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Als die Kirchturmuhr Mitternacht schlägt, schlüpft sie heraus aus sich, steigt in ihr Traumkleid aus weißer Seide, das wie eine zweite Haut, ihre noch immer jugendliche Figur umschmeichelt, nimmt ihre Schuhe in die Hand und macht sich leise auf den Weg zu der kleinen Insel, auf der ihre Träume atmen können.
Der Mond, der sie besser kennt, als irgendjemand, webt Fäden seines Silberlichts in ihr Haar. Der Wind, der ihr seit Kindheit Tanzpartner ist, singt ein lauschiges Lied. Ihre Gesichtszüge entspannen. Der Frieden der Nacht nimmt in ihrem Herzen Platz, während ihr Lächeln weit voraus eilt, zu dem Ort, den sonst niemand kennt, außer ihr und ihm…
Wie gebannt bleibt sie stehen. Alles funkelt. Schon immer wollte er ihr die Sterne vom Himmel holen.
Für den Zauber des Augenblicks hält ihre Seele den Atem an.
Als sie näher tritt, sieht sie, dass es unendlich viele Teelichtkerzen sind, geformt zu einem großen Herz, entzündet zu einem Lichtermeer.
Mit Tränen in den Augen trinkt sie daraus seine Liebe…
Zärtlich legen sich zwei Arme um ihren Körper, eine Wange schmiegt sich an die ihre, und die Stimme, die sie so oft in ihren Träumen hört und über alles liebt, flüstert:
ich wünsche dir einen wunderschönen 1. Advent
mit mir
auf der Insel WIR |
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