Das Orthogravieh

> PLAUDERGARTEN

 

 


Neue Antwort erstellen
Neues Thema eröffnen
Autor Nachricht
  Gedichte  -  Friedrich von Bodenstedt 1819-1892 Jurist Schriftsteller
Ann
BeitragVerfasst am: 20.09.2004, 16:30  Neue Antwort erstellen
Gedichte
Friedrich von Bodenstedt 1819-1892 Jurist Schriftsteller
Antworten mit Zitat
Administrator
Administrator


Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 45056
Wohnort: Gronau

Der Rose süßer Duft genügt ...

Der Rose süßer Duft genügt,
Man braucht sie nicht zu brechen -
Und wer sich mit dem Duft begnügt,
Den wird ihr Dorn nicht stechen.


Zuletzt bearbeitet von Ann am 27.03.2008, 18:28, insgesamt 2-mal bearbeitet
Nach oben
Sponsor
Ann
BeitragVerfasst am: 21.12.2007, 18:15  Neue Antwort erstellen
Gedichte
Friedrich von Bodenstedt 1819-1892 Jurist Schriftsteller
Antworten mit Zitat
Administrator
Administrator


Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 45056
Wohnort: Gronau

An Fatima

O *ädchen, dein beseligend Angesicht
Übt größere Wunder als das Sonnenlicht!
Die Sonne kann uns nicht mit Glut erfüllen,
Wenn Nacht und Wolken ihren Glanz verhüllen,
Sie muss in ganzer Majestät sich zeigen,
In uns die Glut zu wecken, die ihr eigen.

Dich aber, *ädchen, brauch' ich nicht zu sehn,
Um ganz in Glut und Wonne zu vergehn:
So strahlend lebt dein Bild in meinem Innern,
Ich brauche bloß mich deiner zu erinnern.

Ich glühe für dich - aber kalt bleibst du,
Und selber ruhig, - raubst du meine Ruh.

Oh, fühle selbst die Glut, die du entfachst,
Sei selbst so glücklich, wie du glücklich machst!
Nach oben
Ann
BeitragVerfasst am: 21.12.2007, 18:15  Neue Antwort erstellen
Gedichte
Friedrich von Bodenstedt 1819-1892 Jurist Schriftsteller
Antworten mit Zitat
Administrator
Administrator


Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 45056
Wohnort: Gronau

In jedes Menschen Gesichte

In jedes Menschen Gesichte
Steht seine Geschichte,
Sein Hassen und Lieben
Deutlich geschrieben;

Sein innerstes Wesen,
Es tritt hier ans Licht -
Doch nicht jeder kann's lesen,
Verstehn jeder nicht.
Nach oben
Ann
BeitragVerfasst am: 21.12.2007, 18:16  Neue Antwort erstellen
Gedichte
Friedrich von Bodenstedt 1819-1892 Jurist Schriftsteller
Antworten mit Zitat
Administrator
Administrator


Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 45056
Wohnort: Gronau

Willst Welt und Menschen recht verstehn

Willst Welt und Menschen recht verstehn,
Musst du ins eigne Herz dir sehn.
Willst du dich selbst recht kennenlernen,
Musst du dich aus dir selbst entfernen.

Wer sich beurteilt nur nach sich,
Gelangt zu falschen Schlüssen -
Du selbst erkennst so wenig dich,
Als du dich selbst kannst küssen.
Nach oben
Ann
BeitragVerfasst am: 21.12.2007, 18:18  Neue Antwort erstellen
Gedichte
Friedrich von Bodenstedt 1819-1892 Jurist Schriftsteller
Antworten mit Zitat
Administrator
Administrator


Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 45056
Wohnort: Gronau

Ich suche durch *ühen
Meine Gedanken
Von Dir zu lenken,
Aber sie glühen
Zu Dir ohne Wanken,
Ich muss Dein gedenken!
Wie nach der Sonne
verlangen die Reben,
Verlangt mich's nach Dir, meine Sonne, mein Leben!
Nach oben
Ann
BeitragVerfasst am: 21.12.2007, 18:21  Neue Antwort erstellen
Gedichte
Friedrich von Bodenstedt 1819-1892 Jurist Schriftsteller
Antworten mit Zitat
Administrator
Administrator


Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 45056
Wohnort: Gronau

Nie kampflos wird dir ganz
Das Schöne im Leben geglückt sein -
Selbst Diamantenglanz
Will seiner Hülle entrückt sein,
Und windest du einen Kranz:
Jede Blume dazu will gepflückt sein.
Nach oben
Ann
BeitragVerfasst am: 21.12.2007, 18:23  Neue Antwort erstellen
Gedichte
Friedrich von Bodenstedt 1819-1892 Jurist Schriftsteller
Antworten mit Zitat
Administrator
Administrator


Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 45056
Wohnort: Gronau

( Wenn der Frühling auf die Berge steigt )
Wenn der Frühling auf die Berge steigt
Und im Sonnenstrahl der Schnee zerfließt,
Wenn das erste Grün am Baum sich zeigt
Und im Gras das erste Blümlein sprießt -
Wenn vorbei im Tal
Nun mit einemmal
Alle Regenzeit und Winterqual,
Schallt es von den Höh'n
Bis zum Tale weit:
O, wie wunderschön
ist die Frühlingszeit!

Wenn am Gletscher heiß die Sonne leckt,
Wenn die Quell von den Bergen springt,
Alles rings mit jungem Grün sich deckt
Und das Luftgetön der Wälder klingt -
Lüfte lind und lau
Würzt die grüne Au,
Und der Himmel lacht so rein und blau,
Schallt es von den Höh'n
Bis zum Tale weit:
O, wie wunderschön
Ist die Frühlingszeit!

War's nicht auch zur jungen Frühlingszeit,
Als dein Herz sich meinem Herz' erschloß?
Als von dir, du wundersüße Maid,
Ich den ersten langen Kuß genoß?
Durch den Hain erklang
Heller Luftgesang,
Und die Quelle von den Bergen sprang -
Scholl es von den Höh'n
Bis zum Tale weit:
O, wie wunderschön
Ist die Frühlingszeit!
Nach oben
Ann
BeitragVerfasst am: 21.12.2007, 18:25  Neue Antwort erstellen
Gedichte
Friedrich von Bodenstedt 1819-1892 Jurist Schriftsteller
Antworten mit Zitat
Administrator
Administrator


Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 45056
Wohnort: Gronau

( Der Liebende mag schüchtern sein )
Der Liebende mag schüchtern sein,
Die Schüchternheit wird sich verlieren
Beim ersten Kusse.

Der Trinkende mag nüchtern sein,
Die Nüchternheit wird sich verlieren
Beim Weingenusse.

Doch wer nicht frühe Wein und Kuss
Gelernt zu schätzen:
Dem wird verspäteter Genuss
Das nicht ersetzen.
Nach oben
Ann
BeitragVerfasst am: 21.12.2007, 18:25  Neue Antwort erstellen
Gedichte
Friedrich von Bodenstedt 1819-1892 Jurist Schriftsteller
Antworten mit Zitat
Administrator
Administrator


Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 45056
Wohnort: Gronau

Ich muss dein gedenken
Ich suche durch *ühen
Meine Gedanken
Von dir zu lenken,
Aber sie glühen
Zu dir ohne Wanken,
Ich muss dein gedenken!
Wie nach der Sonne verlangen die Reben,
Verlangt mich's nach dir, meine Sonne, mein Leben!
Nach oben
Ann
BeitragVerfasst am: 21.12.2007, 18:27  Neue Antwort erstellen
Gedichte
Friedrich von Bodenstedt 1819-1892 Jurist Schriftsteller
Antworten mit Zitat
Administrator
Administrator


Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 45056
Wohnort: Gronau

Seh' ich deine zarten Füßchen an

Seh' ich deine zarten Füßchen an,
So begreif' ich nicht, du süßes *ädchen,
Wie sie so viel Schönheit tragen können!

Seh' ich deine kleinen Händchen an,
So begreif' ich nicht, du süßes *ädchen,
Wie sie solche Wunden schlagen können!

Seh' ich deine ros'gen Lippen an,
So begreif' ich nicht, du süßes *ädchen,
Wie sei einen Kuß versagen können!

Seh' ich deine klugen Augen an,
So begreif' ich nicht, du süßes *ädchen,
Wie sie mehr nach Liebe fragen können,

Als ich fühle. - Sieh mich gnädig an!
Wärmer als * e i n Herz, du süßes *ädchen,
Wird kein Menschenherz dir schlagen können!

Hör' dies wonnevolle Liedchen an!
Schöner als * e i n Mund, du süßes *ädchen,
Wird kein Mund die Liebe klagen können!
Nach oben
Ann
BeitragVerfasst am: 21.12.2007, 18:31  Neue Antwort erstellen
Gedichte
Friedrich von Bodenstedt 1819-1892 Jurist Schriftsteller
Antworten mit Zitat
Administrator
Administrator


Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 45056
Wohnort: Gronau

Tiflis
Dies soll euch jetzt als neuestes Gebot
Verkündigt werden:
Es soll auf Erden nicht mehr ohne Not
Gesündigt werden!

Wo nicht ein süßer Mund, ein schönes Auge
Verlangen weckt -
Da soll den Sündern alle Gnade nun
Gekündigt werden!

Jedweder Mund, der sich in schlechten Küssen
Versündigt hat,
Kann nur durch eine Flut von echten Küssen
Entsündigt werden!
Nach oben
Ann
BeitragVerfasst am: 21.12.2007, 18:32  Neue Antwort erstellen
Gedichte
Friedrich von Bodenstedt 1819-1892 Jurist Schriftsteller
Antworten mit Zitat
Administrator
Administrator


Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 45056
Wohnort: Gronau

( Wohl weiß ich einen Kranz zu winden )
Wohl weiß ich einen Kranz zu winden
Aus Blumen, die ich selbst gepflückt -
Wohl auch das rechte Wort zu finden,
Ob ich betrübt bin, ob beglückt.

So lang' ich meiner Sinne Meister,
So lang' ich wie, was mir gefällt,
Gehorchen dienstbar mir die Geister
Der Blumen- und der Feenwelt.

Doch in der heilgen Glut des Kusses,
Im Wunderleuchten des Geschicks,
Im Augenblick des Vollgenusses,
Im Vollgenuß des Augenblicks,

Da fehlen mir zum Lied die Töne,
Gleichwie der Nachtigall der Schlag,
Weil wohl der Mensch das höchste Schöne
Genießen, doch nicht singen mag.

Wer kann die helle Sonne malen
In höchster Glut im Mittagslicht?
Wer nur sie seh'n mit ihren Strahlen
Von Angesicht zu Angesicht?
Nach oben
rita
BeitragVerfasst am: 08.04.2009, 11:20  Neue Antwort erstellen
Gedichte
Friedrich von Bodenstedt 1819-1892 Jurist Schriftsteller
Antworten mit Zitat
Gartenmeister(in)
Gartenmeister(in)


Anmeldungsdatum: 14.10.2007
Beiträge: 3155

Vom Rhein

Wenn das Rheingold in der Sonne glüht
und im Blütenschmuck das Ufer lacht ;
jede Welle goldne Funken sprüht ,
jedes Herz zu neuer Lust erwacht .
Ferner Glockenklang tönt vom Rebenhang
und im nahen Baum der Drossel Sang .
In der Morgenglut , wie im Abendschein ,
I: o wie wonnig ruht sich's am grünen Rhein ....:I

Stolze Burgen auf den Felsen höh'n
blühende Städte an des Stromes Rand ,
muntre Gäste , *ädchen frisch und schön ,
und ein volles gutes Glas zur Hand .
Schiffe, klein und gross ,
wiegt des Rheines Schoss ,
reisst das Herz von allen Sorgen los .
I: In der Morgenglut .....:I

Glücklich , wer auf deiner Segensflur
immer atmen darf , du heilger Rhein ,
doch auch glücklich , wem ein Kurzes nur
all dein Zauber blüht ins Herz hinein.
Holde Sehnsucht schreibt
tief sich ein und bleibt ,
da'ss immer wieder zu dir treibt .
I: In der Morgenglut .....:I
Nach oben
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde

Seite 1 von 1
gedichte-garten.de Foren-Übersicht  -  Gedichte

Neue Antwort erstellen

 

Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Friedrich Hölderlin Ann Zitate & Sprüche 0 09.12.2013, 16:46 Letzten Beitrag anzeigen
Friedrich Rückert Ann Zitate & Sprüche 2 03.12.2013, 19:31 Letzten Beitrag anzeigen
Friedrich Rückert Ann Zitate & Sprüche 0 31.10.2013, 16:34 Letzten Beitrag anzeigen
Georg Büchner 1813-1837 Arzt und Schr... Ann Zitate & Sprüche 5 17.10.2013, 15:43 Letzten Beitrag anzeigen
Friedrich Rückert Ann Zitate & Sprüche 0 11.10.2013, 14:36 Letzten Beitrag anzeigen

Annegret Kronenberg © 2004-2006 | Alle Rechte vorbehalten | Inhalt | Lyrik | Liebesgedichte | Gedichte & Poesie | Adventskalender basteln | Internet Forensicherheit