da , alle Vögel , alle !
Welch ein Singen , Musiziern ,
Pfeifen , Zwitschern, Tiriliern ,
Frühling will nun einmarschiern ,
kommt mit Sang und Schalle .
Wie sie alle lustig sind ,
Flink und froh sich regen !
Amsel , Drossel , Fink und Star ,
und die ganze Vogelschar ,
wünschen uns ein frohes Jahr ,
lauter Heil und Segen .
Was sie uns verkünden nun ,
nehmen wir zu Herzen :
Wir auch wollen lustig sein ,
lustig wie die Vögelein ,
hier und dort , feldaus , feldein ,
singen , springen , scherzen ! |
Zuletzt bearbeitet von rita am 24.01.2009, 14:45, insgesamt einmal bearbeitet |
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