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  Kurzgeschichten  -  Geschichte eines schwulen Familienvaters
Ann
BeitragVerfasst am: 06.10.2010, 16:59  Neue Antwort erstellen
Kurzgeschichten
Geschichte eines schwulen Familienvaters
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Administrator
Administrator


Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 34401
Wohnort: Gronau

Liebe Bernadette,

entschuldige, dass ich mich erst jetzt melde. Im August habe ich ein neues Kniegelenk bekommen, danach ging es mir zuerst nicht so gut, dann folgte die Reha.
Deine Geschichte hat mich sehr ergriffen, ich konnte richtig mitfühlen, wie es eine Familie zerreißt. Wenn Psychologen meinen Homosexualität sei normal, dann heißt es aber nicht, das man einfach aus einer bestehenden Familie ausbrechen kann. Ist das nicht auch ein Stück Egoismus? Über Deine Geschichte werde ich noch lange nachdenken müssen.
Danke für diese wunderbar geschriebene Geschichte.

Liebe Grüße
Ann
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Raina J.
BeitragVerfasst am: 24.10.2010, 10:09  Neue Antwort erstellen
Kurzgeschichten
Geschichte eines schwulen Familienvaters
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Gärtner(in)
Gärtner(in)


Anmeldungsdatum: 13.05.2008
Beiträge: 199
Wohnort: Karstädt

Liebe FeelLetter,

Deine Erzählung hat mich sehr tief berührt. Vielen Menschen, die "anders" sind, anders als die Mehrheit, geht es ähnlich. Ich habe selbst die Verzweiflung gespürt, eine Rolle spielen zu müssen, die einem bis ans Ende der eigenen Kraft führt doch diese Kraft ist nicht unendlich groß und irgendwann verbraucht.
So lange die eigene Kraft noch reicht, wird eine Fassade aufgebaut und gehalten, man sieht ja, dass es funktioniert - ohne zu merken, dass diese Fassade nur künstlich ist und diese Künstlichkeit von den anderen irgendwie gespürt wird. Das ist dann der Tod einer jeden Beziehung, die Wärme und Geborgenheit, die so wichtig für ein Leben in der Familie sind, haben hier keine Chance sich zu entwickeln.
Geht dann die Kraft zu Ende, dann bricht diese Fassade zusammen, mit all den schrecklichen Konsequenzen. Es ist ein Zusammenbrechen, kein Ausbrechen aus Egoismus, wie Ann schrieb, es ist einfach so, dass am Ende der Kraft nichts mehr erhalten werden kann, die betreffende Person ist "am Ende".
Das kann nur verhindert werden, wenn man versucht, diese Fassade Stück für Stück abzubauen, doch auch hier besteht die Gefahr, dass eine Beziehung daran zerbricht, es ist sogar wahrscheinlich.
Das Einzige was helfen kann ist die unbedingte Ehrlichkeit den Anderen gegenüber, doch dazu gehört großer Mut. Du schreibst:
Zitat:
Nur eine Lüge, kann so viele Menschen verletzen. Nicht die Wahrheit, sondern die Lüge zerstört die Familie. Bitte seid ehrlich!

Das unterstütze ich von ganzen Herzen.

Liebe Grüße
Raina
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