Das Orthogravieh

> PLAUDERGARTEN

 

 


Neue Antwort erstellen
Neues Thema eröffnen
Autor Nachricht
  Kindergedichte und Kinderlieder  -  Ritter Risco - Teil 3
Juska
BeitragVerfasst am: 15.02.2014, 19:40  Neue Antwort erstellen
Kindergedichte und Kinderlieder
Ritter Risco - Teil 3
Antworten mit Zitat
Gartenmeister(in)
Gartenmeister(in)


Anmeldungsdatum: 07.10.2006
Beiträge: 5979

Teil 3

Wie er wohl geschlafen hatte? Jedenfalls tat ihm dieses Ausruhen gut und Risco stellte sich wieder auf seine Beine und da er sich diesmal in einer anderen Richtung befand, lief er auch in dieser wieder geradeaus weiter. Er lief und lief. So etwas wie Hunger bemerkte er nicht; wie er ja auch alles andere nicht bemerkte. Wenn jemand diesen wandelnden Strohhut sah mit dem Vogelklecks auf seiner Mitte, schaute er nur kurz auf. Riscos gelbes Halstuch war nun noch weniger zu erkennen, denn es lag im Schatten dieses großen Strohhutes und jeder der ihn sah, hielt ihn für einen armen Landarbeiter.
Wer keinen Mund hat, kann auch keinen Hunger gebrauchen und wie also sollte er da essen?
Es gibt *ägen, die knurren gewaltig, wenn sie nicht gefüllt werden. Bei Risco war das nicht so. Sein Magen hatte nichts zu meckern und zu knurren und seine Kraft war enorm. Seine Beine brachten ihn zu einer Zauberquelle. Da er es gewohnt war, immer nur geradeaus zu laufen, stand er plötzlich mitten drin in dieser zauberhaften Wasserquelle. Sie gurgelte um seine Stiefel herum und er konnte nicht so recht verstehen, warum sein Weg plötzlich so beschwerlich weiterging. Langsam, sehr langsam schritt er durch das Wasser weiter und kam am anderen Ufer der Zauberquelle an. Dort führte zunächst sein Weg die Böschung hinauf, wozu er sogar Arme und Hände benutzen konnte. Mit ihnen fasste er die Lehmklumpen vom Boden an und er spürte sogar ihre Nässe und dass das Laufen als Vierfüßler sehr viel leichter *öglich war, als auf zwei Beinen und die Zauberquelle tat ihre Wirkung, als sie sich mit der nassen Erde verband. Risco fasste unvermittelt an seinen Hals mit seinen vom lehmigen Quellwasser beschmierten Händen. Dieser Zauber vermittelte ihm ein wohliges Gefühl. Es war das erste Gefühl, das er spürte nach dem ihm durch den Degenschlag des Feindes sämtliche Gefühle abhanden gekommen waren.
Dieses Gefühl bewirkte eine Drehung seines Halses und unvermittelt tastete Risco seinen Hals ab und vorsichtig fühlten seine Finger, ob darüber noch mehr zu ertasten war. Etwas unglücklich musste er feststellen: Da war nur das Gefühl und ein Stückchen mehr vom Hals.
Dann begann er wie wild den ganzen nassen Lehm auf seinen nackten Hals zu verteilen.
Das Quellwasser gurgelte dabei laut; man könnte meinen, es seien irgendwelche Zauberformeln. Wenn Risco auch nicht hören konnte, so glaubte er es doch zu fühlen.
War das denn *öglich?
Und Risco glaubte zu denken, wie im alten Zeiten:
Welch schrecklich Teil ist so ein Degen,
zerstört und tötet wie ein Messer.
Kein Mensch kann dabei überleben.
Nie wird, was fehlt, je wieder besser.
Und selbst ein Wunder ist nicht drin:
Fehlt einmal der Kopf, ist der ganze Mensch hin!
Juska
Nach oben
Sponsor
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde

Seite 1 von 1
gedichte-garten.de Foren-Übersicht  -  Kindergedichte und Kinderlieder

Neue Antwort erstellen

 

Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Teil des leben karsten Eigene Gedichte von Gästen 1 07.06.2018, 18:25 Letzten Beitrag anzeigen
Ritter Risco Teil 1 und 2 Juska Kindergedichte und Kinderlieder 0 05.02.2014, 16:20 Letzten Beitrag anzeigen
Das Regenbogenland – Teil I von Micha... Sternchen Kindergedichte und Kinderlieder 1 02.12.2013, 14:40 Letzten Beitrag anzeigen
Das Regenbogenland – Teil I von Micha... Sternchen Kurzgeschichten 1 02.12.2013, 14:29 Letzten Beitrag anzeigen
Saurier Tropfnase in Kur - Teil 2 Juska Kindergedichte und Kinderlieder 1 22.09.2012, 16:15 Letzten Beitrag anzeigen

Annegret Kronenberg © 2004-2006 | Alle Rechte vorbehalten | Inhalt | Lyrik | Liebesgedichte | Gedichte & Poesie | Adventskalender basteln | Internet Forensicherheit