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Dem Wind, der viel herumkommt und auch die Sprache der Pflanzen versteht, vertrauten die Blumen des Gartens ihre Klagen an: ,,Wenn nur dieser schreckliche Zaun nicht wäre, der uns ein Leben lang gefangenhält! Er versperrt uns jegliche Aussicht, beschränkt unsere Entfaltung und zwingt uns, unseren Standort mit anderen zu teilen." ,,Ihr tut mir leid ", sagte der
Wind, der sich nicht lange aufhalten konnte, und bald war er bei den Blumen des Feldes. Seltsamerweise glaubten auch sie, Grund zu haben zur Klage:
,,Schutzlos sind wir der freien Natur ausgesetzt", sagten sie, ,,stehen ständig im Kampf um den Platz an der Sonne. Kein Gärtner sorgt sich um uns und von den Vorübergehenden werden wir oft achtlos niedergetreten.
Es ist schon ein hartes Dasein, so ein Leben ohne Zaun!" Da erschrak der Wind über diese widersprüchlichen Klagen. Gern hätte er die Sonne zu
Hilfe gerufen. Diese aber winkte nur lächelnd ab: ,,
Mach dir nichts daraus! Ich kenne das Problem bereits von den Menschen. Die kommen auch mit der Freiheit nur schwer zurecht." |
Zuletzt bearbeitet von Steinbock am 28.11.2010, 13:48, insgesamt 3-mal bearbeitet |
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