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Traurigkeit umfängt mich
Über einen strahlend schönen Tag legt sie sich wie ein Schleier
Sie verdunkelt die Sonne und es wird Nacht
Eine schwarze Nacht
In der selbst der hellste Stern keine Helligkeit zu bringen vermag
Es war ein wunderschöner Tag
Doch jetzt ziehen dunkle Wolken auf
Sie verdecken die Sonne am Horizont
Ich kann nichts mehr sehen
Die Farben meiner Welt waren bunt und warm
Jetzt ist alles grau und ausdruckslos
Kälte umfängt mich
Ich dachte immer, dass die Sonne nie erlöschen kann
Aber es scheint mir, als fange sie an, auszubrennen
Ich habe Angst, dass sie morgen nicht mehr genug Kraft hat, um wieder aufzugehen
Ich zittere, dass sie mich verläßt
Ich befürchte, dass diese schreckliche Dunkelheit bleibt
Eine Dunkelheit, die alles Leben zerstört
Eine Dunkelheit, die nie wieder Leben zuläßt
Ich kann nichts tun
Ich bin verlassen, allein
Der Schatten legt sich über mich
Er ergreift Besitz von mir
Ich versuche zu kämpfen
Eine dunkle Macht steht mir gegenüber
Sie ist stark
Ich versuche, sie zu überwältigen
Sie ist stärker
Ich bin hilflos
Die Dunkelheit raubt mir die Kraft
Sie will auch das letzte Licht in mir verdrängen
Es ist ein sinnloser Kampf
Allein bin ich zu schwach
Die Sonne wird dunkel
Ich sehe, wie schwarze Wolken vor ihr aufziehen
Ich kann nichts machen
Ich kann nur warten
Die Hoffnung ist mein letzter Trost
Sie ist das einzige Licht in meiner Welt, in mir
Ein kleines Licht in der größten Dunkelheit
Das einzige Licht
Es allein ist fähig, meine Welt am Leben zu erhalten
Es allein muß fähig sein, die Dunkelheit zu verdrängen
Ich fühle mich verloren
Verloren in einem riesigen schwarzen Meer
Ein Meer, das alles Leben und alle Gefühle verschlingt
Das Wasser steigt
Ein Unwetter braut sich am Himmel zusammen
Meine Welt beginnt unterzugehen
Die Sonne ist schwach
Ich kann sie nicht mehr sehen
Ich habe Angst, dass sie im schwarzen Ozean ertrinkt
Ich kann nichts tun
Ich versuche zu ihr zu schwimmen, doch der Strom ist zu stark
Der Sog umklammert mich
Er zieht mich hinunter
Meine Lungen füllen sich mit schwarzer Flüssigkeit
Sie fließt durch meine Adern
Es ist eiskalt
Ich friere
Es wird schwarz, in mir und meiner Welt
Ich sterbe
Überall ist es schwarz, kalt, leer
Ich liege am Grund und es ist mir egal
Ein letztes Mal öffne ich die Augen
Ich schaue der Finsternis ins Gesicht
Sie lacht mich aus
Sie zeigt mir, dass von meiner Welt nichts übrig geblieben ist
Alles ist tot
Ich bin bereit zu sterben
Mit dem letzten Funken Hoffnung in mir
Nie hätte ich geglaubt, dass der Tod meine Erlösung sein könnte
Aber es ist wahr
Er erlöst mich von dem Anblick meiner Welt
Sie war einst so schön und wunderbar
Sie hat mir Leben gegeben
Meine Welt liegt in Trümmern
Jetzt brauche ich mein Leben nicht mehr
Bin ich bereit für eine Ewigkeit in Dunkelheit
Ich schließe die Augen
Ich muß es riskieren
Es ist schwarz, kalt und leer
Sogar im Tod verfolgt mich diese Dunkelheit
Sie läßt mich nicht los
Sie verfolgt mich
Sie saugt micht auf und spuckt mich aus
Eine endlose Qual
Ich weiß, auch der letzte Funke Hoffnung in mir wird erlöschen
Nein, er ist zu stark
Er hat mich überlebt
Er kämpft
Will mich, das Leben und meine Welt nicht aufgeben
Ich bin mir unsicher, ob es richtig war, aufzugeben
Richtig, alles aufzugeben, obwohl die Hoffnung noch in mir ruhte
Es war falsch
Der Funke beginnt zu leuchten
Er wächst mit meinem Glauben
Der Glaube, dass meine Welt und meine Sonne noch zu retten sind
Wir kämpfen
Vertreiben die Dunkelheit Stück für Stück
Es wird hell
Die Sonne geht auf
Sie leuchtet heller als je zuvor
Sie erweckt neues Leben in meiner Welt
Nur nachts kommt die Dunkelheit wieder
Aber ich habe keine Angst mehr
Ich weiß, dass sie nicht bleibt, solange die Sonne scheint
Sie schien die ganze Zeit als Hoffnung in mir
Sie hat mich nicht aufgegeben
Sie hat unsere Welt nicht aufgegeben |
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