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  Eigene Gedichte von Gästen  -  ES REITET IM STURM VON Ametyst
Ann
BeitragVerfasst am: 23.11.2014, 13:04  Neue Antwort erstellen
Eigene Gedichte von Gästen
ES REITET IM STURM VON Ametyst
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Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 45056
Wohnort: Gronau

Es reiten im Sturm

Hui, da reitet die Wassermaid,
sieh’ ihre Haare fliegen.
Sie trägt ein grünes, schillerndes Kleid,
ihr Ross wird vom Winde getrieben.
Ein wildes Ross, ein starker Gaul
bäumt sich hoch auf, mit Schaum vorm Maul.

Da sieh’, es werden mehr und mehr
der Rosse.
Ein grosses, ein riesiges, schäumendes Heer.
Wohl Schwestern und Brüder der Wassermaid,
sie tragen das gleiche schillernde Kleid.
Die Leiber sich aneinander drängen,
fast auf den Rücken des Anderen sie springen.

Es brodelt das Meer in weißer Gischt,
es fliegen die *ähnen, es stampft und zischt.
Ein wildes, unbändiges, zügellos Heer,
treibt mit dem Sturm, weit über das Meer.
Hoch gehen die Wogen im Sturmgebraus’,
springen und toben, sie lassen nichts aus.

Bis endlich der Übermut sich gelegt,
der Wind nun viel sachter über sie fegt.
Jetzt sieht man nur einzelne *ähnen noch fliegen.
Nun ruhen sie aus, sie lassen sich wiegen.
Da sieh’ nur, dort winkt sie, die wilde Maid,
noch fliegen die Haare, es glitzert das Kleid.

Kopfüber, kopfunter, noch immer munter.
Zurück bleibt ein Gruß aus weißem Schaum.
„ Ich sah sie noch eben !“ -
War’s nur ein Traum ?

© Gisela Siepmann
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Ann
BeitragVerfasst am: 23.11.2014, 13:13  Neue Antwort erstellen
Eigene Gedichte von Gästen
ES REITET IM STURM VON Ametyst
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Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 45056
Wohnort: Gronau

Liebe Gisela,

so eine Wassermaid wäre ich in meiner Jugend gern gewesen.
Das ewige Meer, einmal Weltuntergang, einmal ein sanfter Spiegel. Es zieht so sehr an, dass man es in sich nie wieder los wird.
Ein wunderbares Gedicht.

Herzliche Sonntagsgrüße
Ann
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Ametyst
BeitragVerfasst am: 23.11.2014, 17:14  Neue Antwort erstellen
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ES REITET IM STURM VON Ametyst
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Gartenmeister(in)
Gartenmeister(in)


Anmeldungsdatum: 26.10.2014
Beiträge: 1783
Wohnort: Wissen

Das kann ich mir vorstellen, liebe Ann.

Das ist wie Achterbahnfahren,
herrlich und schaurig zugleich.
Man dünkt wie eine Feder sich, leicht,
denkt nicht, an keine Gefahren.

Ja, man wird's nie wieder los.

Danke liebe Ann, ganz liebe Grüße v. Gisela
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