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| Autor |
Nachricht |
| Gedichte - Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832 Dichter Naturwissenscha |
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Verfasst am:
30.03.2009, 14:57

Gedichte
Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832 Dichter Naturwissenscha
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Der Schatzgräber
Arm am Beutel , krank am Herzen
schleppt ich meine langen Tage -
Armut ist die grösste Plage ,
Reichtum ist das hoechste Gut !
Und zu enden meine Schmerzen ,
ging ich einen Schatz zu graben :
Meine Seele sollst du haben !
Schrieb ich hin mit eignem Blut .
Und so zog ich Kreis um Kreise ,
stellte wunderbare Flammen ,
Kraut und Knochenmark zusammen-
die Beschwörung war vollbracht .
Und auf die gelernte Weise
grub ich nach dem alten Schatze
auf dem angezeigten Platze -
schwarz nund stürmisch war die Nacht .
Und ich sah ein Licht von weitem -
und es kam gleich einem Sterne
hinten aus der fernsten Ferne ,
Eben als es zwölfe schlug .
Und da galt kein Vorbereiten!
Heller ward's mit einem Male
von dem Glanz der vollen Schale ,
die ein schöner Knabe trug .
Holde Augen sah ich blinken
unter dichtem Blumenkranze
in des Trankes Himmelsglanze
trat er in den Kreis herein.
Und er hiess mich freundlich trinken.
Und ich dacht : es kann der Knabe
mit dem schönen , lichten Gabe
wahrlich nicht der Böse sein .
,, Trinke Mut des reinen Lebens !
Dann verstehst du die Belehrung ,
Kommst mit ängstlicher Beschwörung
nicht zurück an diesen Ort .
Grabe hier nicht mehr vergebens !
Tages Arbeit , Abends Gäste !
Saure Wochen , frohe Feste !
Sei dein künftig Zauberwort ! " |
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Verfasst am:
14.12.2009, 11:58

Gedichte
Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832 Dichter Naturwissenscha
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Der Ew'ge herrscht
Der Ew'ge herrscht auf Erden,
Über Meere herrscht sein Blick;
Löwen sollen Lämmer werden,
Und die Welle schwankt zurück.
Blankes Schwert erstarrt im Hiebe,
Glaub' und Hoffnung sind erfüllt;
Wunderthätig ist die Liebe,
Die sich im Gebet enthüllt.
Johann Wolfgang von Goethe |
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Verfasst am:
21.11.2011, 19:53

Gedichte
Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832 Dichter Naturwissenscha
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Sorge
Kehre nicht in diesem Kreise
neu und immer neu zurück!
Lass, oh lass mir meine Weise,
gönn’, oh gönne mir mein Glück!
Soll ich fliehen? Soll ich’s fassen?
Nun, gezweifelt ist genug.
Willst du mich nicht glücklich lassen,
Sorge, nun so mach’ mich klug! |
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