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Wunderschön und Heimweh stillend hat sie ihre kleine Wohnung eingerichtet. Doch heute drängeln die Wände und die Decke kommt immer tiefer. So schlüpft sie noch einmal in die Winterjacke, schnappt sich die Taschenlampe und huscht um das Haus in den Garten. Trotz ihrer Nacktheit schenken die Bäume Vertrauen, sind sie ihr doch nun schon lange Zeit Wächter oft einsamer Nächte. In mancher Stunde hat sie sich vom Rauschen der Kronen wiegen und liebevoll aus der Enge in die Weite tragen lassen.
Es ist kalt geworden. Die Sterne funkeln von einem wolkenlosen Himmel und übertrumpfen mit ihrem Glanz den Mond, der nur als schmale Sichel am Horizont hängt, ihr aber dennoch zuzwinkert. Sie liebt es, sich in ihre Träume fallen zu lassen, um der wohligen Wärme und Ruhe Einlass zu gewähren, die immer dann fluten, wenn sie in Erinnerungen lebt.
So leuchtet sie den Weg zum Pavillon aus, an deren Eingang noch eine letzte Rose blüht. Hier, wo er sie zum ersten Mal geküsst hat und sie Seele an Seele in die Sterne geschaut haben, will sie noch ein wenig die Nacht atmen. Wie schon so oft, hört sie auch heut sein Flüstern: „wenn irgendwann ein Stern direkt in diesen Garten fällt, dann ist er von mir gesandt, als Zeichen meiner Liebe“.
Plötzlich spielt der Himmel auf. Dutzende von Sternschnuppen verwandeln den Horizont in ein gleißendes Feuerwerk. Wunschkonzert ist angesagt. Staunend schaut sie dem Schauspiel zu, Freude trommelt ihr Herz und glücklich geht sie zum Haus zurück. Ein kleiner Kristallstern auf der Türschwelle fängt blinkend ihren Blick. Verwundert nimmt sie ihn hoch, schaut in die zuckende Flamme einer Teekerze, aus der für einen Moment das Lächeln der Augen schaut, dem sie einst ihr Herz schenkte. Suchend wandert ihr Blick zu den Sternen. Ja, es ist ihr, als fehle dort einer …
und das Brennen, das nur ihre Sehnsucht kennt,
zündet die Lichter zum dritten Advent… |
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