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  Kurzgeschichten  -  Die Abbrecher Teil 1
Juska
BeitragVerfasst am: 31.07.2007, 21:25  Neue Antwort erstellen
Kurzgeschichten
Die Abbrecher Teil 1
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Anmeldungsdatum: 07.10.2006
Beiträge: 6017

Die Fußabdrücke wurden mehr und mehr vom Sandsturm verweht, der uns gnadenlos den Sand in die Augen wehte. Ich musste mein Motorrad schieben. Das war in dieser heißen Sandwüste recht anstrengend, doch was blieb mir anderes übrig? Dieser feine Sand setzte sich in jede Lücke, jede Ritze der Maschine und da ich den Motor vor dieser Ralley noch gut eingefettet hatte klebte er daran wie ein Ameisenhaufen. Zum Glück steckte auf meiner Nase diese Motorradbrille, die mich von dem Sandgestöber verschonte, doch immer mehr spürte ich diesen Druck in der Blase, die mich daran erinnerte, dass ich nicht einer von ihnen war.
Wir waren noch fünf Leute, die von dieser Riesentruppe übrig geblieben waren. Allesamt waren wir aus dem Rennen ausgeschieden. Für die meisten von uns war es eine Gaudi, der erste Tripp auf diesem Gebiet und keiner ärgerte sich wirklich. Im Gegenteil, wir freuten uns, dass wir es bis hierher geschafft hatten. Eine Unterhaltung konnte nicht stattfinden, dazu hätte man einen Mundschutz gebraucht und der Helm war einfach viel zu warm. Vergeblich würde man hier nach einem Kaktus oder Strauch Ausschau halten also hockte ich mich mitten in die Landschaft, um meine Blase zu entleeren. Die anderen stiefelten weiter gegen den Sturm an, denn ihrer Meinung nach, war genau das der richtige Weg, zumindest sagte uns das der Kompass von Andree.
Bis zur nächsten Oase hätten wir seiner Meinung nach noch eine gute halbe Stunde zu laufen und wir freuten uns schon darauf, dort die nächste Rast einlegen zu können. Mich hatte diese Sache mit der Blase hinter den anderen etwas zurückgeworfen und ich beeilte mich, sie einzuholen. Neben mir lief Paul, seine Maschine funktionierte noch, er hätte es einfacher ohne mich und die anderen. Doch für ihn war es undenkbar mich hier allein zurück zu lassen.
Ich sah, wie die Truppe in einiger Entfernung anhielt, wir blickten uns verwundert an. Was war der Grund? Warteten sie auf uns? Die drei hatten sich um Markus versammelt, der mit hochrotem Kopf seine Maschine fallen ließ und erschöpft unter ihr hervorkroch. Stimmt, Markus brach die Ralley ab, nicht weil seine Maschine versagte, sondern er sich selbst nicht so recht wohl fühlte.
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