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Seht ! der jetzt hier vor euch steht ,
ist ein Engel aus dem Himmel ,
von den Sternen hergeweht ,
ach ins irdische Gewimmel .
Manches hab ich angeschaut ,
ganz zuletzt die Weihnachtsbäume ,
und darunter aufgebaut
tausend wachgewordne Träume .
Mit Knecht Ruprecht ging ich viel
vor den schönen Christkindtagen ,
immer neu war unser Ziel ,
seinen Rucksack half ich tragen .
Unsrer Gaben Fülle lag
festverschlossen in Verstecken ,
dass nicht vor dem Jesustag
Naseweischen sie entdecken .
Ein Kleinlottchen konnt ich sehn ,
mit dem Brüderchen , dem Fritzchen ,
suchten emsig auf den Zehn
Schlüsselloch und Türenritzen .
Kinder , ward der alte Mann
böse , zeigte schon die Rute !
Doch ich tat ihn in den Bann ,
bis ihm wieder lieb zumute .
Und nun trägt vom hellen Baum
jeder seinen Schatz in Händen ,
und er lässt sich selbst im Traum
die Geschenke nicht entwenden .
Ganz besonders diesmal fand
Märchenbuch ich und Geschichten ,
denn ich kam in jenes Land ,
wo die Menschen alle dichten .
Bleibt ihr artig , kleine Schar ,
wird Knecht Ruprecht an euch denken ,
bringt euch auch im nächsten Jahr
einen Sack voll von Geschenken .
Und dann steht ihr wie im Traum .
Und noch einmal steht ihr wieder
Kerzenglanz und Tannenbaum
und hört alte Weihnachtslieder . |
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