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  Kurzgeschichten  -  Disteln
Juska
BeitragVerfasst am: 07.07.2019, 18:55  Neue Antwort erstellen
Kurzgeschichten
Disteln
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Gartenmeister(in)
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Anmeldungsdatum: 07.10.2006
Beiträge: 6017

Disteln

Nach dem Einkauf fragte er mich:
Oder sollen wir noch zu Lisas Grab gehen, bevor wir heimfahren?
Das war mir natürlich recht. Lisa war meine verstorbene Tante, die
älteste Schwester meiner Mutter, die zuletzt im Altenheim dieser Stadt gewohnt hatte.
Die Grabpflege hatten die beiden übrigen Schwestern Lisas Patenkind ans Herz gelegt, für den der Weg aber etwas weiter war, denn wir kamen zum Einkauf doch sowieso hierher.
Es sah recht ungepflegt aus. Einige Heckenpflanzen waren ungeschnitten in die Höhe geschossen und die ganze
Grabumfassung (Hecke) brauchte wieder einen Schnitt.
Werkzeug hatten wir diesmal nicht dabei. Mein Mann riskierte es, auf seinen Händen einiges Unkraut zu entsorgen und da auf dem Nachbargrab so prächtig die Disteln wuchsen, packte er auch sie auf seine großen Hände und brachte sie mit fort. Das hätte er besser nicht getan, denn am nächsten Tag sah seine rechte Hand böse aus.
Dicke rote Wunden hatten diese Disteln ihm in die Hand gestochen und es war Samstag und Wochenende.
Für solche Fälle hat man am WE einen Notdienst eingesetzt, den wir gleich morgens aufsuchten.
Es war nicht mehr *öglich, die Distelhärchen aus seiner Haut zu entfernen, denn man sieht sie kaum; sie sind farblos! Am nächsten Morgen zeigte sich auf seinen Armen ein bunter, rot unterlaufender Ausschlag. (er hatte Ähnlichkeit mit Windpocken) Der Hausarzt gab einen Überweisung zum Hautarzt. Dieser stellte nach einer Weile an seinen Blut fest: Es ist eine Gürtelrose! Vergleichbare Fälle scheint es nicht zu geben und der Rat, sich ruhig zu verhalten ist wohl nicht der beste gewesen, bei diesen höllischen Schmerzen. Nun ist die Sache schon 7 Wochen her und es hat sich immer noch nicht viel geändert, bis auf die Tatsshe, dass seine rechte Hand angeschwollen ist. Seine Finger sind so dick, wie Würstchen und höllische Schmerzen lassen ihn nur noch mit Schlaftabletten schlafen. Es klopft bis in die Fingerspitzen tagsüber und nachts und verschiedene Ärzte raten ihm so viel wie *öglich wieder seine
Finger und Hände zu bewegen, auch wenn’s schmerzt.
Juska
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Ann
BeitragVerfasst am: 28.07.2019, 00:51  Neue Antwort erstellen
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Administrator
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Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 45044
Wohnort: Gronau

Liebe Juska,

das ist aber ein Pech. Habt Ihr es schon mit Naturheilkunde versucht? Oft findet man dort eine gute Hilfe.
Deinem Mann wünsche ich alles Gute und baldige Genesung.

Herzliche Grüße

Ann
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