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  Gedichte Hochzeit  -  Zur Hochzeit von Stefan und Olga
Ametyst
BeitragVerfasst am: 06.06.2015, 08:14  Neue Antwort erstellen
Gedichte Hochzeit
Zur Hochzeit von Stefan und Olga
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Gartenmeister(in)
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Anmeldungsdatum: 26.10.2014
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Zur Hochzeit von Stefan und Olga


Die Herzen fragen nicht
nach Nationalität und Stand.
Wenn Herz zum Herzen spricht,
so ist das Ziel das Land,
in dem allein die Liebe wohnt.
Wenn sie in Eintracht schreiten,
gewiss, dass sich der Weg dann lohnt.
Mag “Liebe sie nun leiten.



Geboren in Polen ist die Mama,
aus Paraguay kommt der Papa.
Ein waschechter Bochumer ist der Stefan
und Olga, die Schöne, aus Kasachstan.

Am Anfang des Winters, ein Christkind beinah‘,
der einundzwanzigste Dezember es war,
erblickte der Stefan das Licht der Welt.
Ob das, was er sieht, ihm nicht gefällt ?

Den Eintritt ins Leben muss er sich erstreiten,
das Atmen bereitet ihm Schwierigkeiten.
Im Sauerstoffzelt verbrachte er Stunden.
„ Voll Bangen “ - die Uhr zieht ihre Runden.

3 5 0 0 Gramm an Kraft,
die haben es dann doch wohl geschafft.
Der Vater hält ihn voll Stolz im Arm.
an Mutters Brust ist es schön warm.

Der Prachtkerl steht mit ‘nem halben Jahr.
Er brabbelt nun polnisch ? „ Wie wunderbar.“
Am liebsten träumt er und spielt für sich,
selbst der Kindergarten geht ihm gegen den Strich.

Später, die Schule, ist auch nicht sein Fall.
„ Muss das denn sein ?“ „ Stress überall !“
Er hört nur das, was er hören will.
Ach, ja, ansonsten verhält er sich still.

Allmählich Erwachsen, sieht er nun ein,
irgendwas lernen, muss doch wohl sein.
Da er sich selber nun endlich geweckt,
hat er bei sich ein Talent wohl entdeckt, -

dass er zum Kaufmann geboren war.
Bei Baar und Klas wird es bald klar.
„ Die Ausbildung ist längst abgeschlossen,“ -
jetzt kämpft der Stefan unverdrossen.

Nun fühlt er Wasser unterm Kiel.
„ Ja, seine *ühen kennen ein Ziel.“
Eine Begegnung besonderer Art,
hat auch für ihn das Schicksal parat.

Er sah die Olga, vielmehr, “sie sah ihn,
sie war verliebt, er sah nicht recht hin.
Irgendwie aber, hat sie’s doch geschafft,
„ er hat es kapiert, hat’s nun gerafft.

Olga, das zarte, aparte Kind.
Ob in Saran alle *ädchen so sind ?
Geboren im tiefsten Kasachstan.
Am vierten September kam sie dort an,

2900 g. ein Winzling, „ so klein.“
Lenas und Erwins Sorge sollt’s sein.
Sie hegten und pflegten das Vögelchen gut.
Es kam die Schulzeit, da brauchte sie Mut.

Der Weg war so lang,
der Schulranzen schwer,
der Bruder trug ihn meist hinterher.
„ Dann kam die Entscheidung,
nach Deutschland zu gehen.“
Das war wohl das Beste,
das könnt Ihr doch sehen.

Wenn Olga den weißen Kittel ablegt,
den sie beim Arzt in der Praxis trägt,
geht sie noch immer ins Elternhaus.
Doch ab und zu, geht sie schon aus.

Kein Kind mehr, die Olga, ‘ne schöne Maid,
drum hat “heut‘“ der Stefan die Olga gefreit.
„ Tragt Ihr dazu bei, dass niemand vergisst,
das “Fest“, das im Leben das schönste ist.“


© Gisela Siepmann
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