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  Kurzgeschichten  -  Spinalonga 5
Juska
BeitragVerfasst am: 25.03.2007, 23:39  Neue Antwort erstellen
Kurzgeschichten
Spinalonga 5
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Anmeldungsdatum: 07.10.2006
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Ihre Mutter verstand sie und ließ sie gewähren. - Schließlich waren wir alle mal jung - dachte sie - und Ines scheint ihn zu lieben. -

***

An diesem Tag richtete sich Schwester Lucca eine kleine Sanitätsstation auf Spinalonga ein. Es gab genug Leute, die hier ihre Hilfe außerhalb der Besuchszeiten des Ärzteteams in Anspruch nahmen.

Sie gingen gerne zu ihr. Schwester Lucca mit ihrer fröhlichen Art steckte die Leute an und sie freute sich immer, wenn sie ihnen mal ein Lächeln entlocken konnte, was die meisten Menschen hier auf dieser Insel längst verlernt hatten.

Nachmittags holte sie die Kinder zusammen und versuchte mit ihnen einen Spielplatz anzulegen. Sie schickte die Jungen zur Schreinerei, um Bretter für Schaukeln zu bekommen. Ein etwas älterer Junge hatte es sogar geschafft, ein Schaukelbrett fix und fertig mit Seilen zum Festhalten mitzubringen.

Während sie mit den Kindern den kleinen Platz für die Spielgeräte zurecht machte, begann sie mit den Kindern zu singen. Zuerst wollten diese nicht so recht, besonders die etwas Älteren nicht, aber die Texte gefielen ihnen nachher so gut, dass sie in Kürze alle mitsangen.

Die Erwachsenen liefen oft zusammen und freuten sich darüber. Sie brachten ihnen das eine oder andere Teil, von dem sie meinten, die Kinder könnten daraus ein Spielgerät bauen.

Er war nichts besonderes, der Spielplatz. Kretas Kinder hätten ihn nicht benutzen wollen, denn er war sehr primitiv eingerichtet. Doch diese Kinder freuten sich sehr darüber, auch wenn es noch nicht so viel zum Freuen bisher hier für sie gab.

Selbst der Strand war knapp bemessen, um dort im Sand zu spielen und zu buddeln, denn ein Teil der Insel hatte eine Steilküste und an der Festung hörte für sie die Insel auf. Doch dieses kleine Stückchen Strand unterhalb der Schreinerei wurde jetzt für die Kinder eine herrliche Ablenkung von diesem Elend.

Es war ein Stück Wellblech, das gebogen im Sand des Strandes eine schattenspendende Höhle abgab. Es war ein Seil, welches unter einem dicken Ast hing, am unteren Ende ein Knoten, worauf man die Füße stellen konnte. Mehrere Schaukeln, die sogar richtig ordentlich aussahen und ein paar Baumstämme, um darüber zu balancieren.

Doch das Schönste waren die Kinder selbst, die auf den Schaukeln saßen, sich hoch in die Lüfte schwangen und dabei Luccas Lieder sangen: „War einst ein kleines Segelschiffchen, das war noch nie, nie nie noch nie zur See....“ und „Alle die mit uns kapern fahren *üssen *änner mit Bärten sein, Jan und Hein und Klaas und Pit, die haben Bärte die fahren mit“ und „Dominike, Dominike blickt so fröhlich in die Welt, zu Fuß und ohne Geld“.
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