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  Kurzgeschichten  -  Invasion Ende
Juska
BeitragVerfasst am: 25.05.2007, 12:12  Neue Antwort erstellen
Kurzgeschichten
Invasion Ende
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Anmeldungsdatum: 07.10.2006
Beiträge: 6017

Ich begab mich also wieder zurück an die Arbeit. Der Teufelskerl saß noch immer seelenruhig vor dem Fenstergitter. Mich interessierten seine Hörner und mein Blick streifte seinen Kopf. Dabei sah er mich mit seinen stechenden gelben Augen an; ich war wie hypnotisiert mir wurde schwindlig.

Ich erwachte, weil Hubert mir immer wieder ins Gesicht schlug und mich rief. „Wie spät ist es?“, wollte ich gleich wissen. Er sah auf seine Armbanduhr: „Es ist gerade 18 Uhr!“, sagte er. „Ich fuhr sofort nach unserem Anruf los, ich war doch sehr in Unruhe.“

Ich richtete meinen Blick auf das Gitterfenster. Der rot-graue Bursche war verschwunden. Das letzte, an das ich mich erinnern konnte, waren seine spitzen Hörner auf dem Kopf und diese gelben Augen. In meinen Ohren dröhnte noch sein hämisches Lachen.

„Diese Teufel verpesten die Gegend!“, meinte Hubert. „Wir haben im Dorf die *änner zusammengeholt, um sie zu vertreiben, doch es hat sich als recht schwierig herausgestellt. Viele *änner sind schon genauso boshaft wie die Teufel und erschießen lassen sie sich nicht, sie sind unverletzbar!“ Nach diesen Worten zog Hubert wieder seine Jacke an und fuhr mit seinem Traktor davon. Sie brachten auch diesmal sämtliche gefangenen Teufel in die Zisterne, die sie aber gut von oben verschlossen.

Dort in der Zisterne brodelte es. Es waren Bewacher abgestellt, damit ihnen kein Teufel entkam. Es gelang diesen hinterlistigen Gesellen aber immer wieder, die *änner zu überlisten, so dass der ein- oder andere entkommen konnte. Diese Teufel, hatten die Bauern inzwischen festgestellt, konnten sehr wohl reden. Jedoch konnte man davon ausgehen, dass nur Boshaftigkeiten oder Lügen ihren Mund verließen.

Die Dorfbevölkerung, bis auf die abgestellten Wachen, versammelte sich in der einzigen Dorfkneipe des Ortes, um die missliche Lage zu besprechen. Auch ich begab mich dort hin.

Die Zisterne hatte einen neuen Namen erhalten: wir nannten sie „Hölle!“. Die uns fremden Wesen wurden von uns eindeutig als „Teufel“ bezeichnet und es war uns inzwischen klar, dass sie auf die Erde gekommen waren, um den Menschen ihre Boshaftigkeit zu bringen.

Sie ließen sich also nicht erschießen, das hatten wir herausgefunden. Wie würden wir sie los? Denn dass wir sie loswerden *üssten, stand für uns fest. „Wir *üssen zusammenhalten!“, sagte der Dorfälteste, den wir Häuptling nannten. Wenn sie merken, dass sie uns nicht umstimmen können, werden sie wieder verschwinden.

Die ganze Bevölkerung zog also jetzt Richtung Hölle mit dem Dreizack in der Hand, den sie zuvor den Burschen abgenommen hatten. Danach öffneten sie die Zisterne und sämtliche Teufel flogen hinaus. Wir riefen ihnen hintedrein: „Macht bloß, dass ihr wegkommt und lasst euch hier nie wieder blicken!“
Und hätten wir nicht so viele Dreizacke hier im Ort, wir hielten diese Invasion für ein *ärchen.
oder eine Geschichte, wie ihr es gerne hättet.
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Ann
BeitragVerfasst am: 25.05.2007, 18:23  Neue Antwort erstellen
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Invasion Ende
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Administrator
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Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 45132
Wohnort: Gronau

Hallo Juska,
eine lustige, spannende Geschichte, habe sie gern gelesen.
Ein frohes Pfingstfest wünscht Dir

Ann
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Juska
BeitragVerfasst am: 26.05.2007, 11:28  Neue Antwort erstellen
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Invasion Ende
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Gartenmeister(in)
Gartenmeister(in)


Anmeldungsdatum: 07.10.2006
Beiträge: 6017

Hallo Ann,
Es freut mich, dass dir meine Geschichte gefallen hat und ich habe sie auch gerne geschrieben.
Nun wünsche ich dir schöne Pfingstfeiertage
und ich will weiter in meinen Geschichten stöbern, welche ich noch unter die Leute bringen kann

liebe Grüße Juska
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