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| Gedichte Hochzeit - Hochzeitsberichte |
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Verfasst am:
15.09.2004, 17:48

Gedichte Hochzeit
Hochzeitsberichte
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Hallo,
ich fände es interessant zu erfahren, wie Eure Hochzeitsfeier abgelaufen ist. Wie ist der Hochzeitstag für Euch verlaufen, was habt Ihr empfunden, welche Überraschungen hat es gegeben?
Toll wäre es auch, wenn Ihr ein paar Bilder einfügen könntet.
Ich bin gespannt auf Eure Berichte!!
Mausbär |
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Verfasst am:
15.09.2004, 17:51

Gedichte Hochzeit
Hochzeitsberichte
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Beakies & Mausbärs Hochzeitsbericht
Teil 1
Der 31. Mai 2002, ein Tag, den wir nie vergessen werden!
Klar, wir sind schon seit dem 28.12.2001 standesamtlich verheiratet, aber wenn man kirchlich heiratet, dann rückt die Standesamtstrauung schnell in den Hintergrund!
Beakie: Am Freitag, dem 31. Mai 2002 hatten wir unser großes Fest. Natürlich waren schon viele Monate vorher mit Planungen und Terminen gefüllt, aber richtig los ging es am Montag vorher. Die Nachbarn hatten uns versprochen, einen großen Bogen vor der Tür meines Elternhauses anzubringen, und ab Montag begannen die erforderlichen Arbeiten: Fichtenzweige holen, Bogen binden, Papier-Röschen basteln; und wir sorgten für die Bewirtung. Am Mittwoch wurde der Bogen aufgestellt und anschließend gemütlich gefeiert (und nur etwas gepoltert). Am Freitag Morgen schließlich kamen einige Nachbarinnen, um die rund 1000 (!) Papier-Röschen anzubringen.
Mausbär: Hier möchte ich noch mal ganz herzlich meinen Schwiegereltern danken, ohne deren Planungshilfen und tatkräftige Unterstützung wir sicher nicht alles so toll hinbekommen hätten!
Beakie: Da unsere Trauung erst um 16.30 Uhr angesetzt war, hatten wir nach dem Aufstehen um 7.30 Uhr noch etwas Zeit (aber irgendwie hat man doch immer das Gefühl, man bräuchte doch eigentlich noch mindestens einen weiteren Tag für Vorbereitungen). So konnten wir den angerückten Nachbarinnen beim Anbringen der Röschen helfen bzw. sie mit Schnäpschen stärken. Sorgenvoll schauten wir dann zum Himmel, denn es zog eine dicke Wolkenwand über uns hinweg! Doch wir hatten Glück, die Wolken verschonten uns, und dann hatten wir nur noch Traumwetter! Und unser Bogen wurde ein echtes Prachtstück, an dem nicht nur wir eine Woche lang unsere helle Freude hatten und für den wir den Nachbarn sehr dankbar sind.
Beakie: Mein erster Termin morgens war 10.30 Uhr der Friseur, zum Waschen und Aufdrehen. Mit Lockenwicklern im Haar eilte ich nach Hause. Die Nachbarinnen waren schon wieder weg, aber dafür waren mal eben unsere beiden Gäste aus England vorbeigekommen. Das war ja eigentlich sehr schön, aber in diesem Moment hätte ich doch gerne etwas weniger um die Ohren gehabt. Kaum waren sie wieder gegangen, traf auch schon meine Friseuse ein, um mich "hochzeitsfein" zu machen. Das Wohnzimmer meiner Eltern war natürlich in dieser Zeit tabu für Mausbär, der sich in aller Seelenruhe in Schale warf.
Mausbär: Na ja, "Seelenruhe" ist wohl leicht übertrieben! Vielleicht war ich nicht ganz so nervös, wie meine Beakie, aber innerlich war ich auch ganz schön aufgewühlt! Die Zeit, in der ich mich zurecht machte, war schon recht kribbelig, denn ich wusste ja, was da nebenan im Wohnzimmer passierte!
Beakie: Da saß ich nun im Wohnzimmer, in meinen Dessous und mit Morgenmantel. Die Friseuse schminkte mich, steckte mir die Brautfrisur und befestigte den Schleier. Ja, und dann musste ich mein Brautkleid anziehen... - normalerweise über den Kopf, denn von unten ging das wegen des breiten Reifrocks nicht. Nur, über den Kopf ging es jetzt wegen Frisur und Schleier auch nicht mehr!! Da ich nicht nur in Dessous heiraten wollte, mussten wir uns etwas einfallen lassen: Ich zog also zunächst mein Kleid von unten her an, dann kroch meine Friseuse unter den Rock und half mir, mit tatkräftiger Unterstützung meiner Mutter, den Reifrock darunter zu ziehen. Das muss ziemlich komisch ausgesehen haben, aber es hat funktioniert. Und als ich endlich fertig war, durfte auch mein ungeduldig wartender Mausbär wieder das Wohnzimmer betreten. Als er mich sah, war er total gerührt und sehr glücklich, denn ich hatte mit meinem Brautkleid genau seinen Geschmack getroffen.
Mausbär: Na das kann man wohl sagen! Meine Beakie hatte mich schon viele Wochen vorher immer wieder mit widersprüchlichen Beschreibungen von Kleid und Schleier verwirrt. Ich konnte mir daher kaum vorstellen, wie es denn nun wirklich aussehen würde. Ja - und als sie dann so vor mir stand, dezent geschminkt, mit dem süßen kleinen Schleier, dem wunderschönen Kleid, den tollen Brautstrauß in der Hand - da sah ich meine Traumfrau! So und nicht anders musste sie sein! Ich war überglücklich, und auch stolz, eine so tolle Frau heiraten zu dürfen.
Beakie: Und schon war es 14.00 Uhr, der Fotograf klingelte. Wir hatten das Glück, daß uns Nachbarn ihren riesigen Garten für unsere Fotos zur Verfügung stellten. Mein Bruder brachte uns hin, und dann begann ein Traum! Uns stand der ganze Park zur Verfügung, und bei herrlichem Frühlingswetter konnten wir mit wunderschönen Motiven unsere Fotos machen. Der Fotograf war wirklich gut, und wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis! Und ganz nebenbei hat uns diese Idylle im Garten auch ein wenig entspannt, so daß wir etwas ruhiger und gelöster zur Kirche fahren konnten.
Mausbär: Wir machten auch noch Fotos mit Eltern und Trauzeugen unter unserem Bogen. So verging die Zeit von 14.00 bis etwa 16.00 Uhr wie im Fluge. Meine Beakie gewöhnte sich an den Umgang mit ihrem Kleid und dem Reifrock, und ich war froh, dass ich sie schon länger vor der Messe betrachten durfte, denn hätte ich sie tatsächlich erst in der Kirche das erste Mal gesehen, dann wäre es mir wohl vor lauter Rührung sehr schwer gefallen, den Beginn des Gottesdienstes mitzubekommen.
Beakie: Endlich fuhren wir zur Kirche, Mausbär mit den anderen, mein Vater und ich im Brautauto (einem schön geschmückten S-Klasse-Mercedes). Chauffeur war unser nächster Nachbar, der diese Aufgabe traditionell übernimmt. Mein Vater sollte mich zum Altar führen, wo Mausbär schon auf mich warten würde. So war Papa mindestens so nervös wie ich und konnte es nicht abwarten, mit mir loszugehen. Schnell waren alle bereit: die Gäste in der Kirche, Mausbär und natürlich mein Papa und ich - alle, bis auf den Pfarrer! Der kam kurz nach halb fünf noch seelenruhig zu uns zum Eingang, um letzte Details zu klären. Wir waren etwas verwirrt und klärten ihn darüber auf, daß er doch eigentlich um 16.30 Uhr mit der Messe anfangen sollte! Da hatte er es plötzlich recht eilig, denn obwohl wir die Uhrzeit noch eine halbe Stunde vorher erwähnt hatten, war er dummerweise davon ausgegangen, die Trauung sollte erst um 17.00 Uhr beginnen! Na ja, das war aber auch die einzige kleine Panne, und gegen 16.45 Uhr konnte unsere Hochzeitsmesse mit meinem Einzug in die Kirche beginnen.
Editiert am: 24.08.02 18:16 von Beakie |
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Verfasst am:
15.09.2004, 17:53

Gedichte Hochzeit
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Beakies & Mausbärs Hochzeitsbericht
Teil 2
Mausbär: Das wurde aber auch Zeit, denn dieses zusätzliche Warten da vorne hat nicht gerade zu meiner Beruhigung beigetragen! Aber als meine strahlende Beakie dann endlich auf mich zuschritt, da begann der schönste Gottesdienst meines Lebens! Unser Pfarrer ist ein alter Freund der Familie und gestaltete die Messe, vor allem die Predigt, sehr persönlich und ganz nach unseren Wünschen. Besonders feierlich wurde es immer dann, wenn unser holländischer Herrenchor sang. Er trug u.a. fast die komplette "Deutsche Messe" sowie das "Ave Maria" von Schubert vor und unterstützte die Gemeinde bei drei Kirchenliedern. Beim "Heilig heilig heilig" war ich schon ziemlich gerührt, und das "Ave Maria", das gegen Ende der Messe von einem Solisten dargeboten wurde, war für uns, vor allem für meine Beakie, ein äußerst bewegender Moment. Aber erwartet jetzt nicht, dass ich unsere Gefühle während der eigentlichen Trau-Zeremonie beschreibe! Das geht nicht, das muß man schon selber erleben.
Beakie: Die Messe war sehr feierlich und hat allen sehr gut gefallen. Beim Auszug streuten zwei unserer Nichten Blütenblätter auf unseren Weg, und als wir aus der Kirche traten, erwartete uns eine große Überraschung. Die Nachbarn hatten ein richtiges Motorboot auf einem Transport-Anhänger vor die Kirche gefahren, auf dem zwei Schaufensterpuppen - als Brautpaar verkleidet - standen! Nach vielen Gratulationen vor der Kirche fuhren wir mit unserem Brautauto hinter dem Boot her zum Festsaal, von ständigem Tröten eines Nebelhorns begleitet. Eigentlich sollten wir auf dem Boot sitzen, aber da spielte leider das Ordnungsamt nicht mit. Beim anschließenden Sektempfang herrschte ein buntes Treiben. Wieder wurden viele Hände geschüttelt, und wir bekamen reichlich Geschenke überreicht.
Mausbär: Für 19.30 Uhr hatten wir das Menü bestellt. Die Zeit bis dahin verflog nur so. Kurz vor dem Essen warteten die Nachbarn erneut mit einer Überraschung auf! Eine Trennwand wurde geöffnet und ein weiteres Boot, diesmal ein großes Schlauchboot, in den Saal gefahren. Alle Nachbarn gruppierten sich darum, und einer - als Kapitän verkleidet - bat uns, auf dem Rand des Bootes Platz zu nehmen. Wir bekamen eine kurze "Bootstrauung" und es wurde ein Ständchen gesungen. Alle Gäste schunkelten mit und wir hatten großen Spaß.
Beakie: Den größten Lacher erntete Mausbär, denn als er sich dem vom Kapitän verhängten "absoluten Kußverbot" an Bord widersetzen wollte und sich zu mir herüberbeugte, fiel er prompt ins Boot hinein und lag plötzlich zu meinen Füßen! Dann endlich konnten wir unsere Gäste zu Tisch bitten. Die Tische sahen toll aus, mit Wind-lichtern, Blumengestecken und Tischband; genau so hatte ich mir alles vorgestellt, als wir die Dekoration ausgesucht hatten. Zur Untermalung spielte im Hintergrund unsere Band, und zwischen den Gängen machte sie auch richtig Stimmung, um die Zeit zu überbrücken. Leider konnte ich das leckere Menü gar nicht richtig genießen, weil ich noch viel zu aufgeregt war, selbst meine geliebte Herrencreme nicht. Vor dem Nachtisch hatten Mausbärs Schwestern noch einen lustigen Auftritt als "Heuler von der Sandbank", und die Neffen und Nichten überraschten uns - aber vor allem Mausbär - damit, dass sie seine rund 100 alten Matchbox-Autos in Herzform auf ein großes Brett geklebt hatten.
Mausbär: Die Überraschung ist denen wirklich gelungen! Ich habe diese Autos als Kind geliebt und sehr viel mit ihnen gespielt. Jetzt hatte ich sie über 20 Jahre lang nicht mehr gesehen, aber ich wusste wohl, dass sie noch verpackt irgendwo bei meiner Mutter standen. Und dann kommen die Kinder an und bringen mir all die Autos zu unserem Hochzeitsfest; es kamen gleich viele Kindheitserinnerungen hoch, und ich war sehr gerührt. - Und das ging dann munter so weiter, denn bald danach trug eine Tante von meinem Beakie ein mitreißendes Gedicht vor, in dem sie kurz unseren "Werdegang bis hin zum Ehepaar" schilderte. Es war einfach überwältigend zu sehen, wie viel Mühe sich unsere lieben Gäste gemacht haben, um uns zu überraschen.
Beakie: Nach dem Essen forderte die Band uns zum Brauttanz auf. Als Tanz hatten wir uns "Für uns soll's rote Rosen regnen" ausgesucht. Es hat auch alles toll geklappt, wir tanzten genüsslich auf der Tanzfläche, die wir das einzige mal in dieser Nacht für uns allein hatten. Allerdings kam gegen Ende unseres Eröffnungstanzes irgendwie Unruhe bei den um uns herum stehenden Gästen auf. Wir wußten nicht, was los war, aber dann wurde die Band aufgefordert, das Lied noch mal zu spielen. Das tat sie dann auch, und da passierte tatsächlich genau das, was in dem Lied gefordert wird! Es regnete rote Rosen für uns! Keine Rosenköpfchen, keine Rosenblätter, nein! Richtige dunkelrote, langstielige Rosen! Ein lieber Freund wusste von unserem Eröffnungstanz und hatte 100 (!) Baccara-Rosen besorgt, die nun alle auf uns hernieder regneten. Das Tanzen wurde zwar etwas mühselig, zumal wir möglichst keine der Blumen zertreten wollten, aber es war ein wunderschöner Moment, der uns beide tief bewegte. Fast alle Rosen sammelten wir danach praktisch unbeschadet wieder ein. So konnten einige Gäste noch ein nettes Souvenir mit nach Hause nehmen, und wir hatten später mehrere Rosensträuße (meine Lieblingsblumen) in der Wohnung.
Mausbär:
Es wurde ein gelungenes Fest |
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Verfasst am:
15.09.2004, 17:54

Gedichte Hochzeit
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Beakies & Mausbärs Hochzeitsbericht
Teil 3
Beakie: Um Mitternacht wurde dann mein Schleier abgenommen, und Mausbär und ich tanzten unter ihm. Wer dort mit uns tanzen wollte, musste sich dies durch eine kleine Geldspende, die in den aufgespannten Schleier geworfen wurde, "erkaufen". Ich weiß nicht mehr, mit wie vielen Leuten wir beide in dieser kurzen Zeit unter dem Schleier getanzt haben, alle paar Sekunden war jemand anderes dran.
Danach wurde dann das Mitternachtsbuffet aufgebaut, mit Kaffee, Partybrötchen und Käseplatte. Und mit einer Überraschung von uns für unsere Gäste: eine Mitternachtshochzeitstorte. Der Clou dieser Torte befand sich auf der untersten und größten der drei Etagen: ein aktuelles Hochzeitsfoto, das der Fotograf am Nachmittag von uns gemacht hatte. Der Konditor hatte dieses Digital-Bild auf eine eßbare Folie gedruckt und damit die Torte verziert. Die Gäste staunten nicht schlecht, und gleich kamen Sprüche auf wie "Ich will seinen Kopf!" Natürlich schnitten wir aber erst die beiden obersten Torten an.
Mausbär: Beakie hatte sich schon wieder unters Volk gemischt, da musste ich wohl oder übel irgendwann auch die Bild-Torte anschneiden; erst natürlich nur den Rand, aber schließlich musste auch unser Bild dran glauben. Viele wollten noch irgendein Stückchen von uns verspeisen, aber zuletzt blieb noch eine Ecke übrig, auf der unsere Köpfe zu sehen waren. Da traute sich dann auch keiner mehr ran, und so konnten meine Beakie und ich uns am nächsten Tag noch selbst gegenseitig verspeisen (Ich hab' sie wirklich "zum Fressen gern"!).
Beakie: Wer jetzt glaubt, daß danach alle satt und träge waren, der täuscht sich, denn die Band schaffte es anschließend mit einer großen Polonaise noch einmal, fast alle Gäste durch den ganzen Festsaal und die angrenzende Kneipe marschieren zu lassen. Bis nach 2.30 Uhr unterhielt sie uns mit ihrem Programm und hatte sogar extra für Mausbär und mich ein Lied unserer schottischen Lieblingsband "Runrig" eingeübt! Etwa gegen 3.30 Uhr waren die letzten Gäste gegangen, und wir sammelten noch die meisten Geschenke ein. Irgendwann so nach 4.30 Uhr (Es dämmerte schon, und die ersten Vögel zwitscherten!) fielen wir erschöpft, aber überglücklich wegen des rundum gelungenen Festtages, in unser Hotelbett. Es war wirklich der schönste Tag unseres Lebens gewesen. |
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Verfasst am:
15.09.2004, 18:53

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Hallo zusammen,
habe mich gerade neu angemeldet und muß sagen, was ich bisher gelesen habe gefällt mir guuuuuuut.
Mit einem Gedicht aus meiner Sammlung möchte ich mich nun einführen. :-
[center]DiePflanzenhochzeit
Die Vogelhochzeit kennt man gut
auch Pflanzen fühlen “Liebesglut”
Die Karotte,die Karotte
Sie liebt heiß die Schalotte
Am Standesamt fungiert der Lauch!
Es folgt dann bald die Hochzeit auch.
Es segnet den Bund der Eh¢ -
der zarte, blasse Chicorée.
Als Schleppe trägt stolz die Braut
ein ganzes Bündel Sauerkraut.
Wer streut dem Paar die Blumen wohl?
Die Röslein sind ‘s vom Blumenkohl!
Auf klingt dann die Kantate
geführt von der Tomate.
Der Feier lauschen still
der Kerbel, Thymian und Dill.
Das Festmahl ist ein Hochgenuß,
die Rede hält die Haselnuß.
Den Trinkspruch auf des Paares Wohl
bringt aus der dicke Blumenkohl.
Und dann zum Tanze Tralala
spielt auf der rote Paprika.
Gar froh und lustig kann man sehen,
wie Apfel sich und Birne drehn.
Es tanzt die Bohn ‘mit dem Spinat,
die Gurke mit dem Kopfsalat.
Es singt, wer hatte die Idee,
ein Lied die Petersilie.
Und dann erklingt in vollen Chören
Gesang von Spargel, Erbsen, Möhren.
Man sieht, es war sogar dabei
das ganze Leipz ‘ ger Allerlei.
Und alles trinkt und ist vergnügt,
die Rübe unterm Tisch schon liegt.
Nun geht das Brautpaar still nach Haus,
der Sellerie löscht die Lichter aus.
Vizi die sich über jedes Obst- oder Gemüsegedicht freut
http://www.viziloh.de |
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Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde |
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